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Haustier – ja oder nein?

Eine Grundsatzentscheidung.

Home » Family » Familienratgeber » Haustier – ja oder nein? - 10.2018

Es ist eine Grundsatzfrage, vor der alle Eltern irgendwann stehen: Haustier, ja oder nein? Die richtige Entscheidung ist von vielen Faktoren abhängig.

„Der ist so süß!“ Lena krault Nachbars Hund hingebungsvoll den Kopf. „Bitte, ich will auch einen!“ Eh lieb, denkt sich die Mama, während sie sich gleichzeitig schon im Regen Gassi gehen sieht, weil dann ja doch niemand raus in die Kälte möchte. Papa hingegen denkt an zerbissene Schlapfen, obwohl: So ein Wachhund im Haus, das wäre auch nicht schlecht. Und beim Joggen könnte er auch mitkommen, das erhöht sicher die Motivation.

Kein Spielzeug

Die Entscheidung für ein Haustier sollte nie leichtfertig getroffen werden, schließlich ist sie nicht nur mit Freuden, sondern auch mit den entsprechenden Pflichten verbunden. Schafft man sich einen tierischen Mitbewohner an, muss jedes einzelne Familienmitglied mit an Bord sein. Deshalb ist es am wichtigsten, das Tier zu finden, das zu allen passt. Arbeiten die Eltern im Büro, während die Kinder in der Ganztagsschule sind, ist ein Hund, der Auslauf liebt, wohl kaum das Richtige. Ist man oft und lange auf Reisen, spricht einiges gegen eine Katze. Ein Hase in der Wohnung macht auch nicht alle glücklich und mit Fischen können wiederum sehr kleine Kinder so gar nichts anfangen.

Aufgabenteilung

Bevor man sich auf die Suche macht, müssen die eigenen Bedürfnisse und Gegebenheiten gut überdacht werden. Hat man sich dann gemeinschaftlich dafür entschieden, sollten die Aufgaben gerecht und klar aufgeteilt werden. Wer füttert, mistet aus, fährt zum Tierarzt? Wer nimmt sich Zeit zum Spielen, für die Hundeschule, die Fellpflege? Leichte Tätigkeiten können die Jüngsten gut übernehmen, ausmisten oder Couch enthaaren sind Arbeiten für die älteren Geschwister. Entscheidet man sich für einen Vierbeiner aus dem Tierheim, sollte man sich ausführlich nach seiner Geschichte erkundigen – oft sind diese Tiere ängstlich oder schüchtern, womit Kinder nicht gut umgehen können.

Ein Freund fürs Leben

Nachwuchs, der mit Tieren aufwächst, bekommt dadurch aber deutlich mehr als nur Pflichten: Die Kinder haben nicht nur einen Kuschelpartner, sie üben auch, Verantwortung zu tragen. Das Tier hilft ihnen, soziale Kompetenz zu entwickeln, weil sie lernen, auf die Bedürfnisse anderer Lebewesen zu achten. Mit einem Hund verbringt man automatisch mehr Zeit im Freien und die Chance, an Allergien zu erkranken, soll laut Studien ebenfalls geringer sein.

Und das sind – trotz aller Pflichten und Kosten – viele gute Gründe, die spätestens dann überwiegen, wenn das Fellknäuel mit den großen Augen schon heimlich das Regiment daheim übernommen hat und aus dem Alltag gar nicht mehr wegzudenken ist.

Ein Herz für alle Tiere! Der Welttiertag steht ganz im Zeichen des Tierschutzes und der artgerechten Haltung.

Die drei besten Gründe, warum Haustiere für Kinder gut sind

Tiere sind nicht nur für uns Erwachsene Balsam für die Seele. Auch Kindern tut die bedingungslose Liebe von Hund, Katze & Co gut. Die Beziehung zu den Haustieren bleibt – im Gegensatz zu jener von Eltern und Geschwistern – immer konfliktfrei. Tiere sind verlässliche Partner im oft aufregenden Alltag zwischen Familie, Schule und Freunden. Egal ob sie für eine Kuschelrunde oder ein kleines Gespräch gebraucht werden, sie sind immer da.

Die beruhigende Wirkung von Tieren ist nicht erst seit zahlreichen Studien zu Hunden in Büros bewiesen. Die Körperwärme oder auch das Streicheln von Fell löst Ruhe und Wohlbehagen aus. Alleine die Anwesenheit von Tieren senkt den Blutdruck und vermindert die Produktion von Stresshormonen. Davon profitieren alle Kinder, besonders jene, mit einem sehr hohen Energiepegel. Übrigens: Eine schnurrende Katze ist wohl das beste Schlafmittel der Welt.

Hat die Katze Hunger? Möchte der Hund jetzt spielen oder doch lieber schlafen? Um ein Haustier richtig umsorgen zu können, muss das Kind seine Bedürfnisse erkennen und respektieren. Dazu braucht es Sensibilität und Einfühlungsvermögen. Diese sozialen Kompetenzen erlernen Kinder mit Haustieren eher, als jene ohne. Im alltäglichen Leben sind diese Kompetenzen die wohl wichtigsten im Zusammenleben.

Weitere Gründe dafür und dagegen

Vorteile

  • Kinder entwickeln früh Verantwortungsbewusstsein
  • Kuschel- und Spielpartner für lange Zeit
  • Allergierisiko sinkt

Nachteile

  • Kosten (Futter, Tierarzt)
  • Zeitaufwand (putzen, Gassi gehen)
  • gute Planung erforderlich (bei Reisen, Arbeit, Krankheit)
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