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Körperbutter pflegt die Haut besonders

Zart schmelzend.

Home » Schönheit » Körperbutter pflegt die Haut besonders - 11.2017

In diesem Winter wird die Haut in Butter geschwenkt – in Körperbutter, versteht sich: Bodybutter bewahrt angeschlagene Haut vor dem Austrocknen bewahrt, pflegt weich und geschmeidig und mindert Spannungsgefühle.

Manchmal ist der Winter so richtig zum Aus-der-Haut-Fahren. Die ständigen Temperaturwechsel zwischen überhitzten Innenräumen und kalten Außentemperaturen machen der Haut ganz schön zu schaffen. Die daraus resultierende Trockenheit gepaart mit Spannungsgefühlen und Rötungen ist gar nicht so einfach in den Griff zu kriegen. Was die Haut dann braucht, ist reichhaltige Pflege mit wertvollen Inhaltsstoffen. In diesem Winter bekommt sie daher Butter. Denn ob auf dem Brot oder dem Körper – die gute alte Butter hat viele positive Eigenschaften.

Nicht verwirren lassen: Die sogenannte Bodybutter hat auf einem Brot nichts zu suchen, auf Körper, Händen und Lippen dafür umso mehr. Sie hat schon so manche angeschlagene Haut vor dem Austrocknen bewahrt, denn sie pflegt weich und geschmeidig und mindert Spannungsgefühle. Für Menschen mit empfindlicher und trockener Haut ist sie die perfekte Pflege, für jene mit normaler Haut immer eine gute Option.

Was ist Bodybutter?

Bodybutter besteht aus reinen Fetten, Ölen und Wachsen, die zusätzlich mit hochwertigen Blütenauszügen oder Kräuterextrakten vermengt werden, um eine bestimmte Wirkung oder einen Duft zu erzeugen. Oft enthält sie auch Bienenwachs, Jojoba– und Olivenöl sowie Kakaobutter, gerne aber auch nussige Öle wie etwa Macadamia– oder Erdmandelöl. Besonders beliebt sind die Duftnoten Schokolade, Kokos und Vanille.

In ihrer ursprünglichen, klassischen Form hat die Bodybutter eine feste Konsistenz, die erst beim Auftragen durch die Körperwärme schmilzt. Dann wird sie butterweich und lässt sich gut verteilen. Da die feste Körper­butter kein Wasser enthält, wird bei der Herstellung oft auf künstliche Konservierungsstoffe verzichtet. Trotzdem halten die Produkte bis zu einem Jahr.

Inzwischen gibt es auch Varianten, die neben Ölen und Fetten auch Wasser enthalten und dadurch schon von Haus aus eine cremige Konsistenz haben. Diese sind leichter zu verteilen, müssen jedoch entsprechend konserviert werden. Menschen mit stark empfindlicher Haut sollten wasserfreie Produkte wählen.

Ohne Sheabutter geht gar nichts

Hauptbestandteil beinahe jeder Körperbutter ist Sheabutter. Ohne sie geht gar nichts. Sheabutter ist ein Pflanzenfett, das aus den Früchten, in diesem Fall den Nüssen, des afrikanischen Karitébaums gewonnen wird.

Man könnte sie also auch Karitébutter nennen. Für viele Fair-Trade- und Naturkosmetikprodukte wird sie ausschließlich in Handarbeit gewonnen und weiterverarbeitet, organisiert von Kleinbauern-Kooperativen in Afrika.

Die Nüsse werden zerkleinert, gemahlen und erhitzt. Bei diesem Vorgang setzt sich Fett ab, das ähnlich wie bei der Buttergewinnung abgeschöpft wird. Es duftet herrlich nach Schokolade und Nüssen. Noch viel wichtiger ist jedoch sein hoher Gehalt an pflegenden Inhaltsstoffen. Neben ungesättigten Fettsäuren wie etwa Omega-8-Säuren beinhaltet die Sheabutter viel Vitamin A und E sowie den Wirkstoff Allantoin, der den Zellaufbau beschleunigt – für bereits angegriffene Haut ein kleiner Segen. Außerdem versorgt sie die Haut mit Feuchtigkeit und wirkt rück­fettend.

Tipp: Die Bodybutter immer mit einem sauberen Löffel entnehmen, nicht mit den Fingern!
Ver­unreinigungen verringern die Haltbarkeit.

Für wen, wofür?

Butter-Produkte sind für viele Hauttypen und -probleme geeignet, aber nicht für alle. Wer zu fettiger, unreiner Haut neigt, streicht sich die Butter doch lieber aufs Brot. Für trockene, empfindliche Haut ist sie allerdings ideal. Trockene Hautstellen werden sofort geglättet und für mehrere Stunden mit Feuchtigkeit versorgt. Die Haut wird weicher und zarter und trocknet nicht mehr so schnell aus.

Bei hochsensibler Haut oder Allergikern kann die regelmäßige Anwendung von Körperbutter eine beruhigende Wirkung erzielen. Da bei hochwertigen Produkten keine Konservierungs-, Duft- und Farbstoffe enthalten sind, kommt es auch zu keiner zusätzlichen Reizung. In manchen afrikanischen Ländern wird die Butter sogar auf Wunden aufgetragen, um den Heilungsprozess zu unterstützen. Trägt man sie auf Narben auf, wird das Gewebe weicher und elastischer. Eine desinfizierende Wirkung hat die Körperbutter jedoch nicht. Und nicht zuletzt profitiert reifere Haut von der durch das Allantoin geförderten Zellerneuerung.

Wie trägt man Bodybutter richtig auf?

Hat die Bodybutter die Konsistenz einer besonders reichhaltigen Creme, wird sie einfach direkt in die Haut massiert. Feste Körperbutter entnimmt man mit einem Spatel oder einem sauberen Löffel. Sie wird auf den Handflächen verrieben, bis sie zu schmelzen beginnt, und anschließend mit kreisenden Bewegungen aufgetragen.

Wer es morgens besonders eilig hat, kann die Bodybutter während des Duschens auf der Heizung abstellen. Dann ist sie leicht angeschmolzen und sofort einsatzbereit. Wie bei allen fetthaltigen Pflegeprodukten trägt man auch die Körperbutter am besten auf die noch feuchte Haut auf. Die Butter hinterlässt einen leichten Fettfilm, der aber nach kurzer Zeit verschwindet.

Was die Butter sonst noch alles kann

Auch für gestresste Winterhände, die nach einer reichhaltigen Pflege lechzen, ist Bodybutter eine wunderbare Idee. Für eine kleine Intensiv-Handkur kann man Bodybutter auf die Hände auftragen, dünne Baumwollhandschuhe darüberziehen und über Nacht einwirken lassen.

Bodybutter kann auch das Haar vor Kälte, UV-Strahlung, Chlor und Salzwasser schützen. Einer ihrer Haupt­bestandteile, die Kakaobutter, enthält den Stoff Theobromin, der antioxidativ wirkt. Dafür wird eine kleine Menge in die Haarlängen eingearbeitet. Nicht zu viel verwenden, sonst sind die Haare einfach nur mehr fettig.

Auch für trockene Spitzen oder störrisches Haar ist Körperbutter eine Option. Entweder arbeitet man sie nach dem Haarewaschen in das noch feuchte Haar ein, oder vor dem Schlafengehen in das trockene. Die Körperbutter wirkt über Nacht wie eine Maske, die man allerdings am nächsten Morgen wieder auswaschen muss. Körperbutter ist eine gute Alternative zu Massageöl.

Butter gibt es mittlerweile auch für die Lippen. Diese Produkte ähneln sehr stark der ursprünglichen Körperbutter. Gerade in den kalten Wintermonaten kann diese Lip-Butter eine schützende Funktion für trockene Lippen übernehmen.

Für Selbstrührer: Bodybutter selbst gemacht

Benötigt werden:

  • 2 EL Sheabutter
  • 50 g Kakaobutter
  • 1 EL Kokosfett
  • 4 Tropfen Lavendelöl
  • 1 Schüssel
  • 1 Gabel
  • kleine, gut verschließbare Glasbehälter (event. Marmeladegläser)

Und so geht’s:

Sheabutter, Kakaobutter und Kokosfett gemeinsam in einer Schüssel über einem Wasserbad erhitzen. Alle Zutaten gut miteinander verrühren, abkühlen lassen. Die weiße Farbe kommt später. Nun nach persönlicher Vorliebe Lavendelöl hinzufügen. Die vorbereiteten Gläser sterilisieren, das erhöht die Haltbarkeit. Die fertig befüllten Gläser im Kühlschrank aufbewahren. Dort verfestigt sich die Masse. Wenn das Glas immer im Kühlschrank bleibt, hält die selbst gemachte Bodybutter ohne Konservierungsstoffe bis zu vier Wochen.

Die besten Produkte mit Bodybutter

Tipp: Vor dem Bad und Schwimmen im Hallenbad die Haut mit Bodybutter einschmieren. So wird die Haut vor Chlorwasser oder aggressiven Badezusätzen geschützt.

Körperbutter, -öl, -lotion oder –creme? Was ist der Unterschied?

Wann ist welches Produkt am besten? Hier die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick:

Körperbutter

  • ist besonders reichhaltig
  • enthält ungesättigte Fettsäuren, die aufgrund ihrer Struktur schnell und tief in die oberste Hautschicht einziehen und die Haut lange mit Lipiden versorgt.
  • ist besonders geeignet für trockene und reife Haut. Da auf Konservierungsstoffe verzichtet wird, ist sie auch bei empfindlicher Haut gut verträglich.
  • wirkt beruhigend und ist daher auch bei stark gereizter Haut und Neurodermitis zu empfehlen

Produkttipps: 

Tipp: Das Öl vor dem Auftragen erwärmen und die Haut vorab trocken abbürsten. So werden abgestorbene Hautschuppen sanft entfernt und das Öl kann seine Wirkung besser entfalten!

Körperöl

  • bindet Feuchtigkeit – so wird die Haut geschmeidig und wirkt glatter.
  • durchdringt die äußere Lipidschicht ganz leicht und trägt die Wirkstoffe in tiefere Hautschichten – Öl ist also vor allem im Winter ein echter Schutzpanzer gegen die Kälte!
  • enthält neben Vitaminen und ungesättigten Fettsäuren Antioxidanzien, die die Zellneubildung aktivieren und die Haut widerstandsfähiger machen.
  • Je nach Hauttyp sollte man zu sogenannten trockenen, halbtrockenen oder schweren Ölen greifen. Sie unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung aus gesättigten und ungesättigten Fettsäuren. Je mehr ungesättigte Fettsäuren sie enthalten, desto schneller zieht das Öl in die Haut ein.
  • Bei trockener und reifer Haut sind schwere oder halbtrockenen Öle empfehlenswert, denn sie wirken stark feuchtigkeitsbindend. Bei fettiger Haut greift man hingegen eher zu trockenen Ölen, die die Haut wieder ins Gleichgewicht bringen (z.B. Arganöl).

Produkttipps: 

 

Tipp: Gut auf die Inhaltsstoffe achten – oft sind verschiedene Mineralöle und Parabene enthalten, die Allergien bedingen können.

Lotion

  • besteht großteils aus Wasser und ist gerade im Sommer die ideale Hautpflege, weil sie erfrischt.
  • versorgt die Haut durch Wasser-Öl-Emulsionen intensiv mit Feuchtigkeit, Vitaminen und Nährstoffen.
  • zieht besonders schnell ein und hinterlässt keinen Film auf der Haut, weil sie wenig Fett enthält.
  • ist für normale, problemlose Haut geeignet.
  • ist bei Krankheiten wie Neurodermitis oder Schuppenflechte nicht geeignet.

Produkttipps: 

Tipp: Bei sehr trockener Haut sollte man auf einen Urea-Anteil von 5–10% achten.

Creme

  • wirkt je nach Fett- und Wassergehalt regulierend, feuchtigkeitsspendend oder erfrischend.
  • ist meist mit unterschiedlichen Duftstoffen angereichert. Bei empfindlicher Haut sollte man daher zur duftneutralen Variante greifen, da die Duftstoffe die Haut zu sehr austrocknen.
  • Bei fettiger Haut und Mischhaut empfehlen sich wasserhaltige Cremes, die nicht fetten und trotzdem Feuchtigkeit spenden. Für trockene Haut hingegen sind fetthaltige Cremes gut geeignet, die die Haut intensiv pflegen.

Produkttipps: 

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