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Ich und noch wer

Gemeinsam Ziele erreichen – so geht’s.

Home » Leben » Ich und noch wer - 12.2016

Zu zweit geht alles leichter. Ziele erreichen zum Beispiel. Mit einem Partner, der einen begleitet und unterstützt, schafft man doppelt so viel wie im Alleingang. Durchhalten. Dranbleiben. Und sich auf das freuen, was auf einen zukommt. Das ist Teamwork.

Manchmal frage ich mich, wie das wohl durch die Augen meines Mannes aussieht, wenn ich alle paar Monate mit einer neuen Idee auftauche. Ich brauche eine eigene Werkstatt. Ich möchte durch Norwegen trampen. Ich möchte einen Hund an meiner Seite. Ich lerne fotografieren. Ich mache jetzt Set-Styling. Wenn ich an seine Reaktionen denke, fällt mir keine ein, die mich von meinen Wünschen, Träumen und Zielen abgehalten hätte. Im Gegenteil. Für ihn war anscheinend klar, dass diese vielen unterschiedlichen Seiten an mir mein Lebenskonzept sind und zu mir gehören. Das bin ich. Deshalb hat er mich in meinen Wünschen immer ernst genommen. Mehr noch: Er hat mich unterstützt. Wenn ich eine Zeit lang jedes Wochenende segeln war – meine Freundin und ich wollten bei Regatten die Nase vorne haben –, hat er mich bei meiner Rückkehr von den Gewässern dieser Welt mit einer warmen Mahlzeit empfangen. Als ich die Werkstatt gefunden hatte, die ich brauchte, um Möbel zu restaurieren, und die zu einem wichtigen Ort für mich wurde, hat er mir eine Arbeitsschürze, Arbeitsbrillen und das beste Werkzeug, das man sich nur wünschen kann, überreicht. Als ich die kleine Hündin entdeckte, die uns nun seit fast drei Jahren begleitet, war er derjenige, der wusste, was zu tun ist: eine gute Hundetrainerin finden. Einmal hat er zu mir gesagt, er möchte gerne der Wind unter meinen Flügeln sein. Und das ist er auch geworden. Wahrscheinlich, weil er mich manchmal besser kennt als ich mich selbst.

Zielsetzung

Es tut gut, seine ganz persönlichen Ziele und Wünsche in die Realität umzusetzen. Nur davon zu träumen wäre zu wenig. Dann bleibt ein Teil der eigenen Persönlichkeit auf der Strecke. Aber nicht immer gelingt es, ausreichend Kraft und Energie zusammenzukratzen, um es auch zu tun. Schreckgespenster tauchen nur allzu gerne auf und stellen sich in den Weg. Sie sagen einem dann, man solle doch lieber die Finger davon lassen, vernünftig sein. Versagensängste machen sich breit. Und mit ihnen der Verdacht, zu viel vom Leben zu wollen. Blödsinn. Der erste wichtige Schritt ist deshalb, sich selber ernst zu nehmen. Und sich den Wunsch, den man da hegt, zu gönnen. Ich habe lange gebraucht, bis ich mir die Werkstatt zugestanden und mir erlaubt habe, dort Zeit zu verbringen und Geld zu investieren.

Also: Ja zu sich und seinen Träumen sagen. Dann braucht es einen Menschen, den man an seiner Seite hat, der einen ebenfalls ernst nimmt. Und der da ist, wenn man aufgeben möchte. Und der einen dann wieder daran erinnert, warum man dieses Ziel verfolgt und warum es sich lohnt, weiterzumachen. Zu zweit Ziele zu erreichen ist viel leichter und macht auch noch mehr Spaß, als sich alleine durchzuschlagen.

Wünschelrute. leben-psyche-2-ab_2016-10Dazu muss man wissen, was man will. Und dazu muss man sein Ziel so lange unter die Lupe nehmen, bis es klar ist. Ein Punkt, bei dem der Partner, die Freundin, ein Freund mit anpacken können. Denn hier sind Fragen gefragt. Tipp: Nie eine Warum-Frage stellen, die zerstört den Enthusiasmus. Immer mit Was, Wie oder Wer beginnen. Das sind Fragen, die es ermöglichen, sein Ziel zu definieren, es klar und handlich vor sich zu haben, in ein paar Zwischenziele zerlegt. Damit man sich dem Neuland Schritt für Schritt nähern kann. Die ersten Trainingsstunden mit der Hundetrainerin machten uns schnell klar: Wir waren es, die lernen mussten, nicht unser Hund. Eine gute Methode, um dem anderen den Weg zu seinen Zielen zu erleichtern, ist, die Antworten auf die Fragen zusammenzufassen und sie ihm noch einmal zu präsentieren. Dann kann er oder sie Ja oder Nein dazu sagen. „Ja, so habe ich das gemeint. Nein, da hast du mich falsch verstanden.“ Spiegeln nennt sich das beim Coaching, und es führt dazu, die Spreu vom Weizen zu trennen und zu erkennen, worum es einem wirklich geht.

Widerstände.

Oft haben wir eine Idee, ein Ziel, einen Wunsch. Und dann fallen uns dazu gleich all die Gründe ein, warum genau das nicht gelingen wird. Ja, gar nicht gelingen kann. Ein guter Weg, darüber hinwegzukommen, ist, all die Widerstände aufzuschreiben. Wie einen Brief an sich selber. Und dann jene Bereiche zu unterstreichen, die mit Emotionen wie Angst, Zweifel, Unsicherheit oder auch Freude und Enthusiasmus verbunden sind. Auch hier braucht es wieder einen Zweiten, der da ist und gut zuhören kann. Der einem Zweifel zugesteht, weil sie ein Teil des Prozesses sind, wenn man sich verändert. Und der einen daran erinnert, nicht darin stecken zu bleiben, sondern weiterzugehen, den nächsten Schritt zu machen, das nächste Zwischenziel anzupeilen.

Lügendetektor. Sich selbst etwas vorzumachen ist ganz einfach. Aber es ist meist nur ein Ausweichmanöver, das man dann startet, wenn es um Selbstverwirklichung geht. Da haben plötzlich alle anderen mit ihren Wünschen und Zielen Vorrang. Und: Da muss man sich dann nicht mit den eigenen Bedürfnissen auseinandersetzen, die vielleicht das gewohnte Leben in Aufruhr bringen. Mit dem Sparringpartner kann man dann offen und ehrlich darüber reden, was sich durch Erreichen der Ziele verändern kann und soll. Er hilft dabei, ehrlich zu sich selbst zu sein und sich vor Selbstlügen zu schützen.

Sparring-Partner

Der Fachbegriff heißt Co-Coaching. Das ist ein wirksames Instrument, seine Ziele mit mehr Leichtigkeit zu erreichen. Denn man ist zu zweit. Coacht sich gegenseitig. Achtet darauf, dass der andere seine Ziele im Blick behält, fordert Meilensteine ein, hört zu, wenn erste Schritte nicht gelingen. Kommt mit Ideen, wie der andere sein Ziel erreichen kann, wenn der gewählte Weg nicht auf Anhieb funktioniert. Fordert auf, Geduld zu haben, und hilft dabei, mit Rückschlägen zurechtzukommen. Immer wieder motivieren, dranbleiben, nachhaken – das kann ein Zweiter gut, denn er bewahrt den Blick von außen, ist nicht verstrickt in die eigenen Wünsche, Ängste und Zweifel. So kann er oder sie der Wind unter den Flügeln des anderen sein. Wenn ich damals schon gewusst hätte, dass unsere Hündin mir zeigen wird, wie ich eigentlich leben will – viel Natur, wenig Stadt –, hätte ich mich schon früher für sie entschieden.

Weiterlesen: Smarte Ziele setzen

S.M.A.R.T.

Ziele sollen s.m.a.r.t. sein. Und das geht so:

1. Das Ziel soll spezifisch sein. Also so präzise und klar formulieren wie nur möglich. Hier ist es gut, seinen Sparringpartner zu haben, denn von außen kann man ein Ziel immer klarer sehen, als wenn man mittendrin steckt. Man kann zum Beispiel sagen: „Ich möchte acht Kilo abnehmen und in Hosengröße 36 passen.“ Und nicht einfach nur: „Ich möchte wieder in meine alten Hosen passen“.
2. Das Ziel soll messbar sein. Das heißt, das Ziel muss sich in Zahlen und Fakten ausdrücken lassen. Also: acht Kilo, Hosengröße 36.
3. Das Ziel muss von einem selber akzeptiert sein. Das heißt, man muss es selber wirklich wollen. Ja dazu sagen. Wenn man zum Beispiel nur abnimmt, weil alle Freundinnen schlank sind, dann ist das noch lange kein Grund. Und: Man wird es auch nicht durchhalten.
4. Das Ziel muss realistisch sein. Das bedeutet, es muss auch wirklich erreichbar sein.
5. Das Ziel muss terminiert, also mit einem Datum verknüpft sein. Ein Datum, das auch realistisch ist.

Karten zum DANKE sagen

Sagen Sie Danke

Wir haben vier schöne Karten zum Downloaden vorbereitet, mit denen man dem „Partner in Crime“ ab und zu mal „Danke“ sagen kann.

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