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Anna-Larissa und das Motorrad

Dranbleiben, Traum verwirklichen, Verantwortung übernehmen.

Home » Leben » Anna-Larissa unddas Motorrad - 12.2015

Teil 3: Anna Larissa – die mutige Motorradfahrerin

Anna Larissa fährt Enduro-Rennen, studiert und macht ganz nebenbei beeindruckende Bilder.

Ohne mein Motorrad bin ich ein halber Mensch“, sagt Anna Larissa. Seit 2013 fährt die 23-Jährige mit ihrer Rennmaschine die Waldhänge hinunter. Sie kommt aus einer Familie, die Benzin im Blut hat. Wollte schon als kleines Mädchen lieber mit Motorrädern als mit Puppen spielen. Hat bei Rennen und in der Werkstatt zugeschaut.

Ihr Opa und ihr Papa haben es ihr vorgemacht. Heute macht sie es ihren Vorbildern nach.

Lebens-Sinn

Anna Larissas Vater hätte seine Tochter lieber auf einem Pferd gesehen. Denn Enduro-Rennen sind ziemlich aufwändig und natürlich auch nicht ungefährlich. Die Oberösterreicherin hat auch einiges ausprobiert. Ist Papas Wunsch anfangs nachgekommen und auf dem Familien-Bauernhof geritten. Außerdem war sie Skilehrerin. Und sie hat sogar Jus studiert. Aber das fühlte sich alles nicht richtig an. Ihr Herz blieb dem Motorsport treu. Das ist ihre Leidenschaft. Und so eine Leidenschaft lässt sich nicht ignorieren. Also hat Anna Larissa Geld gespart und sich mit 20 ihre eigene Maschine gekauft. Außerdem studiert sie. Nicht Jus, sondern Sportmanagement. Passt auch irgendwie besser.

Kurzporträt Larissa

„Das Wichtigste ist, Spaß zu haben“, erzählt sie. Denn was man gerne macht, macht man auch gut. Und dafür ist Anna Larissa das beste Beispiel. Nach zwei Jahren fährt sie schon in der European Cross Country Meisterschaft mit und landet auf dem vierten Platz. Ernsthaft verletzt hat sie sich noch nie. So gefährlich, wie alle sagen, sei die Sportart gar nicht, meint Anna Larissa. „Ich versuche immer, bewusst und mit Herz zu fahren.“

Leicht gesagt, leicht getan. Zumindest für die Motorsportlerin. Denn auch wenn es für manche paradox klingen mag: Motorradfahren ist die Tätigkeit, die sie zur Ruhe bringt. Wenn nicht gerade Wochenende ist und sie Rennen fährt. Dann geht es natürlich um Schnelligkeit. Und schnell ist Anna Larissa. Gibt es bei einem Bewerb keine eigene Damenklasse, lässt sie schon jetzt viele Männer hinter sich. Dafür verbringt sie auch unter der Woche und neben dem Studium viel Zeit in der Werkstatt und mit ihrem Motorrad.

Die Familie steht immer hinter ihr. Sie gibt der Oberösterreicherin Kraft, wenn sie einmal schwerere Strecken bewältigen muss. Mit dem Sport hat sie noch eine zweite Familie gefunden: ihre Freunde, mit denen sie ihre Leidenschaft teilt.

Zukunfts-Aussichten

Anna Larissa will, was jeder Profisportler will: einmal zu den ganz Großen gehören. Im Gegensatz zu Motocross kann man Enduro-Rennen auch im höheren Alter fahren. Deshalb will sie den Sport auch noch so lange wie möglich betreiben. Sie kann gar nicht anders. Würde sie aufhören, würde ein wichtiger Teil in ihrem Leben fehlen. Sie wäre, wie sie selbst sagt, nur ein halber Mensch. Sie würde keine Erfüllung finden. Sie könnte nicht zur Ruhe kommen. Und sie hätte somit auch keine Energie, um für die Menschen da zu sein, die sie brauchen. Wie ihre kleine Cousine, deren Taufpatin sie ist. Und die ihr gezeigt hat, dass man Verantwortung übernehmen und gleichzeitig seinen Traum verwirklich kann.

Übrigens: Anna Larissa fotografiert auch. Zu sehen sind die beeindruckenden Bilder auf Facebook und Instagram.

Lesen Sie mehr zum Thema:

Teil 1: Frau Isa – die kreative Künstlerin
Teil 2: Penelope – die atemberaubende Artistin
Teil 3: Anna Larissa – die mutige Motorradfahrerin
Teil 4: Ilse – die aktive Abenteurerin

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