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Woran erkennt man Naturkosmetik?

Warum Natur nicht gleich Natur ist, und worauf man bei Naturkosmetik achten sollte.

Home » Schönheit » Pflege » Woran erkennt manNaturkosmetik? - 10.2015

Teil 3: Kosmetik vs. Naturkosmetik

Wo Natur draufsteht, ist nicht immer Natur drin. Kosmetik, Naturnahe Kosmetik, Biokosmetik, oder Naturkosmetik mit Bioanteil – wir zeigen die wichtigsten Unterschiede.

Drin ist, was drauf steht

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen konventioneller, naturnaher und Naturkosmetik. Letztere unterteilt man dann noch einmal in drei Stufen.

  • Naturkosmetik
  • Naturkosmetik mit Bioanteil – hier müssen mindestens 70 Prozent der Inhaltsstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau stammen.
  • Biokosmetik – 95 Prozent der Inhaltsstoffe kommen aus kontrolliert biologischem Anbau.

In der Regel überprüfen Zertifizierungsorganisationen die Produkte nach strengen Richtlinien und garantieren so einen entsprechenden Qualitätsstandard. Eine ganze Reihe an Zertifizierungsverbänden unterscheidet, wie hoch der Anteil an Stoffen natürlichen Ursprungs und wie hoch der Bioanteil der Inhaltsstoffe ist.

Konventionelle und naturnahe Kosmetik

Bei konventioneller Kosmetik setzt man Stoffe ein, die in der Naturkosmetik absolut tabu sind. Dabei geht es vor allem um Mineral- und Paraffinöl, das sind Hauptbestandteile herkömmlicher Kosmetik und Abfallprodukte der Erdölgewinnung. Preiswerte Rohstoffe, die permanent zur Verfügung stehen sowie unverderblich und leicht zu verarbeiten sind. Von der Haut sind sie aber schwer zu entfernen (dazu mehr in Teil 2).

BUCH TIPP Sie wollen auf Naturkosmetik umsteigen?

Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten rund um den Umstieg von konventioneller Kosmetik auf Naturkosmetik.

Naturnahe Kosmetik umfasst das große Feld der Pflanzenkosmetik, die schon auf viele synthetische Roh- und Hilfsstoffe wie Parabene oder PEG verzichtet. Es kommen zwar pflanzliche, sogar biologische und Fair-Trade-Wirk- und Rohstoffe zum Einsatz, die Rahmenrezeptur entspricht aber trotzdem nicht der von zertifizierter Naturkosmetik. Naturkosmetik verschönert und pflegt den menschlichen Körper mit Wirkstoffen aus der Natur. Also mit haut- und umweltfreundlichen, natürlichen und naturbasierten Rohstoffen. Die Begriffe Naturkosmetik und Bio sind aber nicht gesetzlich definiert.

Woran erkennt man echte Naturkosmetik-Produkte?

Bis zum heutigen Tag gibt es keine rechtlich verbindlichen internationalen Standards für Naturkosmetik. In Österreich bildet das Österreichische Lebensmittelbuch, der sogenannte Codex Alimentarius Austriacus, mittlerweile die Definitionsgrundlage für Produkte, die als Naturkosmetik im Handel angeboten werden. Unterschiedliche Verbände prüfen die Produkte und vergeben entsprechende Siegel. Und wenn ein Produkt so ein Siegel trägt, kann man sich auch wirklich darauf verlassen, dass das drinnen ist, was draufsteht.

Die bekanntesten Siegel sind: BDIH, COSMOS-Standard, NaTrue, Ecocert, Cosmebio, ICADA, ICEA, neuform-Qualität und Natural Cosmetics Standard.

Bei dm hat man die beiden Siegel BDIH und NaTrue als echte Naturkosmetik-Siegel definiert. „Wo Sie also eines der beiden Siegel sehen, sind Sie absolut auf der sicheren Seite“, erklärt Naturkosmetik-Expertin Marion Mohrmann. Gut zu wissen.

BUCH TIPP Kosmetik-Produkte einfach und schnell per App überprüfen!

Perfekt für unterwegs: Die App Codecheck.info verrät innerhalb weniger Sekunden, welche Inhaltsstoffe ein Produkt hat. Dazu braucht man nur den Barcode scannen. Sind im Duschgel Konservierungsstoffe, Parabene oder Silikone? Einfach selbst herausfinden!

Lesen Sie mehr zum Thema:

Teil 1: Ganz schön natürlich – Naturkosmetik
Teil 2: 7 Tabus in der Naturkosmetik
Teil 3: Kosmetik vs. Naturkosmetik

 

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