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Das Beauty-Geheimnis des Mineralpuders

Schön wie im alten Ägypten.

Home » Schönheit » Das Beauty-Geheimnis des Mineralpuders - 04.2018

Tolle Deckkraft und trotzdem ganz natürlich: Mineral Make-up bringt sogar Problemhaut zum Strahlen. Dahinter steckt Wissen, das schon im alten Ägypten angewendet wurde.

Ein kleiner Trend wird merklich größer. Egal, ob als Puder, Foundation, Rouge oder Lidschatten: Mineral Make-up findet sich mittlerweile in fast jedem Kosmetiksortiment wieder. Die „Minerals“ passen dabei auch gleich perfekt zu einem anderen Trend: dem zu möglichst natürlichen Kosmetikprodukten. Minerals bringen den Teint zum Strahlen und sind dabei auch ein Segen für empfindliche Haut. Ihre hohe Deckkraft kaschiert Rötungen, die darin enthaltenen Mineralien wirken wie optische Weichzeichner. Und das sind noch lange nicht alle Vorteile.

Aus der Vergangenheit lernen

Der aktuelle Trend zu Mineral Make-up kommt aus den USA. Doch eigentlich könnte man Make-up, das aus Mineralien hergestellt wird, als den Ursprung des Schminkens überhaupt bezeichnen. Erste Aufzeichnungen darüber führen, wie fast alle Pionierleistungen in Sachen Make-up, zu den alten Ägyptern zurück. So existiert etwa eine überlieferte Rezeptur für mineralische Kosmetik auf einer Papyrusrolle. Verfasser war ein ägyptischer Hohepriester, denn dieser Berufsgruppe war es vorbehalten, Kosmetik herzustellen. Damals wurden Edelsteine wie Rosenquarz oder Amethyst fein zermahlen und mit pflanzlichen Ölen vermischt, um damit die Haut zu verschönern. Dieses Hobby teilten die Ägypter übrigens mit den Griechen und Römern. Selbst die Erkenntnis, mit diesen Rezepturen der Haut etwas Gutes zu tun, war bereits vorhanden.

Spurenelemente für die Haut

Dieses überlieferte Wissen wird nun von der Kosmetikindustrie erforscht, neu interpretiert und zu zeitgemäßen Produkten verarbeitet. Auch wenn die heutigen Mineralien im Vergleich zu jenen im alten Ägypten wesentlich feiner gemahlen, besser gereinigt und genauer auf die verschiedenen Hauttöne abgestimmt sind, bleibt die Grundzusammensetzung doch sehr ähnlich. Diese besteht aus feinsten Mineralien, Spurenelementen, Ton und Lavaerde. Ebenso enthalten sind Magnesium, Zink, Kupfer und Kalzium.

Den Schönmachern aus dem Erdreich werden viele hautverbessernde Eigenschaften zugeschrieben. So hat Magnesium eine straffende Wirkung, Zink gilt als entzündungshemmend, Kalzium kann Feuchtigkeit binden, Silizium festigen. Titandioxid und Zinkoxid, die auch als Hauptbestandteil physikalischer Sonnenpflege eingesetzt werden, schützen vor schädlichen UV-Strahlen. „Wobei die Dosierung im Make-up nur dann als Sonnenschutz ausreicht, wenn ein Lichtschutzfaktor explizit ausgewiesen ist“, weiß dm Qualitätstrainerin Madelaine Sommerlat.

Um einen perfekten Farbton zu erreichen, mischt man entweder unterschiedliche Töne oder fügt etwas Babypuder hinzu.

Schützendes Puder

Dank dieser Eigenschaften kann Mineral Make-up ausgezeichnet bei empfindlicher, zu Allergien neigender Haut verwendet werden. Die Produkte sind allesamt komedogen, das heißt, sie verstopfen die Poren nicht. Vielmehr legen sie sich schützend über die Haut und lassen diese trotzdem atmen.

Durch mehrmaliges Auftragen von Mineralpuder kann die Deckkraft enorm gesteigert werden, allerdings ohne dass der Teint wie zugespachtelt aussieht. Die Pigmente verschmelzen mit der Haut und das Make-up wirkt ebenmäßig, natürlich und keinesfalls maskenhaft. Durch die hohe Deckkraft muss man allerdings bei der Wahl des richtigen Tons genau aufpassen. „Oft sehen die Produkte in der Verpackung dunkler aus, als sie dann auf der Haut wirken“, erklärt Madelaine Sommerlat.

Minerals liefern nicht nur Farbe und bringen den Teint zum Strahlen. Durch optische Effekte lassen sich auch Hautunreinheiten, Rötungen und Fältchen reduzieren. Die beiden Sonnenschützer Titandioxid und Zinkoxid funktionieren hier wie kleine Spiegel, die – über das ganze Gesicht verteilt – das Licht reflektieren, wodurch die Haut weicher wirkt und kleine Fältchen einfach weggespiegelt werden.

Die Poren bleiben frei

Minerals sind ziemlich schweißresistent, was für Sportler und Sonnenanbeter von großem Nutzen ist. Und im Unterschied zu flüssigen oder cremigen Grundierungen setzen sich die Puderpartikel selbst nach Stunden nicht in den Poren ab.

Dies ist vor allem bei der Verwendung von Lidschatten und Rouge ein entscheidender Vorteil. Sowohl mineralischer Lidschatten als auch Rouge sorgen für strahlende Farben und diesen speziellen Glow, der gerade Hochsaison hat. Mineral-Eyeshadows kann man in ihrer Intensität und Leuchtkraft verstärken, indem man sie feucht aufträgt. Nur beim Rouge, das sehr stark konzentriert ist, ist etwas Vorsicht geboten.

BUCH TIPP So trägt man Mineral Make-up richtig auf

Bei der Verwendung von Mineral Make-up sollte die zuvor verwendete Hautpflege richtig gut eingezogen sein. Sonst können unschöne Flecken entstehen. Da Minerals sehr konzentriert sind, ist Sparsamkeit gefragt. „Bei losem Puder nimmt man mit einem fest gebundenen Kabuki-Pinsel etwas davon auf und klopft den Überschuss auf dem Handrücken ab“, so Make-up-Profi Madelaine Sommerlat. „Mit streichenden Bewegungen trägt man es von innen nach außen und von oben nach unten auf. So können die Pigmente gut mit der Haut verschmelzen.“

Weitere Schönheitsgeheimnisse aus dem alten Ägypten

Kleopatra ist bis heute für ihre Schönheit und ihre Pflegerituale bekannt. Und wir können auch nach 2.000 Jahren Jahre noch viel von ihr lernen!

Milch: Schon Kleopatra badete regelmäßig in frischer Eselsmilch, um ihre Haut geschmeidig  zu halten. Selbiges funktioniert übrigens mit Kuhmilch: Einfach zwei Liter Vollmilch ins Badewasser geben und mit zarter Haut verwöhnt werden.

Honig: Honig versorgt die Haut mit Feuchtigkeit und Vitaminen und wurde bereits im alten Ägypten lauwarm auf Gesicht und Lippen aufgetragen. Nach einer Viertelstunde abwaschen und die Haut wird strahlen.

Aloe Vera: Die alten Ägypter wussten um die heilende Wirkung der Aloe-Vera-Pflanze. Leichtere Verbrennungen und Sonnenschäden behandelten sie mit der schmerz- und juckreizlindernden Pflanze und auch für die Hautpflege wurde die verjüngende Wirkung der Aloe Vera geschätzt.

Kokosöl: Um ihre Haare zu pflegen und in Form zu bringen, benutzten Ägypterinnen Kokosbutter. Die Haare werden mit Feuchtigkeit versorgt und bekommen einen gesunden Glanz. Dazu eine haselnussgroße Menge im handtuchtrockenen Haar verteilen und auch die Kopfhaut damit einmassieren. Nach 45 Minuten unter dem Handtuch gründlich ausspülen.

Totes-Meer-Salz: Das Salz aus dem Toten Meer ist dafür bekannt, dass es durch seine enthaltenen Mineralien die Haut geschmeidig hält und auch bei Hautkrankheiten helfen kann. Das wusste auch schon Kleopatra, die extra aus Ägypten anreiste, um im heilenden Wasser zu baden.

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