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Kleines Ayurveda-Lexikon

Welche Ayurveda-Begriffe sollte man kennen? Ein kleiner Überblick...

Home » Genuss » Wellness » KleinesAyurveda-Lexikon - 09.2015

Teil 4: Ayurveda-Lexikon

Das Ayurveda ABC für Anfänger. Was bedeutet eigentlich was? Die wichtigsten Ayurveda-Begriffe, die jeder kennen sollte.

Das Ayurveda kennt viele Begriffe – um alle zu verstehen, bräuchte man ein umfangreiches Studium. Darum gibt´s hier für den Anfang nur eine kleine Sammlung.

A wie Ayurveda

Unter „Ayurveda“ versteht man eine etwa 5.000 Jahre alte, ganzheitliche, indische Gesundheitslehre, die in Asien (besonders Indien) auch wissenschaftlich gelehrt wird. Damit ist sie die älteste uns überlieferte Medizin. Der Begriff setzt sich aus den Sanskrit Wörtern „Ayus“ (Leben) und „Veda“ (Wissen) zusammen. Zentrale Elemente sind: Massage und Reinigungstechniken, Ernährungslehre, spirituelle Yogapraxis und Pflanzenheilkunde.

Mann in einem Ayurveda-tempel

Heil-Kunst Ayurveda bedeutet wörtlich übersetzt Lebensweisheit.

D wie Dohsas

In der Lehre des Ayurveda verleihen die drei Doshas – Vata, Pitta und Kapha – dem Menschen seine individuelle Konstitution und regulieren die Funktionen von Geist und Körper. Von Geburt an besitzt jeder Mensch sein individuelles Mischverhältnis der drei Doshas, das einen ausgeglichenen und harmonischen Zustand bedeutet (Prakriti).

Die Ayurveda-Kur versucht, die individuelle Harmonie durch einen Ausgleich der Doshas wiederherzustellen.

Gerät dieser Urzustand aus dem Gleichgewicht, zum Beispiel durch schlechte Angewohnheiten, falsche Ernährung oder Stress, wird man krank (Vikriti). In der ärztlichen Konsultation wird das Prakriti des Patienten ermittelt und das Vikriti festgestellt, daraus ergibt sich die passende Behandlungsmethode.

V wie Vata-Menschen:

Eigenschaften: aktiv, beweglich, schnell, neugierig, sensibel, künstlerische Fähigkeiten
Körper: schmal, feingliedrig, trockene Haut
Problemzone: Verdauung
Stärke: Kommunikation, Kreativität, Offenheit

P wie Pitta-Menschen:

Eigenschaften: dynamisch, erfolgreich, eindrucksvoll, energisch
Körper: gute Verdauung, gut durchblutete Haut, starkes Schwitzen
Problemzone: Leber, Haut, Übersäuerung
Stärke: Sport, Klarheit, Argumentationsfähigkeit, Handlungskompetenz

K wie Kapha-Menschen:

Eigenschaften: stark, stabil, ruhig, sicher, zufrieden, tolerant, treu
Körper: kräftig gebaut, gutes Immunsystem, schöne Haut
Problemzone: Diabetes, Lunge, Nebenhöhlen
Stärke: Widerstandsfähigkeit, Loyalität

D wie Dravyas

Dravya bezeichnet Materie, also tastbare Dinge. Ganz im Gegensatz zu Gunas, die nur Wahrnehmungen und nie materielle Dinge sind. Die Dravya ist dabei aus fünf Basiselementen aufgebaut: Äther (leicht, kalt), Luft (kalt), Feuer (warm), Wasser (kalt) und Erde (schwer, kalt).

G wie Gunas

Gunas sind Eigenschaften, die wir bei anderen oder auch Objekten mit unseren fünf Sinnesorganen wahrnehmen können (durch hören, tasten, sehen, schmecken und riechen). Gunas sind dabei sehr wichtig für die Diagnose: Wenn ein Mensch zum Beispiel viele Falten, eine trockene Haut und steife Muskeln hat, bedeutet das, dass er allgemein zu trocken ist. Deshalb braucht er Nahrung mit feuchten, schmierenden Eigenschaften.

 Reinigungs-Kur Auch Ölbehandlungen und Massagen gehören zu Panchakarma dazu.

Reinigungs-Kur Auch Ölbehandlungen und Massagen gehören zu Panchakarma dazu.

P wie Panchakarma

Panchakarma bedeutet „fünf Handlungen“ und ist eine Reinigungskur für Körper und Geist aus dem Ayurveda. Die Ausleitung findet über den Darm, den Mund, die Nase und die Haut statt. Dabei kommen fünf Arten der Reinigung zum Einsatz: Entleerung des Darms durch abführende Substanzen, Erbrechen, Nasenspülung, Einlauf und Aderlass. Erbrechen und Aderlass werden an Europäern allerdings meist nicht angewandt. Auf eine vorbereitende, mobilisierende Phase folgt die Phase der Reinigung, danach eine Phase des Wiederaufbaus. Das Trinken von Ghee, geklärter Butter, hilft, die inneren Schlacken zu lösen. Ergänzt wird mit äußerlichen Ölbehandlungen, Dampfbädern und Massagen. Nach einem Ausleitungstag, an dem der Darm entleert wird, folgen Reinigungstage mit Shirodara (Stirnguss), Nasya (Nasenspülung), Augenreinigung und Vasti (Einlauf).

Begleitend zur Therapie werden ayurvedische Medikamente eingenommen, die den Körper stärken und harmonisieren. Die Ernährung wird ebenfalls an die Person und den Zustand ihrer Doshas angepasst. Oft wird die Kur durch Yogaeinheiten und Meditation ergänzt.

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Tauchen Sie ein in die ayurvedische Welt von A-Z mit diesem umfangreichen Ayurveda-Lexikon.

Ayurveda-Kur auf Sri Lanka – ein Erfahrungsbericht von Geli Goldmann

Teil 1: Ankommen auf Sri Lanka
Teil 2: Ist eine Ayurveda-Kur immer entspannend?
Teil 3: Reinigung und der Abschied
Teil 4: Ayurveda-Lexikon
Teil 5: Genießen Sie einen Ayurveda-Aufenthalt in Österreich

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