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1×1 der Winterpflege

So kommt der Körper gepflegt durch den Winter.

Home » Schönheit » Pflege » 1×1 der Winterpflege - 12.2016

Drinnen überheizte Büroluft, draußen Temperaturen unter null. Der Unterschied: mitunter 30 Grad. Wir stecken gut umhüllt in unserer Haut und lassen ihr die ganze Arbeit übrig. Und die ist nicht leicht im Winter. Die Haut trocknet aus, sie spannt, sie juckt, sie ist gerötet. Und irgendwann fühlt man sich nicht mehr ganz wohl in ihr. Haut- und Haarpflege in der kalten Jahreszeit.

Wann beginnt man mit der Umstellung der Pflege?

Im Herbst. Meistens fängt man viel zu spät an, wenn die Haut schon in Mitleidenschaft gezogen ist. Generell gilt: Sobald die Heizung an ist, empfiehlt es sich, die Pflege auf reichhaltigere, lipidhaltigere Produkte umzustellen.

Was ist wichtiger: Feuchtigkeit oder Fett?

Beides. Am besten ist eine rückfettende Pflege, die Feuchtigkeit, Lipide und Fette enthält. Bei weniger als acht Grad stellt die Haut die Talgproduktion ein. Talg ist aber für die Geschmeidigkeit der obersten Hautschicht zuständig und Schutzbarriere gegenüber Eindringlingen. Der natürliche Fett-Schutzfilm der Haut wird also immer dünner. Die Haut braucht bei sinkender Luftfeuchtigkeit regelmäßig Feuchtigkeit und Fett. Gut sind Pflegeprodukte, die den sogenannten Hydrolipidfilm aufrechterhalten. Feuchtigkeitsspendende Cremes eignen sich für grobporige und von Natur aus fettige Haut. Trockene Haut benötigt eine reichhaltige Pflege mit hohem Fettanteil. Wässrige Cremes oder Fluids sind nichts für den Winter. Das enthaltene Wasser friert auf der Haut und richtet nur mehr Schaden an.

Wie pflege ich meine Haut in überheizten Räumen?

Sitzt man den ganzen Tag im gut geheizten Büro, sollte man unter die Tagespflege noch eine Feuchtigkeitspflege auftragen. Am besten kann man dem Wasserverlust allerdings nachts mit besonders viel Feuchtigkeit entgegenwirken. Wenn Sie sich bei Minusgraden für längere Zeit draußen aufhalten, tragen Sie besser eine besonders fettreiche Creme auf. Sie bildet einen Schutzfilm auf der Haut. Man kann auch die Tages- und Nachtcreme im Winter vertauschen. Zumindest, bis sie aufgebraucht sind.

Soll man auch Reinigungsprodukte austauschen?

Wer zu empfindlicher Haut neigt, sollte unbedingt die tägliche Reinigungsprozedur der Jahreszeit anpassen. Sanfte Reinigungslotionen und Make-up-Entferner mit reizlindernden und beruhigenden Inhaltsstoffen wie Aloe vera oder Kamille sind ideal. Von parfümierten Gels und alkoholhaltigen Gesichtswassern eher die Finger lassen. Vorsicht vor Seife im Winter, sie trocknet die Haut zusätzlich aus. Wasser spendet der Haut keine Feuchtigkeit,
die Verdunstungskälte entzieht sie ihr. Rückfettende Reinigungsprodukte können dafür Wasser speichern. Produkte mit Wirkstoffen wie Glycerin, Urea oder Ceramiden schützen die Haut vor dem Austrocknen.

BUCH TIPP Winter hautnah

Im Winter ist unsere Haut ganz schön beansprucht. Deswegen muss sie ganz besonders gut gepflegt werden.
5 Tipps für die Pflege in der Kälte finden Sie im dm Online Shop.

Soll man im Winter auf Peelings verzichten?

Verzichten nicht, nur deutlich reduzieren und ein sanftes Körperpeeling verwenden. Alle ein, zwei Wochen reicht. Wenn die Haut raue, rote Stellen aufweist, greifen Peelings den natürlichen Schutzmantel der Haut noch mehr an. Besser: pflegende, feuchtigkeitsspendende Gesichtsmasken.

Vollbad oder Dusche?

Kaum etwas klingt verlockender als warme Vollbäder in der kalten Jahreszeit. Grundsätzlich gilt: Lieber mit feuchtigkeitsspendenden Duschgels mit hohem Creme- oder Ölanteil duschen. Schließlich fängt die Versorgung der Haut mit Pflegestoffen schon unter der Brause an. Optimal sind hier reichhaltige Bade- oder Duschöle aus Mandeln, Jojoba oder Weizenkeimen. Wer auf ein wärmendes Vollbad nicht verzichten will, kann sich mit den richtigen Badezusätzen mit rückfettenden Pflegesubstanzen helfen.

Kleiner Tipp: Je wärmer das Wasser, desto mehr trocknet es die Haut aus. Um den Säureschutzmantel der Haut nicht zu beschädigen, sollte man sich nach dem Bad nicht komplett trocken rubbeln, sondern die Haut nur leicht abtupfen. Ist zwar nur der halbe Genuss, aber die Haut hat’s lieber so. Fetthaltige Lotionen oder Körperöle eignen sich hervorragend zur täglichen Pflege. Beim Eincremen nur nicht auf die Trockenzonen an Ellbogen, Knie, Hals und Dekolleté vergessen. Und nicht übertreiben mit dem Eincremen. Die Hautpflege im Winter sollte immer mit Maß und Ziel betrieben werden, denn sonst kann es passieren, dass die Haut verlernt, den Feuchtigkeitsgehalt selbst zu regulieren.

Stimmt es, dass man die Haut auch im Winter vor UV-Strahlung schützen muss?

Auf jeden Fall. Vor allem beim Skifahren, Rodeln, Eislaufen oder sonstigen Wintersportvergnügungen im Freien. Schnee reflektiert die Strahlen und verstärkt den Effekt. Bei Aufenthalten in den Bergen ist die Sonne der Haut näher als sonst und kann schnell einen Sonnenbrand verursachen. Die Haut ist im Winter äußerst empfindlich und nicht an die Hitze des Planeten gewöhnt. Spezielle Winter-Sonnencremes (LSF 30) sollten also auch im Winterurlaub nicht fehlen. Sie schützen die empfindliche Haut zusätzlich vor Kälte und Austrocknen. Bei Sonnenschutz vergisst man gern auf die Lippen, die eine besonders sensible Struktur haben und zu Verbrennungen neigen.

Was hat es genau mit Coldcreams auf sich?
Unter einer Coldcream versteht man eine besonders reichhaltige Creme, die einen hohen Anteil an Öl und Wachs enthält und meist eine sogenannte Wasser-in-Öl-Emulsion ist. Der Name weist dabei auf das kühlende Gefühl hin, das die Creme beim Auftragen entfaltet. Coldcreams sind ideal für sehr empfindliche Haut. Der extra Fettanteil in einer Coldcream ist eine wirksame Waffe gegen Kälte und Nässe. Das in der Creme enthaltene Bienenwachs beschleunigt die Regeneration trockener Haut und wirkt Spannungsempfinden und Rötungen entgegen. Wer besonders trockene Haut hat, kann eine Coldcream bedenkenlos jeden Tag verwenden. Wer zu Mischhaut neigt, sollte die Creme nicht öfter als einmal in der Woche auftragen. Eine besonders dicke Schicht Coldcream schützt die Haut auch beim Skifahren. Vor dem Après-Ski sollte man die verbliebenen Reste der Coldcream jedoch abnehmen, damit kein Hitzestau in der Haut entsteht.
Besondere Aufmerksamkeit sollte man im Winter der Augenpartie schenken. Die dünne Haut unter den Augen ist noch stärker von der Trockenheit und Kälte betroffen als die restlichen Gesichtsregionen. Sie braucht eine sehr reichhaltige Fettpflege. Die Creme auf Wattepads auftragen und diese ein paar Minuten auf die geschlossenen Augenlider legen.

Ständig raue Hände, was kann man tun?

Die Hände sind rau und rissig und ähneln einem Schmirgelpapier. Weder warme Handschuhe noch Eincremen im Zehnminutentakt verbessern den Zustand längerfristig. Reichhaltige Handcremes, idealerweise mit dem Bestandteil Urea, bilden bei regelmäßiger Anwendung einen guten Schutzmantel. Aber auch Handmasken schaffen Abhilfe. Tragen Sie mal eine besonders reichhaltige Handcreme auf und umwickeln Sie die Hände anschließend mit Haushaltsfolie. Darunter entsteht eine Wärme, die es den Wirkstoffen ermöglicht, tief in die Haut einzudringen und sie widerstandsfähiger zu machen.

Produkttipps gegen die Kälte

Untertags. Das Weleda Wohltuende Gesichtsöl Mandel Sensitiv ist für sensible Haut geeignet und mildert Rötungen und Hautirritationen.
Nachts. Die alverde Nachtcreme Bachblüten Regeneration trägt mit wichtigen Nährstoffen zur Regeneration der Haut bei.
Duschen. Die Nivea In-Dusch Body Milk versorgt die Haut schon während des Duschens mit wertvollem Mandelöl.
Baden. Der Tetesept Abwehrkräfte Meersalz Badezusatz regt den Abwehrmechanismus des Körpers mit ätherischen Ölen an.
Für draußen. Die Alpin Sonnencreme LSF 30 von Nivea Sun schützt das Gesicht und ist ideal für den Wintersport.
Für oben. Die Piz Buin Mountain Sonnencreme LSF 50+ mit UV-A-/UV-B-Sonnenschutz eignet sich besonders für die Anwendung im Hochgebirge.
Schutzschicht. Die Coldcream von Weleda schützt trockene und spröde Haut.
Beschützer. Die Dr. Belter sensibel Couperosis Compact Crème beruhigt gerötete Haut mit Aloe vera und Weihrauch.
Samtpfötchen. Trockene und raue Haut wird mit der lavera 2in1 Hand & Nagelcreme intensiv mit Kamillenextrakt, Avocado- und Olivenöl gepflegt und mit Feuchtigkeit versorgt.
Weiterlesen: Winterpflege für Haare

9 Tipps für winterliche Haarpflege

Auch unsere Haare kommen mit dem andauernden Temperaturwechsel nicht gut zu Rande. Für den Winter gibt es ein paar Tipps und Tricks wie Haare und Kopfhaut die kalte Jahreszeit gut überstehen. So können Sie ihre Pflegeroutine der kalten Jahreszeit anpassen.

1. Die Basis für schönes Haar wird schon beim Waschen, Kämmen und Trocknen gelegt. Verwenden Sie nur lauwarmes Wasser und milde Shampoos, die viel Feuchtigkeit spenden. Alles immer gründlich auswaschen, denn Rückstände lassen das Haar stumpf aussehen.
2. Milde Haarwaschmittel oder Babyshampoos pflegen trockene Kopfhaut und spenden Feuchtigkeit.
3. Vor dem Stylen immer einen Hitzeschutzspray auftragen, vor allem wenn Sie Ihre Haare mit einem Glätteisen oder einem Lockenstab bearbeiten.
4. Föhnen: Lassen Sie Ihr Haar möglichst oft an der Luft trocknen. Ansonsten gilt: kurz und bündig föhnen.
5. Das Haar bereits nach der Wäsche aufs Trocknen vorbereiten.
6. Durch die permanente Heizungsluft neigt das Haar dazu auszutrocknen. Wer seinem Haar 2x die Woche eine Pflegespülung gönnt hat schon einiges gewonnen.
7. Haaröl: Nach dem Waschen bietet es sich an, etwas Haaröl in die Längen und die Spitzen einzuarbeiten. Das pflegt trockenes Haar intensiv und verleiht ihm einen tollen Glanz.
8. Zusammengebundene Haare helfen dabei, die Gefahr von Haarbruch in der kalten Jahreszeit zu verringern. Gerade offen getragenes Haar kann sich im Winter am Mantelkragen oder am Schal aufreiben.
9. Gerade im Winter verstecken wir unsere Haare häufig unter Kopfbedeckungen. Damit unsere Haare trotz Kopfbedeckung toll und gepflegt aussehen, sollte man sie erst aufsetzen, wenn die Haare vollständig getrocknet sind. Das vermeidet unschöne Haarknicke und minimiert die Gefahr von Haarbruch.

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