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Insel der Sonne

Die Sonneninsel Seekirchen unterstützt an Krebs erkrankte Kinder und Angehörige.

Home » Leben » Ratgeber » Inselder Sonne - 02.2016

Sich gemeinsam zurückziehen. Durchschnaufen. Die Erfahrungen verarbeiten. Wieder lachen. Und neue Kraft schöpfen. Das können an Krebs erkrankte Kinder und ihre Liebsten in der Sonneninsel Seekirchen.

Wenn Ängste und Sorgen das Leben jahrelang begleiten, bleibt vieles auf der Strecke. Diese schmerzhafte Erfahrung machen auch Familien, in denen ein Kind an Krebs erkrankt ist. Es waren deshalb auch betroffene Eltern, auf deren Initiative hin die Salzburger Kinderkrebshilfe vor zweieinhalb Jahren das Projekt „Sonneninsel“ in der Gemeinde Seekirchen ins Leben rief. Das psychosoziale Nachsorgezentrum für an Krebs erkrankte Kinder und Jugendliche ist seit 2013 in einem barrierefreien Holzbau in einem Naturschutzgebiet am Wallersee beheimatet.

Mädchen hält die Hand einer Frau und lächelt

Hand in Hand. In der Sonninsel Seekirchen redet und lacht man miteinander.

Es ist ein Ort des Rückzugs, der Entspannung, des Verschnaufens. Aber auch des Redens, Lachens und des Miteinanders. Kinder erholen sich nach medizinischen Behandlungen gemeinsam mit ihren Liebsten, verarbeiten ihre Erfahrungen und werden auf ihr neues Leben vorbereitet. „Wir begleiten die Menschen nach einer Ausnahmesituation in einen selbstbestimmten und lebensfrohen Alltag“, erklärt Geschäftsführer Thomas Janik.

Seelenheil

An Krebs erkrankte Kinder und Jugendliche verbringen oft über mehrere Jahre hinweg viel Zeit im Krankenhaus. Die Eltern müssen einer immensen Mehrfachbelastung standhalten. Geschwister wachsen teilweise bei den Großeltern auf. „Das macht sehr viel mit den Leuten“, sagt Janik.

Nach der medizinischen Heilung sind es die seelischen Wunden, die offen bleiben.

Und zwar nicht nur bei den Betroffenen, sondern auch bei deren Angehörigen. Dass man nahestehenden Personen ebenfalls Unterstützung bietet, diese Herangehensweise ist einzigartig. „Uns geht es nicht um die Erkrankung, sondern um die Menschen“, meint Janik. Mittlerweile ist die Sonneninsel auch Begegnungsort für Betroffene anderer Erkrankungen geworden, es werden etwa Sprach- und Aktivcamps für Kinder mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalte organisiert.

Mann und Frau tragen kleines Mädchen und kleinen Jungen Huckepack

Gemeinsam statt einsam. Die Sonneninsel Seekirchen bietet nicht nur den Betroffenen, sondern auch deren Angehörigen Hilfe an.

Bedürfnisorientierung

Zehn Tage dauern die Nachsorgecamps, in denen an Krebs erkrankte Kinder und Jugendliche aus Österreich, Südtirol und Südbayern intensiv betreut werden. In denen sie sich in der Natur bewegen. In denen sie soziale Kompetenz und Körperwahrnehmung lernen. Denn viele Kinder haben in ihren jungen Jahren noch gar nicht erfahren können, was Freundschaft und soziales Handeln eigentlich bedeuten. Auch Familien haben die Möglichkeit, sich gemeinsam zu erholen. Wie, das entscheiden sie selbst.

Thomas Janik

„Der Mensch steht bei uns im Zentrum. Jeder, der zu uns kommt, erhält eine individuelle Betreuung.“

Manche Familien möchten lieber unter sich sein. Andere haben großen Redebedarf. Einige schöpfen Kraft aus gemeinsamen Erlebnissen in der Natur. Janik erklärt: „Wir geben den Takt vor, die Melodie kann man frei bestimmen.“

BUCH TIPP Mehr vom Leben

dm drogerie markt stellt seinen Mitarbeitern Jahr für Jahr einen zusätzlichen Urlaubstag zur Verfügung, um sich für einen guten Zweck einzusetzen. Im Rahmen dieses „mehr vom leben“-Tages engagieren sich auch immer wieder dm Mitarbeiter in der Sonneninsel Seekirchen.

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