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Loslassen unter Palmen: Ayurveda-Kur in Sri Lanka

Geli Goldmann erzählt, wie es ihr ergangen ist.

Home » Inspiration » Reise und Reisetipps » Loslassen unter Palmen:Ayurveda-Kur in Sri Lanka - 09.2015

Teil 2: Ist eine Ayurveda-Kur immer entspannend?

Geli Goldmann ist nach Sri Lanka geflogen, um ihre erste Ayurveda-Kur zu erleben. Ob es immer entspannend ist, erzählt sie in ihrem Tagebuch.

Tag 4: Ausleiten

In der Früh gibt’s einen Saft aus Kräutern und Öl. Bloß nicht zu weit weg von der nächsten Toilette gehen. Nach anfänglicher Übelkeit wirkt das Abführgetränk, ich sprinte zurück in mein Zimmer. Jede Stunde kommt Doktor Janaki. Von Weitem ruft sie: „Stool!? Stool?“ Jeder weiß Bescheid und lächelt mitleidig. Ich muss ein Stuhlgang-Tagebuch führen. Wenn es nicht klappt, bekommt man einen Einlauf. Ich trinke sehr viel heißes Wasser und beobachte die Ameisen.

Es gibt sehr große und sehr kleine. Wenn sich Ameisen der gleichen Art treffen, küssen sie sich. Zumindest sieht es so aus. Das gefällt mir. Ich erfreue mich an meinen Gedanken und genieße das absolute Nichtstun. Zu Mittag gibt es Reissuppe, am Nachmittag einen Tee und nach überstandener Reinigung eine King Coconut frisch von der Palme. Was für ein Tag.

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Obstteller Maracuja, Mango, Papaya. Mehr Vitamin geht nicht.

Tag 5: Verbiegen

Motiviert geht es in der Früh zur Yogastunde. Meister Nishantha startet mit Atemübungen in den Tag. Beim
 Ein- und Ausatmen schöpfe ich mein Lungenvolumen voll aus, bei Kapalabhati atme ich schnell stoßweise aus, schnaufe laut, mein Bauch arbeitet angestrengt. Bei jedem Ausatmen wird der Unterbauch eingezogen. Als ich einmal zu langsam bin, werde ich gleich darauf hingewiesen. „So geht’s nicht! Das muss schneller sein!“ Yoga am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen. Zumindest denke ich mir das, während ich meine Pobacken zusammenpresse, die Kniescheiben nach hinten drücke, den Unterbauch einziehe und die Fußsohlen gegen den Boden stemme. „Mullabanda halten, immer ans Powerhouse denken“, ruft Nishantha. „Hintern zusammenzwicken“, erinnert er immer wieder. Wie im Bootcamp, nur viel entspannter.

Tag 6: Entspannen

Mein erster Stirnguss erwartet mich. Ich soll mich entspannen und danach ruhen. Das Shirodara, Sanskrit für Kopffluss, beruhigt das vegetative Nervensystem, reinigt den Geist und vertreibt Ängste. Vorab bekomm ich eine kreislauffördernde Ganzkörpermassage, Abhyanga genannt. Ich lege mich auf den Rücken, Umesh streicht mir die Haare aus dem Gesicht und legt mir ein Tuch über die Augen. In eine Hängevorrichtung mit einer Schüssel gießt er das warme Öl und steuert mit ruhiger Hand dessen Bewegungen. Zuerst tröpfelt es nur ganz sachte über die Mitte meiner Stirn, dann verstärkt sich der Ölfluss, kreist ein wenig und endet immer wieder an einem Punkt auf der Stirn zwischen meinen Augen. Zum Schluss hin schlafe ich sogar kurz ein. Ich bekomme ein Tuch um den Kopf gebunden und Thamara steckt mir eine Blume hinein. Ich fühle mich wie Pocahontas. Und tiefenentspannt.

Lesen Sie weiter, was Geli Goldmann erlebt hat und wie ihr das Essen geschmeckt hat (Teil 3).

Ayurveda-Kur auf Sri Lanka – ein Erfahrungsbericht von Geli Goldmann

Teil 1: Ankommen auf Sri Lanka
Teil 2: Ist eine Ayurveda-Kur immer entspannend?
Teil 3: Reinigung und der Abschied
Teil 4: Ayurveda-Lexikon
Teil 5: Genießen Sie einen Ayurveda-Aufenthalt in Österreich

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