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Mit gutem Gewissen kaufen

Eine faire Sache

Home » Leben » Mit gutem Gewissen kaufen - 12.2017

Faire Arbeits- und Lebensbedingungen sind in vielen Ländern keine Selbstverständlichkeit. Mit dem Kauf von Fairtrade-Produkten können wir sie fördern.

Nicht den Einzelnen, sondern die Gemeinschaft stärken – das ist die Idee, die hinter dem Schlagwort Fairtrade steckt. Wie das gelingt? Bauern und Kleinproduzenten in vielen Teilen der Erde schließen sich zu Kooperativen zusammen, auch angestellte Plantagenarbeiter können sich organisieren. Um das Fairtrade-Zertifikat für ihre Produkte zu erhalten, müssen die Produzenten gewisse Standards erfüllen. Dazu zählen etwa geregelte Arbeitsbedingungen, das Verbot ausbeuterischer Kinderarbeit oder die Einhaltung von Umweltschutzrichtlinien. Dafür profitieren sie von stabilen Mindestpreisen und fixen Abnehmern. Zusätzlich erhalten sie eine Prämie, die in Gemeinschaftsprojekte investiert wird. Wie und wofür, das entscheiden sie demokratisch.

Beispiele dafür gibt es genug: von Schulen über Spitäler bis hin zu Brücken und Mikrobanken. Kurzum: Wer fair produzierte und gehandelte Produkte kauft, hilft dabei, die Lebens- und Arbeitsbedingungen von 1,66 Millionen Menschen in 75 Ländern zu verbessern.

Nachhaltig schenken: Selbstgemachte und upgecycelte Weihnachtsgeschenke kommen immer gut an
und sind nachhaltiger als Gekauftes.

Textilien für ein gutes Gewissen

Das Fairtrade- Siegel erhalten Lebensmittel nur dann, wenn alle Zutaten auch Fairtrade-zertifiziert sind. Weil nicht für jedes Produkt alle Inhaltsstoffe aus fairem Handel verfügbar sind, gibt es auch speziell gekennzeichnete Mischprodukte wie Schokolade. Bei ihnen gilt: Der Anteil an Fairtrade-Zutaten muss mindestens 20 Prozent betragen. Neben Lebensmitteln sind mittlerweile auch zahlreiche Fairtrade-Textilien erhältlich, vom Pullover über das Handtuch bis zur Bettdecke.

Allein in Österreich wurden im Jahr 2016 rund 551 Tonnen fair produzierte und gehandelte Rohbaumwolle in Form von Bekleidung und Textilien verkauft, 72 Prozent davon in Bioqualität. dm drogerie markt trägt einen Teil dazu bei: Mit den an der Kassa erhältlichen Pfandtaschen, die aus Fairtrade-zertifizierter Bio-Baumwolle hergestellt sind.

Hartwig Kirner, Geschäftsführer von Fairtrade Österreich

„dm ist ein Vorreiter der Nachhaltigkeit in Österreich und ein starker Partner unserer gemeinnützigen Organisation Fairtrade.“

Fairness für bessere Qualität

Eine weitere Initiative im Textilbereich ist die Stiftung STEP. Sie engagiert sich für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen von Menschen, die per Hand Teppiche anfertigen. Der Wiener Teppichhändler Rahimi & Rahimi war 1995 einer der Mitbegründer des STEP-Labels. Jeder eingekaufte Teppich wird von der Organisation STEP im Produktionsland überprüft und zertifiziert.

Die zusätzlichen Kosten für das Gütesiegel nehme man gerne auf sich. „Denn wenn Menschen unter fairen Bedingungen ihren Beruf ausüben können, steigert das nicht nur ihre Lebensqualität, sondern auch die Qualität ihrer Arbeit und somit jene unserer handgefertigten Teppiche“, erklärt Unternehmer Ali Rahimi.

Video: Was ist Fairtrade?

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