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Nur nicht schlapp machen

Alles, was man über Detoxing wissen muss.

Home » Genuss » Nur nicht schlapp machen - 12.2016

Die Energie ist in den Winterschlaf gesunken. Wer sie trotzdem braucht, kann sie aufwecken. Entgiftungskuren für den müden Körper.

Innen und Außen

Deftiger Braten, feine Süßigkeiten und warmer Punsch. Das schmeichelt der Seele, macht den Körper aber müde und schlapp. Oft zeigt einem dann auch noch die Waage, dass der Stoffwechsel gerade Winterruhe hält. Wobei, Winterspeck ist meist das geringere Übel. „Kommen Symptome wie Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, chronische Müdigkeit, generelles Unwohlsein und Verdauungsstörungen dazu, spricht sehr viel dafür, dass der Körper bereits überlastet ist“, erklärt Ivana Molnár, Ärztin für Allgemein- und Ernährungsmedizin in Wien. Unreine Haut, fahler Teint oder kraftloses Haar: So zeigt sich das Ungleichgewicht äußerlich. „Auch Cellulite kann ein Zeichen dafür sein, dass der Körper mit dem Entsorgen von kulinarischem Sondermüll nicht mehr wirklich nachkommt.“ Um den Organismus wieder in Form zu bringen, muss man konsequent sein und braucht ein gutes, einfaches Konzept, das den Energie-Turbo wieder zündet und sich in den Alltag integrieren lässt. Das bewusste Entgiften, auch Detoxing genannt, funktioniert sowohl von innen – mit bewusster Ernährung und viel Flüssigkeit – als auch von außen, etwa mit Cremes oder Peelings. Meist reichen schon wenige Wochen aus, um den Körper aus seinem Leistungstief zu holen. Damit er nicht wieder hineinfällt, lässt man ein paar Alltagslaster weg, genießt zwischendurch Powerfood und bewegt sich regelmäßig.

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Entspannen. Ein Salzbad wirkt gegen die äußeren Spuren eines inneren Ungleichgewichts.

Wieso Ernährungsumstellung?

Was wir essen, bestimmt zu 80 Prozent, wie wir uns fühlen. Deshalb ist es wichtig, dass wir dem Körper geben, was er braucht, und ihm unnötigen Ballast ersparen. So einfach ist die Botschaft von Clean Eating, dem Ernährungstrend aus den USA. Auf dem Speiseplan steht eigentlich alles. Solange es natürlich ist. Von der Industrie verarbeitete Lebensmittel und Produkte mit künstlichen Zusätzen sind gestrichen. Zusätzlich wird Kochsalz auf das Allernotwendigste reduziert. Und wenn, dann gibt’s nur natürliches Kristall- oder Meersalz. Eiweiß kombiniert man bei dieser Ernährungsweise möglichst mit komplexen Kohlenhydraten wie Vollkornbrot und Vollkornnudeln. „Sie regulieren den Stoffwechsel, so bleibt der Heißhunger aus, der uns in den Wintermonaten so gerne zwischendurch befällt“, sagt Molnár. Ein weiterer Faktor ist das Fett. Käse, Croissants und Chips schmecken so gut, weil sie viel ungesundes, gehärtetes Fett als Geschmacksträger enthalten. Clean Eater bevorzugen ölige Zellschmeichler wie Lein-, Raps- und Walnussöl, Avocados, Nüsse und fetten Fisch. Dafür wird die gesättigte Fettvariante wie in Obers oder Leberkäse auf ein Minimum reduziert. Zucker, künstliche Süßstoffe, zusätzliche Farb-, Konservierungs- und Aromastoffe wie Glutamat kommen ebenfalls nicht auf den Tisch. Alles in allem ein sinnvolles Konzept, findet die Expertin: „Vor allem, weil der Schwerpunkt auf saisonalen Obst- und Gemüsesorten liegt.“ Ob roh, gekocht oder als Smoothie – im Einkaufswagen landet beinahe alles, was in der Gemüseabteilung, am Bauernmarkt oder im Bio-Regal ins Auge springt.

Die verschiedenen Kuren

Frau hält eine Tasse TeeBasenfasten: „Unser ganz normales Essen mit zu viel Fleisch, Wurst, fetten Milchprodukten, Kuchen, Süßigkeiten, Fastfood und zuckerreichen Softdrinks bewirkt einen Säureüberschuss im Organismus. Langfristig kann dieses Ungleichgewicht die Abwehrkräfte schwächen und sogar gesundheitliche Schäden wie Osteoporose, chronische Schmerzen in der Muskulatur und in Gelenken hervorrufen“, erklärt die Ernährungsmedizinerin. Aber auch das Äußere leidet. Die Haut wird empfindlicher, verstärkte Faltenbildung, Bindegewebsschwäche und unliebsame Orangenhaut zeigen sich als unerwünschte Nebenwirkungen. Das Rezept des Basenfastens ist relativ simpel: „Möglichst oft Gemüse, Früchte, Kartoffeln und Kräuter in den Speiseplan einbauen, sie sind Top-Lieferanten für Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, die unser Körper gerade jetzt so dringend braucht.“ Dafür tierische Fette und Zucker möglichst reduzieren. Die genannten basenbildenden Nahrungsmittel schaffen uns nicht nur die Säuren aus dem, sondern auch die Kilos vom Leib. Ein gesunder Cocktail steigert die Abwehrkräfte, ist gut für die Nerven, fördert die Blutbildung und trägt dazu bei, dass Cholesterinspiegel und Blutdruck sinken. Und man nimmt schneller ab, weil diese Vitalstoffe den Fettabbau anregen. Das Fazit der Expertin: „Das Säure-Basen-Fasten punktet weiter mit dem Vorteil, dass Stoffwechsel und Verdauung schonend ablaufen, es selten zu Fastenkrisen kommt und auch diejenigen Diät halten können, denen eine Reduzierung der Nahrung sonst nicht gut bekommt.“

Teekur: Kräutertees helfen nicht nur bei Erkältungskrankheiten. Als Stoffwechselkur werden sie über mehrere Wochen täglich getrunken. Am besten beginnt man damit schon in der Früh: Ein Kräutertee am Morgen ist eine gesunde Alternative zu Kaffee oder Schwarztee. „Wichtig dabei ist, die Teemischung alle vier bis sechs Wochen zu wechseln, weil Kräuter auch Arzneimittel mit medizinischer Wirkung sind“, sagt die Medizinerin. Die empfohlene Höchstdosis sind drei Tassen täglich. Als effektive Turbos für den Stoffwechsel gelten etwa Aufgüsse mit Birkenblättern, Löwenzahn, Brennnesseln, Holunder- und Lindenblüten. Das potenteste Mittel aus der Natur für die Leberentgiftung ist übrigens die Mariendistel: Für eine Kur kann man die Wirkstoffe als Kapseln, Tinktur oder auch als Tee einsetzen.

Das Begleitprogramm zum Entgiften

Regelmäßig aktiv werden: Ohne ausreichende Bewegung steht der Abfall in den Lymphbahnen.
Die Depots auffüllen: Zwei bis drei Liter Flüssigkeit täglich in Form von stillem Mineralwasser und Tee (optimal ist grüner Tee oder Matcha, bei Kräutertee maximal zwei Tassen) trinken. Meiden sollte man Kaffee und vor allem Alkohol.
Zucker reduzieren: Wer es schafft, Süßes eine Zeit lang nicht zu vernaschen, wird bald merken, wie das Immunsystem aufatmet, die Energie wiederkommt und die Haut profitiert.
Gesunde Fette einlagern: Gehärtete Fette in Chips, Croissants und Co kleistern die Lymphbahnen zu, gesunde Fette mit Omega-3-Fettsäuren aus Leinöl und fetten Tiefseefischen (Lachs, Hering, Makrele, Thunfisch) versorgen den Körper mit gesunder Energie.
Auf die faule Haut legen: Entgiften kostet Energie. Wer zwischendurch bewusst entspannt, unterstützt den Körper am besten (etwa in Kombination mit einem Leberwickel).

BUCH TIPP Buchtipps: „Die Anti-Stress-Ernährung“ & „Yoga Kitchen“

Zwei köstliche Buchtipps für leichteres Detoxen.

Die Anti-Stress-Ernährung: Mehr Power für die Körperzellen; Verlag systemed.

Yoga Kitchen: Ernährung & Yoga perfekt kombiniert; Trias Verlag.

Weiterlesen: Die Top 3 Schönheits-Booster, die das Entgiften unterstützen

Schönheits-Booster

Baden: Am besten mit Salz und Algen. Salzbäder kann man mit Salz aus dem Toten Meer selbst machen. Auch ein Fußbad mit ansteigender Wärme hilft beim Entgiften. Für den Körper ist das trotzdem anstrengend, daher nicht länger als 20 Minuten baden, danach ruhen.genuss-wellness-2-ab_2016-10
Wickeln: Eine Stunde lang entspannen. Mit einem Körperwickel. Dazu: Mineralstoffe aus dem Meer, Heilerde oder Aromaöle. Durch den stärkeren Lymphfluss wird der Stoffwechsel aktiviert und scheidet über Haut und Organe Gifte und Stoffwechselendprodukte aus. Das strafft das Gewebe und reduziert das Gewicht. Ähnlich funktionieren Packungen mit Tonerde, Algen und Schlamm. Ein Leberwickel unterstützt den Entgiftungsprozess. Eine heiße Wärmeflasche in ein feuchtes Tuch schlagen, auf den Rücken legen und rechts unterhalb des Rippenbogens auflegen. Und das am besten mittags.

Schwitzen: Mit dem Schweiß werden Salze ausgeschwemmt, der Blutkreislauf wird angeregt, was die körpereigene Entgiftung ankurbelt. Eine einfache Variante für zu Hause ist das Dampfbad fürs Gesicht. Dafür in eine Schüssel mit kochendem Wasser wenige Tropfen ätherisches Öl mit entgiftender Wirkung geben (Rosmarin- oder Orangenöl) und etwa zehn Minuten unter einem Handtuch inhalieren. Das öffnet die Poren, lässt Feuchtigkeit tief in die Haut eindringen und ist die perfekte Vorbereitung für ein Peeling gegen abgestorbene Zellen.

Weiterlesen: Powerfood für jeden Tag. Plus: Die Top 10 der Entgiftungshelfer

 

einige Superfoods und GewürzeKartoffeln: Sie wirken in allen Zubereitungsarten gegen Übersäuerung des Gewebes.
Gutes Getreide: sorgt für die nötigen Nährstoffe (Hirse, Dinkel, Hafer, Quinoa, Amaranth).
Grünes Gemüse: hat eine entgiftende Wirkung und enthält viele Ballaststoffe. Sehr wirkungsvoll sind Kohl, Brokkoli, Spinat, Mangold, Petersilie, Schnittlauch.
Sauerkraut: bindet Toxine im Körper und hilft Fettdepots aufzulösen.
Rote Rüben: Die farbgebenden Pflanzenstoffe stärken das Immunsystem.
Scharfe Pflanzenstoffe: wie z.B. Ingwer, Kren, Chili, Pfeffer, Curry wirken ebenfalls gegen Schlackendepots.
Holunderbeerensaft: Eine große Palette an Vitaminen und viele sekundäre Pflanzenstoffe machen die Beeren zu einem flüssigen Jungbrunnen.

Entgiftungshelfer

Vitamin B6: Wichtiges B-Vitamin zur Blutbildung und Leberentgiftung
Enthalten in: Vollkorn, Kohl, Fisch, Vollkornreis, grünes Blattgemüse

Vitamin C: Vitamin für Immunabwehr und Wundheilung
Enthalten in: Paprika, Brokkoli, Sanddorn, Sauerkraut, Kiwi, Acerola, Zitrusfrüchte

Omega-3-Fettsäuren: essenzielle Fettsäuren für Gewichtsabnahme, Entzündungshemmung, Gehirnleistung
Enthalten in: Leinöl, Tiefseefisch (Lachs, Hering, Makrele, Thunfisch), Fleisch von Weidevieh, Bio-Eier

Selen: Spurenelement zur Infektabwehr und Schilddrüsenfunktion
Enthalten in: Sesam, Kokosnuss, Steinpilze, Paranüsse, Leber, Sonnenblumenkerne

Zink: stärkt Haut, Haare, Nägel
Enthalten in: Fleisch, Innereien, Spinat, Beerenobst

Avocado Kiwi Banane ...Magnesium: Versorgt die Zellen mit Energie, senkt die Stressanfälligkeit
Enthalten in: Vollkorn, Nüsse, grünes Gemüse, Fisch, Bananen

Methionin: unterstützt die Leberentgiftung
Enthalten in: Fisch, Leber, Kichererbsen, Eier

Cystein: ein wichtiger Radikalfänger, der das Immunsystem stärkt.
Enthalten in: rohem Lachs, Hühnerei, Cashewnüsse, Weizenkeime

Schwefel: das Entgiftungsmineral schlechthin
Enthalten in: Matjeshering, Knoblauch, Eier, Nüsse, Zwiebel, Brokkoli

Tryptophan: wichtig für den Wach-Schlafrhythmus und Stresstoleranz
Enthalten in: Cashewkerne, Hirse, Sonnenblumenkerne, Kakao

Rezept: Entschlackungstee

Entschlackungstee für eine schöne Haut

tee mit blüten

Teemischung:
40 g Holunderblüten
40 g Mädesüßblüten
20 g Lindenblüten.

Zubereitung:
Einen Teelöffel der Mischung mit ¼ Liter kochendem Wasser übergießen, zehn Minuten ziehen lassen und abseihen. Über vier Wochen täglich drei Tassen frisch aufbrühen und trinken.

 

 

 

Produkte zum Detoxen

Alles, was man zum Detoxen braucht

Detoxen. Ob von innen oder von außen, bei dm findet man dazu allerhand.
Detox Produkte zum Essen und Trinken und Waschen1. Vitalisierend. Durch die tägliche Anwendung der alverde Wellness Körper-Lotion kann ein entschlackender Effekt herbeigeführt werden. Der erfrischende Duft schenkt neue Energie.
2. Hochwertig. Die L‚Oréal Paris Skin Expert Detox Maske Tonerde Absolue sorgt für einen strahlend schönen Teint.
3. Grundlegend. Das Lebepur Bio-Pflanzenpulver Brennnessel ist eine hochwertige Grundlage für Smoothies.
4. Geschmeidig. Der ebelin Konjac Gesichtspflege-Schwamm Grüner Tee schützt die Haut vor freien Radikalen und ist ideal für normale bis trockene Haut.
5. Anregend. In Kombination mit Kalium und warmem Wasser entfalten die basischen Mineralstoffe des tetesept Basen-Mineral Badezusatzes ihre entschlackende Wirkung.
6. Pulverisiert. Die pflanzliche Bio-Pulvermischung Bio Superfood-Mix Green Detox von veganz eignet sich zum Verfeinern von Smoothies, Joghurts oder Müslis.
7. Gemahlen. Der dmBio Matcha Tee Instant ist ein süßlich-herber Teegenuss.
8. Natürlich. Das Weleda Birken Dusch-Peeling reinigt den Körper mit natürlichen Waschperlen, die die Mikrozirkulation der Haut anregen.
9. Intensiv. Das alverde Anti-Fett-Shampoo Brennnessel Zitronenmelisse beruhigt die Kopfhaut und reguliert die Fettproduktion.
10. Entspannend. Leicht und rein im Geschmack ist Cupper Pur Grüner Tee.

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