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Sprechstunde: Gesundheitsvorsorge für die Augen

4 Fragen. Und 4 Antworten von Augenarzt Dr. Michael Simon.

Home » Leben » Sprechstunde:Gesundheitsvorsorge für die Augen - 04.2016

Dr. Michael Simon beantwortet wichtige Fragen rund um die Gesundheitsvorsorge für die Augen.

Was kann ich aktiv für ein gutes Sehvermögen tun?

Wie für den gesamten Organismus sind Bewegung, frische Luft, viel Tageslicht und eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung für die Leistungsfähigkeit unserer Augen wichtig. Zusätzlich sollte man darauf achten, während des Tages auch genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Unausgewogene Ernährung, Rauchen und zu wenig Bewegung fördern Durchblutungsstörungen, die mitunter als Hauptursache von Augenkrankheiten gelten. Auch zu starke direkte Sonneneinstrahlung kann den Augen schaden. Daher schützt man sie am besten durch eine gute Sonnenbrille mit einem ausreichenden UV-Filter.

Schützend. Die Augen brauchen den Schutz der Sonnenbrille vor dem UV-Licht.

Was steckt hinter dem „Büro-Augen-Syndrom“?

Mehr als die Hälfte all jener, die täglich mehrere Stunden vor dem PC verbringen, klagen über trockene Augen. Wer stundenlang auf den Monitor schaut, reduziert automatisch seinen Lidschlag, der Tränenfilm wird nicht ausreichend erneuert. In Büros ist zudem die Luft sehr häufig zu trocken. Das führt zu überanstrengten und trockenen Augen, dem sogenannten Büro-Augen-Syndrom. Es kann in der Folge auch zu Kopf- und Nackenschmerzen kommen, die Konzentration lässt nach. Daher sollte man den Augen regelmäßig Pausen gönnen, ausreichend trinken und bei Bedarf künstliche Tränenflüssigkeit nach Absprache mit dem Augenarzt eintropfen.

Eine regelmäßige Überprüfung der Sehfähigkeit ist ebenso wichtig: Zu schwache oder nicht richtig angepasste Brillengläser begünstigen trockene Augen.

Wie kann ich dem „Grünen Star“ vorbeugen?

Das Glaukom oder „Grüner Star“ ist eine Erkrankung des Sehnervs und gilt als häufigste Ursache für Erblindung. Anders als der „Graue Star“, die Trübung der Augenlinse, bleibt der „Grüne Star“ oft lange Zeit unbemerkt, da die Sehschärfe nicht beeinträchtigt ist. So kann es vorkommen, dass die Erkrankung erst bei irreversiblen Schäden erkannt wird. Daher sollte man ab dem 40. Lebensjahr einmal jährlich eine Glaukomkontrolle einplanen. Bei der schmerzfreien Untersuchung wird eine Messung des Augeninnendrucks durchgeführt, die Sehschärfe bestimmt, und es werden Sehnervenkopf sowie Netzhaut kontrolliert.

Kann ich gerötete Augen selbst behandeln oder muss ich zum Augenarzt?

Das Symptom tritt bei zahlreichen Erkrankungen der Augen auf, kann ein Zeichen einer leicht zu behebenden Irritation der Bindehaut sein, aber auch ein Hinweis auf eine ernsthafte Augenerkrankung, die unbehandelt zu schwerwiegenden Folgen für das Auge und die Sehkraft führen kann. Typische Anzeichen einer Bindehautentzündung sind ein rotes Auge und gelblich-weißlicher Augenausfluss. Meistens sind Bakterien und Viren die Verursacher, seltener Pilze oder Reize aus der Umwelt wie Pollen, Zugluft, Staub, Chlor im Wasser und UV-Licht. Die Entzündung ist meist auch von Brennen, Reiben, Jucken oder Fremdkörpergefühl begleitet – es kommt zur Absonderung von gelblichem Sekret  und starkem Tränenfluss, die Lider sind verklebt und können geschwollen sein. Von Selbstmedikation mit Kamillentee, gefäßverengenden Augentropfen oder Antibiotikasalben ist dringend abzuraten. Das kann sprichwörtlich ins Auge gehen. Befeuchtende Augentropfen können helfen. Augentropfen von Angehörigen oder angebrochene Packungen sollten dafür aber nicht verwendet werden. Bessern sich die Symptome nach zwei bis maximal drei Tagen nicht, ist ein Besuch beim Augenarzt dringend anzuraten.

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Antworten von

Dr. Michael Simon
Facharzt für Augenheilkunde und Optometrie, Augenzentrum Güssing, Focus-Augenlaserzentrum Graz

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