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Was sind die Alternativen zu Aluminium-Deos?

Auch Deos ohne Aluminium verhindern Schweiß und unangenehme Gerüche.

Home » Schönheit » Was sind die Alternativen zu Aluminium-Deos? - 04.2017

Kaum ein Stoff, der in der Kosmetikindustrie in den vergangenen Jahren für so viel Aufsehen gesorgt hat. Kaum jemand, der nicht irgendwie mitbekommen hat, wie schädlich er sein soll. Kaum einer, der sich nicht überlegt hat, Alternativen zu verwenden. Es geht ums Aluminium. Dass das Leichtmetall in Deos enthalten ist, ist wohl aus gutem Grund erst seit Kurzem der breiten Öffentlichkeit bekannt. In unseren Achselhöhlen hat Aluminium zwar eine Funktion, aber eine zweifelhafte.

Aluminiumchlorhydratid, wie es ganz konkret heißt, wird immer öfter in Zusammen­hang mit Brustkrebs und Alzheimer gebracht. Es heißt, dass es das Risiko für die Entstehung dieser Krankheiten erhöhen soll. Eindeutige wissenschaftliche Nachweise sind noch ausständig. Viele Studien sind widersprüchlich, andere ganz konkret. Dass Aluminiumsalze aber jetzt auf dem Prüfstand stehen, ist durchaus nachvollziehbar. Und ob sie nun schädlich sind oder nicht, aluminiumfreie Alternativen sind gute Alternativen. Vorbeugen ist schließlich besser als nachbehandeln.

Viele Hersteller, vor allem von konventioneller Kosmetik, handeln äußerst vorbildlich. Sie haben das Problem oder den Trend – je nachdem, wie man es sehen will – erkannt und das Aluminiumchlorid aus ihren Produkten verbannt. Fast wöchentlich werden neue Deos mit der Aufschrift „0 % Aluminium“ oder „Aluminiumfrei“ in den Beauty-Regalen eingeschlichtet. Die Auswahl lässt wirklich keine Wünsche offen.

Im dm Online Shop finden Sie eine große Auswahl an aluminiumfreien Deos.

Wie Alu in die Deos kam

Tatsache ist, dass Deos und vor allem Antitranspirante bis vor Kurzem ohne Aluminiumsalze kaum denkbar waren – und schon gar nicht am Markt erhältlich. Die Ausnahme bildeten Produkte bekannter Naturkosmetikhersteller wie Weleda, lavera oder alverde, die schon seit Jahren mit pflanzlichen Wirkstoffkombinationen arbeiten, um Transpiration und Schweißgeruch zu reduzieren.

Aber wie wirken Aluminiumsalze in Deos? Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Antitranspiranten und Deodorants. Erstere setzen gewissermaßen schon bei der Wurzel des Übels an. Und hier kommt das Aluminium ins Spiel. Dafür muss man wissen, dass Aluminiumsalze die Haut zusammenziehen und die Schweißporen verstopfen. Was dazu führt, dass man weniger schwitzt oder, besser gesagt, der Schweiß es gar nicht erst schafft, aus den Poren zu treten.

Im Unterschied dazu verhindert ein Deo im eigentlichen Sinn das Schwitzen nicht, sondern neutralisiert lediglich den Geruch. Wichtig ist, dass man Deos und vor allem Antitranspirante niemals auf frisch rasierte Haut aufträgt. Geschädigte Haut – und die lässt sich beim Rasieren kaum vermeiden – nimmt deutlich höhere Mengen an Aluminium, Parfum oder Konservierungsstoffen auf. Deshalb wird empfohlen, aluminiumhaltige Ko
smetika nur auf gesunder Haut anzuwenden. Denn im Normalfall funktioniert die Barrierefunktion der Haut sehr gut.

Tipp: Wenn man sich vor Achselnässe schützen möchte, kann man auch Achsel-Pads (z.B. von Balea) verwenden. Damit entstehen garantiert keine Schweißflecken.

Kann man eigentlich auch ohne Aluminiumzusätze gut riechen?

Man kann. Sehr gut sogar. Auf diesem Gebiet hat tatsächlich ein Umdenken stattgefunden, das uns Alternativen beschert hat, die in ihrer Wirkungsweise den herkömmlichen Deos in nichts nachstehen.

Diese neuen Deo-Formeln enthalten hochwirksame antimikrobielle Substanzen, die die Anzahl an geruchsbildenden Bakterien reduzieren. Das heißt: Die Zersetzungsprozesse, die im Endeffekt für den oft unangenehmen Schweißgeruch verantwortlich sind, werden gehemmt. Man setzt etwa auf basische Mineralien, die das saure Milieu von Schweiß unterbinden und dadurch das Wachstum geruchsbildender Bakterien verhindern.

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Ätherische Öle und pflanzliche Extrakte können ebenfalls den enzymatischen Abbau des Schweißes verhindern, der zu unangenehmer Geruchs­bildung führt. Als Konservierungsmittel wird etwa Vitamin C eingesetzt. Natürliche Stoffe wie Koriander, Granatapfel, Salbei oder Eukalyptus schützen auch vor schlechtem Geruch. Mit aluminiumfreien Deos kommt man also nicht ins Schwitzen. Und vermeidet zudem mögliche Gesundheitsrisiken.

Aluminiumfreies Deo selber machen

Zutaten: 

  • 100 ml Wasser
  • 2 TL Speisestärke
  • 1 TL Natron
  • 2-3 Tropfen ätherisches Öl

Zubereitung: 

  1. Wasser in einem Topf aufkochen lassen und Speisestärke unterrühren.
  2. Etwas abkühlen lassen und Natron und gewünschtes Öl einrühren.
  3. Einen leeren Deoroller damit befüllen, ganz abkühlen lassen und ab sofort benutzen.
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