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Herzintelligenz: fühlen, was guttut

Das Herz verbindet den Verstand mit den Emotionen, aber wie?

Home » Leben » Gesundheit » Herzintelligenz:fühlen, was guttut - 10.2015

Teil 2: Unser Herz: ein intelligenter Lebensberater

Das Herz ist mehr als ein Muskel, der fünf Liter Blut pro Minute durch das Kreislaufsystem pumpt. Es ist auch der persönlichste Lebensberater. Und der beste.

Herzens-Bildung

Neurowissenschaftler haben entdeckt, dass es ein unabhängiges Nervensystem mit mindestens 40.000 Nervenzellen besitzt. Das Nervenzentrum sendet Botschaften ans Kopfhirn – speziell an die Bereiche, die für Emotionen zuständig sind. Die Forscher am kalifornischen Institute of HeartMath sind sich sicher: Diese Herzintelligenz verbindet den Verstand mit den Emotionen. Wer in der Lage ist, sie zu nutzen, kann besser mit seinen Gefühlen umgehen und lebt gesünder. „Das Herz ist ein exzellenter Lebensberater, der anzeigt, was uns guttut und was nicht“, erklärt Coach Catharine Reichel. „Man muss ihm nur Beachtung schenken.“ Wer sich und seinem Herzen vertraut, kann seinem Leben eine positive Wendung geben.

Herzintelligenz, bunte Herzen, Lichter

Pumperlgsund. Wer sich und seinem Herzen vertraut, kann seinem Leben eine positive Wendung geben.

Herz-Rasen

Wenn das Herz so schlau ist, stellt sich die Frage, warum man nicht öfter darauf hört. Lebensberaterin Reichel kennt die Antwort: „Zum einen liegt es daran, dass sich die meisten Menschen der Verbindung von Gefühlen und deren Auswirkung auf den Organismus nicht bewusst sind. Zum anderen tendieren viele dazu, negative Gefühle zu verdrängen. Dann spürt man zwar, wie das Herz rast, wenn man sich ungerecht behandelt fühlt. Aber man achtet nicht auf dessen Stimme, die sagt: Hier besteht dringend Handlungsbedarf.“

Eher hört man auf den Verstand, der sagt: Sei still, dann gibt es keinen Ärger. Den schluckt man dann einfach hinunter.

Er verschwindet also vorerst, glimmt aber wie ein nicht erloschenes Feuer weiter und nagt am Wohlbefinden. „Kann man mit Stresssituationen nicht gut umgehen, schlägt sich das nicht nur auf den Magen nieder, sondern schwächt auch das Immunsystem“, erklärt Reichel. „Viele Menschen, die zu mir in die Praxis kommen, erzählen auch von der Belastung und einem Druck in der Herzgegend.“

Herzintelligenz, Herz auf Tafel als Glühlampe

Schlagende Argumente. Das Herz kann nicht nur kräftig schlagen, sondern auch ein intelligenter Ratgeber sein.

 Herz-Töne

Manche Stressmomente kann man einfach nicht vermeiden. Was man aber schon tun kann: sorgsamer auf einen Notruf des Herzens reagieren. Einige Menschen ziehen sich für ein paar Tage ins Kloster zurück und sagen kein Wort, damit sie die Stimme ihres Herzens wieder hören. So weit muss man aber gar nicht gehen. Man kann auch zu Hause eine Verbindung zu seinem eigenen Herzen aufbauen und dafür sorgen, dass es einem künftig besser geht. „Sobald man seine innere Einstellung verändert hat, bilden sich neue Nervenbahnen, Schaltkreise und Muster im Gehirn. Auf diese Weise polt man sich auf positive Gefühle und damit auf einen gesunden Stresshormonspiegel um“, sagt Reichel.

Lesen Sie mehr zum Thema:

Teil 1: Warum man besser auf sein Herz hören sollte
Teil 2: Unser Herz: ein intelligenter Lebensberater
Teil 3: Herzübungen und weitere Herzensangelegenheiten
Teil 4: Wie man sein Herz am besten schützt
Teil 5: Herzatmung ­– Glückstraining fürs Herz

 

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