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Richtige After-Sun-Pflege für gebräunte Haut

Der Tag danach.

Home » Schönheit » Richtige After-Sun-Pflege für gebräunte Haut - 07.2018

Allzu oft bringt man mehr Souvenirs aus dem Urlaub mit, als einem lieb ist. Schuppige Haut, Trockenheitsfältchen, Pigmentflecken und Sonnenschäden unterschiedlicher Ausprägung sind Mitbringsel, die man möglichst schnell wieder loswerden möchte.

Ganz im Gegensatz zur mühsam erarbeiteten Bräune, die sich schneller verabschiedet, als sie gekommen ist. Sobald der Urlaub vorbei ist, braucht die Haut dringend Erholung. Hitze, UV-Strahlung, Wind, Salz- und Chlorwasser sowie nicht zuletzt Klimaanlagen sind für ihren urlaubsreifen Zustand verantwortlich.

„Die Haut ist nach dem Urlaub zwar meist brauner, aber auch rauer und schuppiger als gewohnt“, erklärt die Dermatologin Dr. Eva-Maria Chwalla. „Vor allem fehlt es ihr an Feuchtigkeit.“ Die UV-Strahlung führt außerdem zur Bildung freier Radikale sowie zum Abbau der kollagenen Fasern, die dem Bindegewebe Halt und Festigkeit geben.

Doch es ist nicht alles schlecht. „Als positiv sollte erwähnt werden“, so Chwalla, „dass die Sonne wichtig für die Produktion von Vitamin D ist, dass sie die Melaninproduktion zum Schutz der Zellen aktiviert und eine äußerst angenehme Wirkung auf die Psyche hat.“ Nach dem Sommer darf die Haut also ruhig etwas intensiver verwöhnt werden. Mit einem 4-Schritte-Pflegeprogramm geht das am besten.

Feuchtigkeitstanks auffüllen

Unsere Haut funktioniert wie eine Art Schranke. Da der Körper zu über 70 Prozent aus Wasser besteht, die Umgebung aber wesentlich trockener ist, ist es ihre Aufgabe, uns vor Austrocknung zu schützen. Sonne, Salzwasser und Klimaanlagen bewirken aber, dass die Haut weniger Wasser speichert, als sie bräuchte. Nach dem Sommer sollten diese Speicher systematisch aufgefüllt werden.

„Die Hauttrockenheit entsteht auch durch die Reparaturvorgänge in der Haut“, erklärt Dermatologin Chwalla. „Jeder Sonnenbrand, der einer Entzündung entspricht, hinterlässt bei der Heilung eine Schuppung.“ Leichte Pflegeprodukte oder After-Sun-Lotionen mit Glycerin, Urea, Aloe vera, Vitamin A sowie Gurkenextrakten helfen, Feuchtigkeit zu binden, und haben nebenbei einen angenehm kühlenden Effekt auf die Haut. „Aufgrund des hohen Wassergehalts ziehen sie schnell ein und können sogar mehrmals täglich aufgetragen werden“, ergänzt Dr. Chwalla.

Produkte, die Zink, Panthenol, Thermalwasser oder Vitamin E enthalten, bringen Rötungen schneller zum Abklingen und lindern Spannungsgefühle. Zudem kurbeln sie das hauteigene Reparatursystem an. Vermeiden sollte man allzu reichhaltige Texturen. Sie vermitteln zwar kurzfristig das Gefühl des Durstlöschens, können aber nicht in die Haut eindringen.

Haut peelen

Ob ein sanftes Peeling nach dem Sommer eine gute Idee ist, darüber scheiden sich die Geister. Grundsätzlich entfernen Peelings Schüppchen und können Durchblutung und Regeneration anregen. Dr. Chwalla warnt jedoch: „Durch Schrubben, Bürsten und Peelen kann die Barriere der Haut massiv gestört werden, was zu verstärkter Austrocknung führen kann. Peelings sind eigentlich nur dann zu empfehlen, wenn man mit Selbstbräunern arbeiten will und ein gleichmäßiges Ergebnis erzielen möchte. Oder wenn die Haut bereits mit freiem Auge sichtbar eine vermehrte Schuppenbildung oder übermäßige Verhornung zeigt.“

Auf jeden Fall sollte man mit dem Peelen bis zu zwei Wochen nach dem Urlaub warten, dann ist die Haut ausreichend erholt.

Das natürliche Wundermittel für einen haltbaren Sommerteint: Kokosnussöl. Der strahlende Teint entsteht, weil das Öl Wasser bindet.

Bräune erhalten

Während die Eindrücke des Sommers erhalten bleiben, verabschiedet sich die Bräune. Und zwar wesentlich schneller, als sie gekommen ist. Das liegt daran, dass die Hauterneuerung einem bestimmten Zyklus folgt. Alle 28 Tage wird die oberste Hornschicht abgestoßen, womit auch die Bräune flöten geht. Je trockener und vorbelasteter die Haut ist, desto radikaler verläuft dieser Prozess.

Eine gut durchfeuchtete Haut konserviert die Bräune etwas länger. Bis dahin bleibt nur der Griff zum Selbstbräuner oder zur After-Sun-Pflege mit integriertem Selbstbräuner. Dabei kommt es zu einer oberflächlichen chemischen Reaktion, die den Teint aktiviert und dabei völlig unschädlich ist.

Reparaturen vornehmen

Manche Hauttypen neigen nach zu ausgiebigen Sonnenbädern zu ungewollter Überpigmentierung. Diese zeigt sich in Form von kleinen Sommersprossen, aber auch größeren Flecken, den sogenannten Pigmentflecken.

Medizinisch betrachtet sind sie überhaupt kein Problem. Meist werden sie von ihren Besitzerinnen allerdings als optische Makel empfunden. Sind sie erst einmal da, wird man sie nicht mehr so leicht los. Produkte mit aufhellenden Inhaltsstoffen wie Antioxidantien, Vitamin C oder Olivenblattextrakt betreiben Schadensbegrenzung, indem sie den Hautton ausgleichen.

So finden Sie die passende After-Sun-Pflege

Nach dem Sommer ist meine Haut …
… trocken

Durch die permanente UV-Strahlung wurde der Haut viel Feuchtigkeit entzogen. Sie ist trocken, strapaziert und spannt etwas. Produkte mit Hyaluronsäure, Aloe vera, Glycerin, Urea und Gurkenextrakten löschen den Durst, sorgen für einen kühlenden Effekt und füllen die Wasserspeicher der Haut wieder auf.

Trockenzeit. Das »sun« Advanced Body Treatment von Dr. Belter pflegt und durchfeuchtet sonnenbeanspruchte Haut und hinterlässt einen kühlenden Effekt.

gerötet

Die Haut ist gerötet, wenn sie zu viel und noch dazu ungeschützt UV-Strahlung abbekommen hat. Jeder Sonnenbrand entspricht je Verbrennungsgrad einer unterschiedlich starken Entzündung, die erst einmal geheilt werden muss. After-Sun-Produkte mit Panthenol, Zink oder Thermalwasser wirken entzündungshemmend und unterstützen die Haut in ihrem Heilungsprozess.

Rotlicht. Die Formel mit Mandelöl und Kaktusextrakt der SOS Anti-Hautröte Après Lotion von Sundance bietet schnelle Hilfe bei Sonnenbrand.

schuppig

Chlor, Salzwasser und UV-Strahlen lösen die natürlichen Fette aus der Haut, wodurch sie rau, rissig und schuppig wird. Wenn dieser Zustand mit freiem Auge sichtbar ist, kann man die Haut mit einem sanften Peeling weich rubbeln. Dabei wird die oberste Hautschicht entfernt und die Haut bekommt wieder eine glatte Oberfläche.

Schuppenschicht. Das Kokosnuss und Flieder Körperpeeling von bio happy sorgt für glatte und geschmeidige Haut.

hyperpigmentiert

Durch eine Überproduktion von Melanin kann eine Hyperpigmentierung entstehen. Diese dunklen Flecken lassen sich nicht beseitigen. Spezielle Produkte mit aufhellender Wirkung, die Antioxidantien oder Vitamin C enthalten, gleichen sanft den Hautton aus.

Fleckenteufel. Das spezielle Hautpflege-Öl von Bi-Oil verbessert das Erscheinungsbild von ungleichmäßigen Hauttönen.

… wie immer

Gratulation! Das heißt, Sie haben auf die richtige Pre- und After-Sun-Pflege gesetzt. Wovon die Haut aber immer ein bisschen mehr vertragen kann, ist Feuchtigkeit.

Durstlöscher. Das Deep Moisture 360° Express Bodyspray von Neutrogena lässt sich leicht aufsprühen und versorgt trockene Haut mit besonders viel Feuchtigkeit.

… schön braun & soll so bleiben

Gebräunte Haut hält in der Regel nicht länger als vier Wochen, bis dahin hat sich die oberste Hautschicht einmal erneuert. Gut durchfeuchtete Haut konserviert die Bräune länger. Bodylotions mit Bräunungsaktivator erhalten die Bräune nicht nur, sondern intensivieren sie sogar.

Sonnenanbeter. Die Bodylotion Magic Summer von Balea hat einen leichten Bräunungseffekt und versorgt die Haut ausreichend mit Feuchtigkeit.

5 Tipps zur Unterstützung der Haut

1. Die Haut benötigt viel Feuchtigkeit immer Sommer. Aber nicht nur von außen. Auch über die Nahrung nimmt man im Idealfall einiges davon auf. Wassermelonen bestehen beispielsweise zu 92% aus Wasser. Gurken, Papayas, Tomaten und Kopfsalat reihen sich nahtlos in die Hitparade der wasserreichsten Nahrungsmittel ein.

2. Zitronenwasser schmeckt nicht nur erfrischend gut, auch das enthaltene Vitamin C sorgt mit seiner antioxidantischen Wirkung für ein feines Hautbild. Einfach täglich eine halbe frische Zitrone auspressen und den Saft in ein Glas lauwarmes Wasser geben. Bei Bedarf mit Honig oder Ahornsirup süßen. Köstlich!

3. Der Klassiker unter den Gesichtsmasken ist die Gurkenmaske. Sie sorgt für den absoluten Frischekick im Sommer. Und so einfach geht’s: Die Gurke direkt aus dem Kühlschrank in dünne Scheiben schneiden, auf das Gesicht legen und für eine Viertelstunde ruhen. Besonders effektiv wird die Maske, wenn man nur die Gurkenschalen auf das Gesicht legt, denn in der Schale verbergen sich die meisten Vitamine.

4. Wer täglich eine Karotte oder zwei Tomaten über rund zwei Monate isst, sorgt für Sonnenschutz von innen. Der so aufgebaute Karotinoidspiegel entspricht einem körpereigenen Lichtschutzfaktor. Aber Vorsicht! Auf äußeren Sonnenschutz in Form von Cremes, etc. sollte man dennoch nicht verzichten.

5. Auch Mandeln können eine wichtige Rolle beim Sonnenschutz spielen. Durch ihren Anteil an Vitamin E und Antioxidantien stärken sie die Schutzbarriere der Haut und helfen ihr dabei, sich zu regenerieren.

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