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Gesund durch den Winter

Vorsorge, die schmeckt. Natürliche Keim-Killer und Muntermacher.

Home » Leben » Gesundheit » Gesund durchden Winter - 12.2015

Teil 1: So stärkt man das Immunsystem und verbessert die Laune.

Die dunkle Jahreszeit hockt sich auf die Stimmung und drückt sie nieder. Das Gegenmittel ist essbar. Sofern es das Richtige ist. Schutzengel aus der Küche, die uns gesund und munter machen.

Der Winter stellt die Abwehrkräfte auf eine harte Probe. Es ist Hochsaison für Grippeviren und Erkältungskeime. Der Körper schreit nach einem starken Immunsystem. Außerdem macht uns das fehlende Sonnenlicht schlapp und lustlos. „Um gegen diese Stimmungskiller gewappnet zu sein, kann man seinen Körper jetzt von innen fit machen“, erklärt die Allgemeinmedizinerin Dr. Gudrun Voithofer. Denn: Auch Gesundheit geht durch den Magen.

Frau in Winterlandschaft

Fröhlich. Jede Sonnenminute will im Winter besonders genützt werden – es hebt unsere Laune.

Muntermacher

Wenn die Laune gegen null sinkt, fühlt man sich oft antriebslos und schwach. Der Körper giert nach Power-Food. Mit natürlicher Aufbauhilfe heißt es bald wieder „volle Kraft voraus“: Erdäpfel unterstützen den Organismus durch reichlich Kalium und Ballaststoffe. Zusätzlich stecken viel Vitamin C, Folsäure für mehr Nervenstärke und hochwertiges Eiweiß in den Knollen. Komplexe Kohlenhydrate versorgen das Gehirn nachhaltig mit Energie und verscheuchen Müdigkeit und Konzentrationsmangel.

Dr. Gudrun Voithofer, Allgemeinmedizinerin:

„Wer in der dunklen Jahreszeit Angst vor Winterspeck hat, sollte in der Gemüseabteilung öfters zu Kürbissen greifen. Diese bestehen nämlich zu fast 90 Prozent aus Flüssigkeit. Die Reinigung von innen wirkt wie eine Energiespritze.“

Noch dazu zählt der Kürbis zu den wärmenden Lebensmitteln, die Energieblockaden durch Kälte verhindern und das Immunsystem ankurbeln.“ sagt die Ärztin. Als winterfeste Kraftnahrung präsentieren sich auch Keime und Sprossen: Weizenkeime liefern Vitamin B, Linsensprossen die Vitamine C und E, Sojasprossen sind reich an Phosphor und Lecithin fürs Gehirn. Sogar Kürbiskernsprossen lassen sich in einer Keimbox ansetzen und nach ungefähr fünf Tagen ernten.

Scharfe Keimkiller

„Ingwer fördert die Durchblutung, er wirkt antibakteriell und hilft damit dem Immunsystem.“ Schon bei den ersten Anzeichen einer Erkältung sollte man auf die kleine Knolle vertrauen: Ein paar kleine Scheiben abschneiden, mit einem halben Liter Wasser 30 Minuten köcheln lassen, die Ingwerstücke rausnehmen und das warme Wasser trinken. Das fruchtig-scharfe Aroma der Wurzel eignet sich auch zum Würzen.

Küchen-Tipp: So schält man Ingwer einfach

„Auch Paprika, Pfeffer und Chili heizen ordentlich ein und verbessern so die Durchblutung der Schleimhäute, die dann Krankheitserreger leichter abwehren können. Ätherische Öle und sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide und Carotinoide wirken antibakteriell.“ Wer einen guten Magen hat, sollte feurige Suppen löffeln. Sie sind besonders gute Schleimlöser. Und die Dämpfe sorgen dafür, dass sich Erkältungserreger in den Atemwegen nicht so schnell vermehren.

Tipp:

Winter-Tipp: 1,5 Liter Flüssigkeit pro Tag befeuchten die Schleimhäute und vertreiben Krankheitskeime. Holunder- oder Lindenblütentee wärmt von innen.

Nahrungsergänzung

Mittlerweile geht man davon aus, dass die meisten Krankheiten durch Störungen im Stoffwechsel ausgelöst werden. Wenn die Körperzellen nicht mehr richtig mit Vitaminen, Spurenelementen, Mineralstoffen, Fett- und Aminosäuren versorgt werden, kommt Sand in unser Getriebe. Wichtige Aufgaben wie die Immunabwehr werden nur noch unvollständig erledigt. „Eine längere Unterversorgung ist bald an vielen, scheinbar nicht zusammenhängenden Stellen im Körper spürbar“, sagt die Ärztin. „Durch gezielte Nahrungsergänzung vermeidet man diese Mangelsituation oder behebt sie.“

Köstlich. Ein Schüsselchen Gesundheit: Gutes Essen vertreibt die Launen des Winters.

Köstlich. Ein Schüsselchen Gesundheit: Gutes Essen vertreibt die Launen des Winters.

Erhöhter Bedarf tritt vor allem dann auf, wenn der Organismus starkem Stress ausgesetzt ist, etwa durch seelische Konflikte, Trauer, aber auch Schwangerschaft, chronische Krankheiten, Rauchen und höheres Alter. Voithofer: „Viele Menschen haben einen Mangel an Vitamin D3 und Eisen. Bestimmte Krankheiten wie Störungen der Schilddrüsenfunktion erhöhen den Bedarf an Spurenelementen wie Selen und Zink. Auch Vitamin B12 fehlt sehr oft.“

Mithilfe von speziellen Blutwerten stellt die Medizinerin die Mängel fest und empfiehlt eine entsprechende Therapie mit Nahrungsergänzungsmitteln. So rüstet man die innere Abwehr auf, damit sich der Körper wieder selbst helfen kann.

Auf eine ausgewogene Kost sollte man trotzdem achten, rät Voithofer: „Nahrungsergänzungsmittel stellen nur eine wertvolle Ergänzung des täglichen Speiseplans dar, sind aber kein Ersatz für vollwertige Ernährung.“

Lesen Sie mehr zum Thema:

Teil 1: So stärkt man das Immunsystem und verbessert die Laune.
Teil 2: Was Obst, Gemüse und Vitamine bewirken.
Teil 3: Belebende Produkte

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