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Gemeinsam die Welt retten

Nachhaltig zu leben kann man lernen – am besten von Kindesalter an.

Home » Family » Gemeinsam die Welt retten - 04.2017

Eigentlich ist gar nichts dabei. Eltern machen es vor, Kinder machen es nach. Wie alles, was sie im Leben lernen sollen. Nachhaltigkeit heißt, an morgen denken. Denn unsere Kinder werden in dieser Zukunft leben.

Miteinander geht alles leichter. Auch die Welt retten. Wenn alle mithelfen, steht sie auch morgen noch. Die Kinder machen ganz von alleine mit, wenn die Großen es ihnen vormachen. Licht ausschalten, wenn man aus dem Zimmer geht. Wasser abdrehen beim Zähneputzen. Oder gemeinsam etwas aus regionalen Zutaten kochen. Da wird die Pflicht sogar zum Vergnügen.

kleines Mädchen füllt Erde in einen Topf. Mama hilft ihr dabei

Wir füllen Erde in den Topf. Er ist das neue Zuhause für ein Gewürz, das ich noch nicht kenne.

Gemeinsam geht die Familie einkaufen. Mit einem Einkaufskorb, damit wir keine Sackerl kaufen müssen. Wir nehmen lieber unverpackte Produkte statt eingeschweißte. Wir fangen an, Gemüse auf dem Balkon und im Garten zu pflanzen. Die Kleinen graben um und jäten mit. Da ist es Ehrensache, sich die Hände schmutzig zu machen. Und hat man zum ersten Mal die eigenen Paradeiser gekostet, bleiben die Tomaten aus Spanien fortan im Regal. Keine Frage, welche besser schmecken.

Auch die Kostproben bei Käse und Brot sprechen für sich. Wer die Sachen am Bauernmarkt probiert, wirft kein Geld mehr für Billigprodukte raus. So erzieht man bewusste Feinschmecker. Die Sinneserlebnisse bleiben bis ins Erwachsenenalter erhalten. Der nächste Schritt führt hinaus, wir gehen in die Natur. Die Betonung liegt auf gehen. Gefahren wird nur, wenn das Gefährt maximal zwei Räder hat. Die Abenteuerlustigen dürfen mit Stock und Stein spielen. Auf Bäume kraxeln. Ameisenstraßen beobachten. Die Welt entdecken, in der die Tiere und Pflanzen wohnen. Das weckt das Bewusstsein für ein nachhaltiges Leben.

kleines Mädchen mit Mama

Wenn es gross ist, das Gewürz, kommt es über meine Eierspeise.

Kinder sind schlau und verstehen sehr schnell, dass Herrn Fuchs und Frau Hase nicht gefällt, wenn man ihr Zuhause zumüllt. Dass der schwarze Rauch aus Auto und Schornstein der großen Eiche, in deren Krone man es sich gerade bequem gemacht hat, nicht guttut.

Spielerisch und verständlich krempelt die Familie Alltag und Haushalt um. Wechselt zu Stromanbietern mit grüner Energie, bildet Fahrgemeinschaften, bastelt Spielzeug aus natür­lichen Gegenständen. Wenn die Kleinen verstehen, warum man etwas macht, und dabei Spaß haben, können sie gar nicht genug davon kriegen.
Und irgendwann drehen sich die Rollen dann um. Da kann es einem als Mama schon einmal passieren, dass die kleine Maus die Autofahrt zum Geschäft mit den schönen Schuhen in Frage stellt. Denn die sind zu groß für den Fußabdruck, den wir hinterlassen wollen.

Do-it-yourself: Mini-Garten für zuhause

1. Benötigte Utensilien: Leere Plastikflaschen, Garn, Cutter-Messer, Pflänzchen und Erde.
2. Mit dem Cutter-Messer eine quadratische Öffnung in die Flasche schneiden.
3. Jeweils rechts und links von der Öffnung kleine Löcher für das Garn ausschneiden.
4. Garn durch die Löcher fädeln.
5. Erde einfüllen und Pflänzchen einsetzen.
6. Miniaturgarten draußen anbringen.
Tipps für ein bewussteres Leben

 

Familiär nachhaltig

  • Nachhaltigkeit im Familienalltag. Müll vermeiden. Lieber öfter weniger einkaufen, damit am Ende des Tages nicht mehr so viel im Müll landen muss.
  • Essen verwerten. Resterlkochen mit der ganzen Familie, mit Kreativität und Spaß. Schont Umwelt und Geldbörsel.
  • Sachen tauschen. Freunde und Verwandte zum Tauschen von Spielzeug und Kleidung einladen. Die Dinge der anderen Kinder sind sowieso immer interessanter.
  • Altes erneuern. Gemeinsam DIY-Ideen ausprobieren. Buchtipp: „Upcycling“ von Janina Sticken.
  • Verpackung sparen. Flüssigseife, Putzmittel oder Gewürze in Nachfüll-Packungen kaufen.
  • Alternativen suchen. Jedes natürliche Material künstlichem vorziehen. Glas vor Plastikflaschen. Mehrwegbecher vor Pappbechern.
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