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Neue Wege gehen in Afrika

Über das Hilfsprojekt "Africa Amini Alama".

Home » Leben » Neue Wege gehen in Afrika - 02.2018

Zwei Österreicherinnen leiten das Hilfsprojekt „Africa Amini Alama“ in Tansania. Es kommt vor allem auch Frauen zugute.

Dass man mit viel Mut und Glaube an sich selbst viel erreichen kann, machen die in Wien gebürtige Ärztin und Juristin Christine Wallner und ihre Tochter Cornelia Wallner-Frisee seit vielen Jahren vor: Sie leiten den Verein „Africa Amini Alama“ im Norden von Tansania. Die Einrichtungen der Hilfsorganisation geben Kindern, Frauen und Männern der ostafrikanischen Ethnie der Massai die Chance auf Gesundheit, Bildung und ein unabhängiges Einkommen durch Arbeit.

Werkzeug zur Selbsthilfe

„Africa Amini Alama“ bedeutet übersetzt „Vertrauen in Afrika“. Was mit der ehrenamtlichen Errichtung einer Krankenstation begann, umfasst heute unter anderem auch Schulen, ein Waisenhaus und mehrere Wasserprojekte. In der Krankenstation befinden sich eine Mutter-Kind-Einheit sowie gynäkologische Ambulanzen.

Ihre Hilfe verstehen die beiden Österreicherinnen als Werkzeug für Menschen, das eigene Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen, zum Beispiel durch eine Schul- und Berufsausbildung. Ein Schritt, den viele mit eigenen Mitteln nicht schaffen würden. Etwa deshalb, weil sie ohne Eltern aufwachsen müssen oder sich nicht auf ein stabiles Gesundheits- oder Bildungssystem verlassen können.

Frauenrechte stärken

Heute werden in der Krankenstation jedes Jahr mehr als 20.000 Patienten behandelt. In den sozialen Einrichtungen werden täglich über 750 Kinder betreut. Mehr als 100 Einheimische verdienen ihren Lebensunterhalt durch ihre Mitarbeit in der Organisation. Dank der Wasserprojekte haben viele lokale Bürger wieder Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Vom Hilfsangebot profitieren vor allem auch Frauen. Wie in vielen anderen afrikanischen Ländern auch haben sie in Tansania viele Pflichten, aber kaum Rechte. Vor allem die ländliche Gesellschaft ist von Männern dominiert, arrangierte Ehen sind nach wie vor üblich und Väter können ihren Töchtern trotz Schulpflicht den Schulbesuch verbieten.

BUCH TIPP Urlaub machen & Gutes tun

Seit einiger Zeit haben Reisende die Möglichkeit, das Projekt „Africa Amini Alama“ persönlich vor Ort in Tansania zu besuchen. Sie können in der Africa Amini Maasai Lodge übernachten und mit ihrem Aufenthalt das Hilfsprojekt unterstützen. Die Lodge ist ein gemeinsames, sozial und ökologisch nachhaltiges Projekt von „Africa Amini Alama“ und der lokalen Massai-Bevölkerung der Ngabobo-Siedlung am Fuße des Kilimandscharo.

Neue Perspektiven

Trotzdem berichtet Christine Wallner über viele positive, hoffnungsvolle Erfahrungen vor Ort: „Wir treffen immer wieder starke Frauen, die unter schwierigen Bedingungen und mit einfachsten Mitteln ihr Leben meistern und viel Selbstbewusstsein und Stärke ausstrahlen.“ Mit spezifischen Bildungs-, Sozial- und Gesundheitsprojekten soll die Emanzipation vorangetrieben, durch Ausbildungsprogramme die Selbstständigkeit lokaler Frauen gefördert werden. Darüber hinaus erhalten alleinstehende Frauen und Alleinerzieherinnen durch Mikrokredite neue Perspektiven.

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