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Pool – Positions

Fünf Ansichten übers Babyschwimmen.

Home » Family » Pool –Positions - 03.2016

Babys schwimmen gern. Mütter sorgen sich, dabei ins Schwimmen zu kommen. Ein Pool voller Ansichten übers Babyschwimmen, fünf davon haben wir herausgenommen.

Daniel, 6 Monate

Daniel. Babyschwimmen

Noras Sohn. Wär eine Schande gewesen, wenn ich den Angsthasen gespielt hätte! Blöder Plan. Brüllen und strampeln, damit die Veronika vorher ins Wasser muss. Pah. Und alles nur, weil die Iris so ein Tamtam gemacht hat. Dass Babyschwimmen gar nicht gut ist. Dass man sich alles Mögliche holen kann im Wasser. Ist doch super, wenn es was zu holen gibt! Außerdem hätte ich in meinem Alter schon den Atemschutzreflex verloren und deshalb soll ich nicht tauchen. Da habe ich mir schon ein bissel Sorgen gemacht. Was immer das ist. Adamschmutzflecks. Aber verlieren, das weiß ich, ist nix Gutes. Die Mama hat das nicht gern. Also mag ich’s auch nicht. Jedenfalls bin ich froh, dass die Mama der Iris gesagt hat, sie braucht ja mit ihren Kindern nicht tauchen, wenn sie einmal welche hat. Ich find’s super. Wie vor sechs Monaten im Bauch von der Mama. Hat sie selber gesagt, dass das so sein muss für mich. Aber das Beste ist: Jetzt ist die Mama mit mir in dem großen Bauch.

Veronika, 6 Monate

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Daniels Freundin. Jetzt tut er, als wär er der Held gewesen. Als hätte er es gar nicht erwarten können, vor mir im Wasser zu sein. Buben! Alle gleich. Hat ihm schon die Unterlippe gezittert vor Angst, wie die Nora bis zum Bauch drin war. Ich hab’s genau gesehen. Und dann muss ich mir anhören, dass ich mich nur trauen soll. Dass es gar nicht schlimm ist. Logisch ist es nicht schlimm. Wasser ist toll. Glaubt der Daniel, ich bin nicht gebadet worden, ein halbes Jahr lang? Und die Mama ist oft genug untergetaucht mit mir, wenn wir alle zwei in der Wanne waren. Mit Riesentrara. Das war ein Spaß. Da versteh ich die Iris gar nicht. Selbstbestimmung ist wichtig für Babys, sagt sie, und beim Babyschwimmen können sie ja noch nicht sagen, ob sie das wollen oder nicht. Hallooo? Wie wenn wir das sonst sagen könnten. Und wie wenn uns das sonst was nutzen würde. Beim Schlafengehen zum Beispiel. Nein, Mama, heut schau ich mir noch mit dir den Nachtfilm an. Manchmal machen sich die Erwachsenen komische Gedanken.

Nora, 28 Jahre

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Daniels Mutter. Na bitte. Geht doch. Er wollte gar nicht mehr heraus, der Daniel. Und erst das Tauchen! Die Iris hat mich ganz verunsichert. Babys halten unter Wasser nicht automatisch die Luft an, wenn sie erst einmal ein halbes Jahr alt sind. Manche verlieren den Reflex schon mit drei Monaten. Das hat sie alles irgendwo in einem Familienmagazin gelesen. Und wenn er dann einatmet und Wasser in der Lunge hat – sie hat es mir sogar noch vorzeigen müssen mitten im Wohnzimmer –, dann ist es zu spät, dann hätte ich Glück, wenn er überhaupt noch jemals ins Wasser ginge. Und das Mutter-­Sohn-­Vertrauen könnte ich ganz vergessen. Ach, die Iris, immer so besorgt. Aber diesmal hat sie nicht recht gehabt.

Babys in ihrem Element. Sie kennen das Gefühl. Umgeben von Flüssigkeit. Schwerelos. Geborgen. Und das außerhalb von der Mutter.

Iris, 27 Jahre

Babyschwimmen. Iris

Noras Mutter. Ich weiß genau, was sie alle denken. Immer die Iris und ihre Bedenken, da hat sie ja jetzt gesehen, wie gefährlich das Babyschwimmen ist. Nix ist gewesen. Ja. Gott sei Dank ist nix gewesen. Aber weiß man’s vorher? Man geht doch mit dem eigenen Kind nicht so mir nichts, dir nichts ins Wasser. Ohne dass man sich umhört, was dabei alles passieren kann. Ich wollte doch nur helfen. Und dann seufzen sie alle so ein bisschen, weil ich keine Kinder habe und trotzdem mitrede. Darf man sich nur als Mutter seinen Teil denken? Ich hab jedenfalls gesehen, dass dem Daniel die Sache am Anfang gar nicht geheuer war. Wissen möchte ich, wer das noch bemerkt hat. Na ja. Vielleicht bin ich wirklich zu vorsichtig.

Adrian, 35 Jahre

Babyschwimmen. Kinder. Wasser. Adrian, der Schwimmlehrer

Der Schwimmlehrer. Jetzt strahlen sie, die zwei. Überhaupt der Daniel. Der wollte gar nicht mehr raus aus dem Wasser. Auf den Moment freu ich mich eigentlich im Kurs immer am meisten. Wenn man sieht, wie stolz die Knirpse sind. Wenn die Schwerkraft ausgeschaltet ist, schweben sie über den Wolken. Muss schon großartig sein für so kleine Menschen. Sich das erste Mal bewegen, wie sie wollen. Das ist ein Fest für die Motorik. So einen Aktionsradius haben sie draußen erst in einem halben Jahr. Frühestens. Ich freu mich schon aufs nächste Mal.

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