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Haarpflege-Tipps für Männer

So geht’s.

Home » Schönheit » Haarpflege-Tipps für Männer - 05.2018

Haarausfall, Schuppen, Trockenheit – manche Männer führen mit ihrem Haar eine Problembeziehung. Doch mit diesen Tipps kann ihnen geholfen werden.

Haarausfall

Von schütterem Haar ab dem 20. Lebensjahr bis hin zur Glatze: Haarlosigkeit ist ein überwiegend männliches Leiden. Probleme mit der Schilddrüse, Medikamenteneinnahme, ungesunde Lebensweise oder ein Zuviel an Stress können den frühzeitigen Haarverlust fördern.

Die traurige Wahrheit lautet jedoch: In 80 Prozent der Fälle handelt es sich um genetisch bedingten Haarausfall, dem man,wenn überhaupt, nur medizinisch abhelfen kann. Die Trichologie, eine Untersektion der Dermatologie, die sich mit Kopfhaut, Haarwurzeln und Haaren beschäftigt, kann mittlerweile einiges gegen den Verlust des Haupthaares unternehmen.

„Wichtig ist dabei, rechtzeitig mit einer Therapie zu beginnen“, sagt der Wiener Dermatologe Nicolaus Sandor. „Sobald das Haar weg ist, bleibt es weg. Und man sollte sich im Vorhinein über die nicht zu unterschätzenden Nebenwirkungen Gedanken machen.“ Schuld ist das Hormon Testosteron. Der daraus ­gebildete Botenstoff DHT verursacht eine Entzündung an den Haarwurzeln. In weiterer Folge kann das Haar nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden und fällt aus.

Bei schwindendem Haar greifen viele Männer zu Tinkturen, Vitaminpillen, Wässerchen oder Kräutermischungen. Mehr Nachwuchs stellt sich meist nicht ein. „Das Haar fühlt sich aber dicker und fester an“, sagt Dr. Sandor. ­Immerhin gibt es gute Erfahrungen mit koffein­haltigen Substanzen, die die Blutzirkulation der Kopfhaut anregen. Noch besser sollen Kuren mit dem Wirkstoff Aminexil wirken, dieser verlängert die Lebensdauer der Haare. Positiv auf das Haarwachstum auswirken sollen sich auch Vitamin H (Biotin) und A, Silizium, Folsäure und Eisen.

Produkttipps:

Belebung. Das ScalpSync Pro-Aminexil Anti-Haarausfall-Tonic von Matrix Biolage kann die Lebensdauer der Haarwurzel ver­längern.

Anregung. Stimuliert die Haarwurzel und beugt erblich bedingtem Haarausfall vor: Das Hybrid Coffein Shampoo von Alpecin.

Schuppen

Hier ist entscheidend zu wissen, ob es sich um trockene oder fettige Schuppen handelt. Die weißen Schauer auf den Schultern sind das Resultat von zu trockener Kopfhaut, die durch falsche und zu aggressive Pflege oder starke Hitzeeinwirkung entstanden ist. In diesem Fall heißt es, auf besonders milde, feuchtigkeitsbildende Reinigungsprodukte zurückzugreifen, die weder Parabene, Silikone noch Alkohol enthalten. Wer noch auf heißes Wasser und Föhnluft verzichtet und den Stress unter Kontrolle halten kann, hat auch bald wieder saubere Schultern.

Fettige Schuppen wird man nicht ganz so leicht los. Sie sind gelblich, ölig und rieseln nicht, sondern kleben in den Haaren. Sie entstehen durch eine gesteigerte Talgproduktion. Dieser Talg bildet die Nahrung für den Kleiepilz Malassezia furfur, der in weiterer Folge für die Schuppen verantwortlich ist. Mit Anti-Schuppen-Shampoos, die zwei- bis dreimal pro Woche über einen Zeitraum von maximal zwei Monaten angewendet werden, lässt sich auch dieses Problem in den Griff kriegen.

Haare richtig waschen

Schritt 1. Vor dem Waschen die Haare gut durchbürsten. So können gröbere Stylingreste beseitigt werden.
Schritt 2. Nur eine kleine Menge Shampoo verwenden. Diese erst in den Händen aufschäumen, dann sanft einmassieren, um die Talg­produktion nicht unnötig anzuregen.
Schritt 3. Reinigungsprodukte immer gründlich mit lauwarmem Wasser ausspülen. Mit einer kurzen Kaltwasserspülung beenden. Das schließt die Schuppenschicht und lässt die Haare glänzen.
Schritt 4. Haaren nicht trocken rubbeln, sondern sanft trocken tupfen.

Produkttipps:

Schonung. Mild, schonend und wirksam gegen Schuppen: das Anti­schuppen Shampoo von sebamed.

Reinigung. Das Anti-Schuppen Shampoo von Ghul mit dem linderndem Extrakt der blauen Malve befreit, beruhigt und schützt die Kopfhaut.

 

Brauchen Sie Hilfe bei der Suche nach den richtigen Pflegeprodukten? Das dm friseurstudio berät Sie gerne. Oder sie lassen sich gleich vor Ort auf von einer Expertin stylen. Jetzt gleich online Termin ausmachen!

Trockene Haare

Hier scheinen die Talgdrüsen auf der faulen Haut zu liegen und zu wenig Fett zu produzieren. Auch hier sind die üblichen Verdächtigen schuld, von der genetischen Veranlagung bis hin zu äußeren Einflüssen. Vor allem die tägliche Pflegeroutine sollte man bei trockenen Haaren jedoch genauer unter die Lupe nehmen. Wichtig sind Pflege und Schutz. Und die Haare so selten wie möglich zu waschen. Denn jeder Waschgang entfettet sie zusätzlich.

Spezielle Shampoos und Intensivkuren, die Proteine, Feuchtigkeits- und Fettsubstanzen enthalten, legen sich wie ein feiner Schutzfilm um jedes einzelne Haar und glätten damit die Schuppenschicht. Die Feuchtigkeit wird dadurch im Haar gehalten.

Pflegetipps bei trockenen Haaren

Tipp 1: Feuchtigkeitsspendende, ­rückfettende und pH-neutrale ­Shampoos anwenden.
Tipp 2: So wenige Produkte wie ­möglich verwenden.
Tipp 3: Möglichst selten Haare waschen.
Tipp 4: Aufs Föhnen verzichten.
Tipp 5: Haare nur mit lauwarmem, niemals heißem Wasser waschen.
Tipp 6: Produkte mit den Inhaltsstoffen Lecithin, Lanolin und Panthenol aus­probieren.
Tipp 7: Haare vor Sonneneinstrahlung und Kälte schützen.

Produkttipps:

Naturkraft. Natürlicher Birkensaft spendet trockenem Haar Feuchtigkeit und beruhigt die Kopfhaut: Birkin Haar­wasser mit Fett von Garnier.

Wasserkraft. Das Hydrate Shampoo von Wella Professionals SP spendet dem Haar intensiv Feuchtigkeit.

Kraftlose Haare

Die Basis für gesunde, kräftige Haare ist eine ausgeglichene, entspannte Kopfhaut. Sie ist siebenmal dünner als die ­übrige Körperhaut und dadurch auch ­wesentlich empfindlicher. Durch äußere und innere Einflüsse kann es schnell zu Reizungen oder gar Entzündungen kommen, die auch die Haarwurzeln angreifen und in weiterer Folge die Haare dünner werden lassen. Auch hier gilt: Wenig Hitze, milde Produkte und eine gelegentliche Massage helfen.  Für Männer mit dünnem, kraftlosem Haar sind Volumen-Shampoos eine gute Wahl. Sie enthalten strukturverbessernde Zusätze, die Volumen geben. Polymere umhüllen jedes einzelne Haar und ver­dicken es damit optisch. Auch Ceramide und Vitamin B 5 (Panthenol) haben sich als wirksam erwiesen. Diese Haarbau­steine setzen sich in bestehende Lücken des Haarschaftes, wodurch die Haare an Volumen gewinnen.

Produkttipps:

Kraftprotz. Wertvolle Meeresminera­lien im Fresh Shampoo von Balea MEN kräftigen die Haare und ver­leihen ihm Fülle.

Energiekick. Das Schweizer Kräuter Pflege-Shampoo von Rausch stärkt mithilfe von Edelweiss das Haar und gibt Fülle und Glanz.

Fettige Haare

Hier neigen die Talgdrüsen der Kopfhaut zu Hyperaktivität. Ausgelöst durch hormonelle Veränderungen (etwa in der Pubertät) oder ungünstige Lebensführung läuft die Talgproduktion auf Hochtouren. Was man jetzt vermeiden sollte, ist exzessives Haarewaschen. Denn je öfter man wäscht, desto stärker trocknet die Kopfhaut aus. Als Reaktion wird die Talgproduktion gleich noch einmal gesteigert. Diesen Teufelskreis zu durchbrechen ist gar nicht so leicht. Anti-Fett-Shampoos, die milde Tenside, aber keine rückfettenden Substanzen enthalten und dafür reich an fettbindenden Stoffen sind, ­können hier rasch und  effektiv helfen. Renate Harrer, Qualitätstrainerin bei dm, empfiehlt außerdem „pH-neutrale und basische Shampoos  sowie Kräutershampoos mit natürlicher Anti-Fett-Funktion“.

Produkttipps:

Kühlung. Das Clean & Cool Shampoo von syoss MEN reinigt, pflegt und sorgt mithilfe von Menthol für einen Frischekick.

Gleichklang. Die Kombination aus Bio-Brennnessel und Bio-Melissenblätter-Extrakt des Anti-Fett-Shampoo von alverde reinigt gründlich und verzögert das Nachfetten.

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