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Mit Kräutern zum Wohlbefinden

Heilkräuter-Serie, Teil 3.

Home » Leben » Mit Kräutern zum Wohlbefinden - 06.2017

Folge drei der active-beauty-Serie über Heilkräuter: Wie man im Sommer mithilfe von Pflanzenkraft einen kühlen Kopf bewahrt und natürliche Rezepte gegen Stress, Unruhe und Schlafprobleme.

Schön, dass endlich Sommer ist. Trotzdem können die hohen Temperaturen jetzt ganz schön strapaziös sein. Die ungewohnte Wärme verursacht mehr Arbeit für Herz und Kreislauf, da sich die Blutgefäße weiten, damit die Wärme über die Haut ausgeleitet werden kann. Die spürbaren Auswirkungen reichen von Müdigkeit und Schlafmangel bis zu Kopfschmerzen, Konzentrationsproblemen und Schwindel. Der Sommer? Ist anstrengend!

Morgens kommt man schwer aus dem Bett, nachmittags hat man ein ziemliches Tief, und dennoch schläft man in der Nacht meist eher schlecht und oberflächlich. Zusätzlich gibt die Hitze noch ihr Schäuflein drauf. Nein, Kreislaufprobleme machen uns nicht gerade euphorisch.

 

Schwung durch Kräuter

Erfreulicherweise gibt es ein paar einfache Rezepte, um wieder in Schwung zu kommen. Ideal, um niedrigen Blutdruck und auch gleich die Stimmung an belastenden Hochsommertagen zu heben, ist lauwarmer Kräutertee, über den Tag verteilt getrunken. Sehr gut wirkt eine Mischung aus Hagebutte, Melisse, Minze, Weißdorn, Schafgarbe und Eisenkraut.

 

Natürliche Abkühlung

 

Frische-Kick

Welche Kräuter den Körper dabei unterstützen und so am Ende des Tages auch für angenehmen Schlaf sorgen.

Heiß, heißer, der Hochsommer ist da: Spätestens, wenn die Quecksilbersäule auf über 30 Grad Celsius klettert, sehnen wir uns nach Abkühlung. Ein kaltes Fußbad unter dem Schreibtisch, die Klimaanlage oder auch Ventilatoren machen die Hitze zwar erträglich – aber sie stehen nicht immer zur Verfügung. Entsprechende Nahrung und Getränke können den Körper von innen heraus unterstützen, bei drückender Hitze einen kühlen Kopf zu bewahren. Die wichtigste Maßnahme an Hundstagen: ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen! Während bei durchschnittlichen Temperaturen etwa zwei Liter täglich ausreichen, sollte man an heißen Tagen deutlich mehr trinken – auch abhängig davon, wieviel Schweiß man verliert. Kräuter bieten hier nicht nur natürliche Unterstützung, sie verleihen Sommer-Getränken auch ein besonderes Aroma.

Abends oder auch morgens hilft ein lauwarmes Wannenbad auf die Sprünge. Entweder mengt man einen Liter Ros­marintee bei oder träufelt zehn Tropfen Rosmarinöl ins Badewasser. Dazu kann man mehrmals täglich einen Esslöffel Weißdornsaft in etwas Wasser trinken.

Tipp für ein entspannendes Bad: Eine Handvoll Lavendelblüten aus dem Kräutergarten ins Badewasser geben.

Natürliche Schlafmittel

 

Beruhigendes

Schlafprobleme sind nicht nur quälend für die Betroffenen, sie führen auch zu Leistungsabfall, begünstigen Nervosität und schwächen das Immunsystem. Im Sommer verstärken sich die Beschwerden meist noch durch Hitze und niedrigen Blutdruck. Nicht wenige Menschen greifen daher Abend für Abend sogar zu Schlaftabletten. Schlafmittel haben jedoch häufig Nebenwirkungen und beheben schon gar nicht die Ursache der Einschlafprobleme.

Zusätzlich zu einer ausgeglichenen Lebensweise und zu verschiedensten Entspannungsmethoden gibt es auch einige Kräuter, deren beruhigende und schlaffördernde Wirkung schon unsere Vorfahren zu schätzen wussten. Zu den bekanntesten unter ihnen zählen Baldrian und Hopfen. Diese beiden Powerpflanzen bewähren sich vor allem bei nervös bedingten Ein- und Durchschlafstörungen. Im Gegensatz zu Schlaftabletten machen sie nicht süchtig und haben tagsüber auch keinen narkotischen Effekt.

Sanfte Wirkstoffe

Baldrian ist das ideale Mittel gegen Nervosität. Am Tag eingenommen ermüden die Pflanzenextrakte nicht, sondern entspannen einfach. Abends fördert Baldrian das Einschlafen, ohne abhängig zu machen. Er enthält als Wirkstoffe die sogenannten Lignane.

Sie können an bestimmte Rezeptoren im menschlichen Körper andocken und wirken dadurch ähnlich wie das körpereigene Adenosin, ein Molekül, das müde macht. Am einfachsten ist es, Baldriantee zu trinken. Allerdings weist er einen sehr eigenen Geruch auf, den nicht jeder mag.

Alternativ kann man zu Baldrianextrakt aus dem Drogeriemarkt greifen. Den gibt es beispielsweise als Tablette, die man vor dem Schlafengehen mit reichlich Wasser zu sich nimmt. Wichtig zu wissen: Baldrian und Hopfen sind keine sofort wirksamen Wunderpflanzen. Damit sie wirken können und die erwünschte Harmonisierung eintritt, muss man sie über mehrere Wochen hinweg zu sich nehmen. Dann klappt es auch mit dem Schlaf.

Sanft schlummern

Ähnlich wirksam wie ein beruhigender Abendtee ist ein entspannendes Duftkissen, das man aus einem Stück Stoff oder alten T-Shirt selbst nähen oder knoten kann. Ein Kräuterkissen wirkt sanft und ist daher auch für Kinder gut geeignet, die abends nicht so leicht in den Schlaf finden.

Schlaf gut!

Zutaten für ein natürliches Schlafkissen

  • Baldrian hilft dabei, zu entspannen und Sorgen loszulassen. Für ein Kissen werden sowohl Wurzel als auch Blüten verwendet.
  • Johanniskrautblüten erhellen nicht nur unser Gemüt und vertreiben depressive Gedanken, sie beruhigen und stärken auch unsere Nerven.
  • Lavendelblüten sorgen für Ausgeglichenheit, duftender Steinklee hilft, belastende Gedanken loszulassen, und fördert das Einschlafen.
  • Beifußblüten und -blätter unterstützen bei Ängsten und nervlich bedingten Schlafstörungen.
  • Wer lieber mit ätherischen Ölen arbeitet: In mehreren wissenschaftlichen Untersuchungen wurde die entspannende und damit stressreduzierende Wirkung von Düften nachgewiesen. Dazu zählen Anis, Bergamotte, Fichtennadel, ­Geranie, Kamille, Lavendel, Melisse, Orange, Palmarosa, Petitgrain, Ylang-Ylang, Ros­marin, Jasmin, Rose und auch Zedernholz.
Ätherische Öle mit entspannender Wirkung

 

Öl-haltig

  • Lavendel: Bei Schlafstörungen hilft das Beträufeln des Kopfkissens mit Lavendelöl, um einen ruhigen und angenehmen Schlaf zu finden.
  • Melisse: Der Duft der Melisse wirkt harmonisierend auf den Körper und auf den Geist.
  • Anis: Das milde Aroma entfaltet eine ausgleichende und zugleich stabilisierende Wirkung.
  • Ylang-Ylang: Wie die Rose trägt auch dieser exotische Duft zur Entspannung bei nervöser Unruhe, Angstzuständen, Unausgeglichenheit und Schlafstörungen bei.
  • Rosmarin: Das Aroma weckt die Lebensgeister und hilft bei Migräne, Stress und Erschöpfung.
  • Jasmin: Für stressige und belastende Zeiten. Die Pflanze ist der ideale Seelentröster.
  • Bergamotte: Der Duft des Bergamottöls aus den Früchten schenkt Zuversicht und Vertrauen und stimmt positiv. Das Öl kann sowohl entspannen und beruhigen als auch anregen.
  • Am besten untersucht ist Rosenduft, er wirkt stimulierend auf das limbische System in unserem Gehirn. Dabei kommt es zur Ausschüttung von Hormonen, die unsere Stimmung heben. Zwei bis drei Tropfen reines ätherisches Rosenöl in ein Taschentuch geben, mehrmals daran schnuppern, tief einatmen. Die Wirkung wurde unter anderem durch eine Schlafstudie an der deutschen Ruprecht-Karls-Universität belegt. Die schönsten Träume hatten jene Versuchspersonen, die reinen Rosenduft eingeatmet hatten.
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