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Hilfe für Angehörige

Balsam für die Seele: HPE hilft Angehörigen psychisch Erkrankter

Home » Leben » Psyche » Hilfefür Angehörige - 10.2015

Teil 1: Befreiende Worte, HPE Österreich

Depressionen, Schizophrenie, Wahnvorstellungen. Psychische Erkrankungen werden immer noch tabuisiert. Das macht es gerade für die Angehörigen schwer, offen darüber zu reden. Ansprechpartner finden sie bei HPE Österreich.

Es dauert keine fünf Sekunden und ich – ein ausgewachsener Erwachsener – verwandle mich wieder in ein Kind, fühle mich hilflos und klein. Weil sie da vor mir steht – verweint, verwirrt. Ein Blick genügt und ich sehe, dass sich meine Mutter wieder mit Alkohol betäubt hat. Sie murmelt etwas von Magenschmerzen. Ich weiß, dass das nicht stimmt. Sondern dass sich ihre Depression gerade von ihrer schweren, dunklen Seite zeigt. Ich möchte ihr helfen – weiß aber nicht wie. Wie kann man einem Menschen helfen, der sich nicht helfen lassen will? Der in seinen Augen gesund, normal ist.

„Ich bin nicht krank, ihr seid krank.“

Eine Aussage, die Angehörige – Eltern, Partner, Kinder, Geschwister oder Freunde – von psychisch erkrankten Menschen immer wieder hören, erzählt Mag. Edwin Ladinser, Leiter des Dachverbandes HPE Österreich.

Schutz-Mantel

Mitanzusehen, wie schlecht es einem Menschen geht, der einem nahesteht, macht traurig, verzweifelt und wütend. Ich lasse den Tränen ihren Lauf, verstecke sie nicht hinter einem gekünstelten Lächeln. Und gestehe mir ein, dass ich mit der Situation überfordert bin. Auch wenn sie sich seit fast 30 Jahren immer wieder wiederholt. Schlimm daran ist das Schweigen, das sich zwischen mich und meine Mutter stellt. Weil ich nicht weiß, was von ihrer Krankheit, ihrem Verhalten ich ansprechen soll. Und wie. Mir fehlen die Worte. „Eine gemeinsame Sprachebene finden, die Einschränkungen definieren, dann wird es für den Patienten leichter, sich damit auseinanderzusetzen“, rät Ladinser.

Gedanken-Austausch

Eine Möglichkeit, sich aus der Hilflosigkeit zu befreien, ist reden. Von sich zu reden. Von der Ohnmacht, der Trauer, der Angst, den Sorgen. Am besten mit Menschen, die Ähnliches erlebt haben.

Mag. Edwin Ladinser, Leitung HPE Österreich

„Angehörige sprechen mit Angehörigen, vertrauen sich, fühlen sich verstanden.“

HPE wurde 1978 gegründet, um Angehörigen von psychisch erkrankten Menschen zur Seite zu stehen. Alleine in Wien führen PsychologInnen jährlich über 3.000 Beratungsgespräche. Angehörige treffen sich in Gruppen oder schreiben sich in der Onlineberatung ihre Sorgen von der Seele. „Sich immer wieder bewusst machen, dass man keine Schuld daran hat und keine Verantwortung dafür trägt. Auf sich schauen und bei Kräften bleiben. Sonst kann man dem anderen nicht helfen“, rät Ladinser. Die Kunst ist, sein Leben weiterzuleben und Freude daran zu haben. Dafür gibt es Hilfe, dafür setzt sich der Verein HPE ein.

Erst-Kontakt

HPE Österreich – Hilfe für Angehörige psychisch erkrankter Menschen in ganz Österreich.
Tele.: 01 / 526 42 02

HPE Burgenland

Eisenstadt:
Mag. Angelika Klug,
(Juristin, Dipl. Lebens- und Sozialberaterin, Angehörige)
Tele.: 0664 / 403 20 76

Oberwart:
Mag. Angelika Klug
(Juristin, Dipl. Lebens- und Sozialberaterin, Angehörige)
Tele.: 0664 / 403 20 76

Neusiedl/See:
Hermine Leiner
(Angehörige)
Tele.: 0664 / 525 85 90

HPE Niederösterreich

Nach telefonischer Vereinbarung im PSD
Brunngasse 23, St.Pölten.
Frau Karoline Pölzl
Tele.: 0676 / 838 448 881
Frau Helma Fuchs
Tele.: 0676 / 838 448 882

HPE Salzburg

Tele.: 0662 / 882 252 – 16
MO – DO: 10:00 – 15:00 Uhr

AHA! Salzburg: Angehörige helfen Angehörigen.
Lessingstraße 6, Salzburg.
aha-salzburg@hpe.at
www.aha-salzburg.at

HPE Tirol

Mag. Norbert Erlacher
(Obmann der HPE Tirol)
Tele.: 0699 / 172 380 60
hpe-tirol@hpe.at

HPE Wien

Brigittenauer Lände 50-54
Stiege 1/5. Stock
1200 Wien
Tele.: 01 / 526 42 02
MO, MI, DO: 10:00 – 15:00 Uhr
DI, FR: 10:00 – 12:00 Uhr

Neben Deutsch ist in der Beratungsstelle in Wien auch muttersprachliche Beratung in bosnisch, kroatisch, serbisch möglich (BKS).

HPE Kärnten

Villach:
Schlossgasse 6 (AVS Tiefgeschoß)
9500 Villach
DO: 16.00 – 18.00 Uhr
Tele.: 04242 / 543 12

Klagenfurt:
Mag.a Roswitha Spitzer
Hilfswerk Kärnten
Maistraße 47
Jeden 2. Mittwoch im Monat: 16.00-18.00 Uhr
Tele.: 0676 / 674 00 24

Spittal/Drau:
Mag.a Karin Telesklav
Jeden 1. Donnerstag im Monat: 16:00 -18:00 Uhr
Hilfswerk Kärnten
Lutherstraße 7
Tele.: 0664 / 502 56 53

Hermagor:
Mag.a Karin Telesklav
Jeden 2. Freitag im Monat: 16.00 – 18.00 Uhr
Hilfswerk Kärnten
Gösseringlände 7
Tele.: 0664 / 502 56 53

Gmünd:
Mag.a Karin Telesklav
Einzelberatung bei Bedarf, nach telefonischer Voranmeldung.
Seniorenwohnheim
Rieserstratte 45
Tele.: 0664 / 502 56 53

Steinfeld:
Mag.a Karin Telesklav
Einzelberatung bei Bedarf, nach telefonischer Voranmeldung.
Seniorenwohnheim
Tele.: 0664 / 502 565 3

HPE Oberösterreich

Linz:
Angehörige beraten Angehörige. Kostenlose Einzelberatung für Angehörige psychisch erkrankter Menschen.
Volksfeststraße 17, 4020 Linz
MO: 15:00 – 18:00 Uhr
DO: 17:00 – 19:00 Uhr
Tele.: 0732/78 41 62

HPE Steiermark

Graz:
Angehörige beraten Angehörige. Kostenlose Einzelberatung für Angehörige psychisch erkrankter Menschen.
Tummelplatz 9 (im Hof), 8010 Graz
DI: 15.00 – 17.00 Uhr
DO: 9.00 – 11.00 Uhr
Tele.: 0316 / 816 331

Beratungen durch  professionelle Beraterinnen der HPE:
Es besteht die Möglichkeit ein telefonisches Beratungsgespräch mit einer Beraterin in der Familienberatungstelle der HPE in Wien zu führen.
Tele.: 01 / 526 42 02

HPE Vorarlberg

Telefonische Beratung und Information
DI, Fr: 9:00 – 11:00 Uhr
Tele.: 0664 / 780 50 85

Lesen Sie mehr zum Thema:

Teil 1: Befreiende Worte, HPE Österreich
Teil 2: 4 Wege als Angehöriger Unterstützung zu finden

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