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Die erste Beikost

Wann es Zeit für Brei wird – und was dabei zu beachten ist.

Home » Family » Die erste Beikost - 04.2017

Wir müssen nicht um den heißen Brei herumreden, wenn es um die Beikost geht: Aller Anfang ist schwer. Vor allem für Mama und Papa, die alles richtig machen wollen.

Schön langsam wird es Zeit, sagt die Oma. Jetzt schon, fragt die Freundin. Und man selbst sitzt – gut vorbereitet mit Lätzchen und Löffel – zwischen den Stühlen. Und teilt sich das Schicksal mit den meisten frischgebackenen Eltern, die über all den gut gemeinten Ratschlägen verzweifeln. Dabei gibt es den einzig richtigen Zeitpunkt für den ersten Brei gar nicht.

Nur einen Zeitraum: Je nach Entwicklung des Kindes sollte man zwischen der 17. und 26. Lebenswoche starten, rät die AGES, die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit, in Kooperation mit anderen Experten in ihrer Broschüre „Österreichische Beikostempfehlungen„.

Wird das Kind mit Milchnahrung allein nicht mehr satt und zeigt sich am Essen anderer interessiert, sind das Zeichen dafür, dass es reif für den ersten Brei ist. Jeder Beikoststart beginnt mit einem schmalen, flachen Babylöffel und einem großen Batzen Geduld. Deshalb empfiehlt es sich auch, dem Kind vor dem ersten Versuch noch etwas Milch zu geben, damit es schon halb satt und zufriedener ist. Knurrt der Magen schon, ist die Lust auf Experimente lau.

Bis die neue Esstechnik richtig funktioniert, der Schluckreflex und das Zusammenspiel mit der Zunge perfektioniert wird, braucht es Zeit. Lätzchen und feuchte Tücher vereinfachen die Prozedur enorm, ebenso bruchfestes Kunststoffgeschirr, das man im Idealfall mit Saugnäpfen am Tisch befestigen kann.

Langsam vorgehen

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Gesunde Rezepte für Kinder 

Der Klassiker am ersten Löffel ist die Karotte. Sie ist sehr gut verträglich und schmeckt leicht süßlich, das mögen Kinder am ehesten. Gut möglich, dass sich das Kleine anfangs lieber damit beschäftigt, den Brei zu verschmieren und die Konsistenz zu testen – am liebsten mit den Fingern im Mund und in der Schüssel. Das zeugt von Neugierde am Essen und ist grundsätzlich gut. Verweigert das Kind den Löffel aber partout, ist meist der Zeitpunkt falsch. Also abwarten und einfach ein paar Tage später nochmals probieren.

Die Menge steigert man langsam, von einem Löffel hin zum ganzen Gläschen. Die Umstellung der gesamten Mahlzeit kann durchaus einen Monat dauern. Neben Karotte ist Pastinake ein beliebtes Gemüse für den Start, weil es geschmacklich sehr neutral ist. Ist das Baby dafür aufgeschlossen, kann man den Speiseplan langsam um andere Gemüsesorten und schließlich um breiig püriertes Fleisch erweitern. Klappt das, behält man es einige Zeit bei, bevor man sich an die Abendmahlzeit wagt.

Der nächste Schritt

Die zweite Milchmahlzeit, von der sich Mama und Kind verabschieden, ist die abendliche. Zwischen dem sechsten und dem achten Monat beginnt man behutsam damit, Flocken in den Speiseplan aufzunehmen und neue Geschmacksrichtungen zu erkunden. Hier wird der Spielraum für abwechslungsreiche Kost größer: Zerdrückte Bananen in (milchiger) Breinahrung oder Breie mit festerer Konsistenz munden dem Nachwuchs schon und sind durchaus altersgerecht. Auch sättigen sie besser als reine Milchnahrung und lassen den kleinen Liebling in der Nacht seltener hungrig aufwachen.

Zwischen dem siebten und dem neunten Monat wird es abwechslungsreicher und spannender. Das Mittagessen enthält schon kleine Stückchen und viele neue Zutaten. So finden sich bereits vollständige Mahl­zeiten im Kleinformat auf dem Teller wieder. Nachmittags steht nun eine kleine Jause am Speiseplan. Vorzugsweise Obst.

Besonders wichtig ist, auf Zuckerzusätze zu verzichten, um dem Nachwuchs von Anfang an eine gesunde Ernährung nahezubringen. Beliebt sind neben klassischen Früchtepürees vor allem Kombinationen mit Getreide, die einen guten Sättigungseffekt erzielen.

Vom Baby zum Kind

Mit einem Jahr sind die Kleinen keine Babys mehr, und das merkt man auch beim Essen. Jetzt gibt’s klein geschnittene Nahrung, gerne auch wenig gewürzte Familienkost. Man experimentiert weiter mit Geschmacksrichtungen und lässt den Nachwuchs verschiedenste Gerichte probieren. Auch hier ist Geduld gefragt, weil Kinder grundsätzlich das am liebsten essen, was sie schon kennen. Bis zu 16-mal sollte man ihnen die Gelegenheit geben, ein Lebensmittel zu verkosten, immer in zeitlichen Abständen. Und weil sie imitieren, was sie sehen, ist es hilfreich, beim Essen ein gutes Vorbild zu sein.

Damit der Nachschub für die täglichen Löffelübungen nicht ausgeht: Beikost online shoppen im dm Online Shop.

Tipps für den erfolgreichen Start in die Beikost

 

So geht’s richtig

Langsam beginnen. Zuerst löffelweise. Und zeitversetzt Mahlzeit für Mahlzeit.
Immer vergewissern. Jedes Mal die Temperatur des Breis prüfen. Lauwarm ist in jedem Fall besser als zu heiß.
Einmal aufwärmen. Wurde der Brei aus dem Gläschen schon erhitzt, wärmt man ihn nicht noch einmal auf. Deshalb anfangs immer nur kleine Mengen wärmen. Bereits geöffnete Gläschen dürfen nicht länger als zwei Tage verwendet werden.
Viel trinken. Ersetzt man erste Mahlzeiten und stillt nicht mehr, braucht das Kleine etwas zu trinken. Wasser und Tee sind ideal.

Signale des Kindes richtig deuten

 

Wenn das Kind nicht essen will, gibt es mehrere Gründe

Geduld ist das Zauberwort. Babys spüren, wenn Mama und Papa gestresst sind, und reagieren sensibel darauf.
Der Zeitpunkt passt nicht. Statt es mit Tricks zu versuchen, wartet man besser ein paar Tage ab und versucht es dann nochmal.
Das Gemüse schmeckt nicht. Einfach durch ein anderes Gläschen ersetzen und einige Zeit später noch einmal probieren.
Das Baby will nicht alleine essen. Den Nachwuchs füttern, während alle am Tisch essen, das motiviert und macht deutlich mehr Spaß.
Das Kind verweigert plötzlich. Zeigt das Kleine Abwehrsignale, indem es den Teller wegschiebt, den Mund verschließt oder das Gesicht wegdreht, ist es vielleicht einfach schon satt. Selbst wenn das Nachbarskind bereits mehr isst oder die Soll-Angaben am Glas mehr anzeigen, achtet man besser auf die Signale des Kindes und legt den Löffel weg.

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Beim Kochen für Kinder gibt es einiges zu beachten

Nicht zuckern. Honig ist auch erst nach der Vollendung des ersten Lebensjahres geeignet, die darin enthaltenen Bakterien können für Babys lebensgefährlich sein.
Auf die Hygiene achten.
Hände und Gläschen vorm Einfüllen desinfizieren, das ist ein Muss. Denn Babys reagieren auf Bakterien besonders empfindlich.
Auf die Qualität der Zutaten schauen. Ein Brei ist nur so gut wie seine Zutaten. Bereitet man ihn selbst zu, sollte man stets hochwertiges pflanzliches Öl beifügen (etwa 1 EL in 200 g Brei). Das Fett wird nicht nur benötigt, damit dem Kind genügend Energie zugeführt wird, sondern auch wegen der fettlöslichen Vitamine. Unser Tipp: babylove Bio Rapsöl, das speziell für Babys ab dem 4. Monat geeignet ist.
Auf Zusätze weitgehend verzichten. Der Brei mag für die Eltern fad schmecken, das Kind wird weder Salz noch andere Gewürze vermissen. Und nebenbei vermeidet man so auch noch potenzielle Allergieauslöser.
Auf die Haltbarkeit ein Auge haben. Selbst gemachten Brei verfüttert man am besten sofort. Alternativ friert man ihn portionsweise ein, anfangs zum Beispiel in Eiswürfelformen.

Der erste Brei

babybrei aus Karotten selber gemachtKarotten sind das ideale Gemüse, um mit der Breikost zu starten. Und diese lässt sich ganz einfach selbst zubereiten.

Zutaten:

  • 100 g Karotten
  • 1 TL Rapsöl

Zubereitung Karottenbrei:
Karotten schälen, klein schneiden und in einem Topf mit Wasser weich kochen. Pürieren und das Rapsöl unterrühren. Etwas abkühlen lassen und schon kann das große Füttern beginnen!

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