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Luftiges Sommer-Make-up

Damit die Haut atmen kann.

Home » Schönheit » Luftiges Sommer-Make-up - 07.2018

Gerade in der Hitze des Sommers muss die Haut atmen können. Dieses Make-up kommt deshalb ganz leichtfüßig daher.

Make-up und Sommer vertragen sich nicht besonders gut, vor allem nicht bei Temperaturen um die 30 °C. Bei dieser Hitze schieben die Schweiß- und Talgdrüsen der Haut Überstunden. Ihre Schwerstarbeit besteht darin, den Körper immer schön kühl zu halten, damit er nicht überhitzt. Liegt aber eine dicke Schicht Make-up auf der Haut, die die Poren verstopft, müssen die Schweißdrüsen gleich noch einen Gang zulegen. Es kommt zu einem kleinen Hitzestau. Dann transpiriert die Haut übermäßig, es entstehen gerötete, glänzende Zonen im Gesicht und das Make-up schwimmt regelrecht davon.

Ein perfekter Teint ist aber auch bei hohen Temperaturen keine Zauberei. Im Wesentlichen muss man drei Dinge beachten. Dann kann die Haut durchatmen und alles bleibt, wo es hingehört.

Claudia Haas, dm Qualitätstrainerin

»Sonnencreme sollte immer vor dem Make-up aufgetragen werden. Die morgendliche Pflegeroutine sieht dann so aus: Pflege – Sonnenschutz – Make-up.«

Regel Nummer 1: Basisarbeit betreiben

Wie so oft kommt es auf die Grundlage an. Und die ist nun einmal eine angepasste Pflege. Damit sich bei sommerlichen Temperaturen kein Wärmestau bildet, bleiben reichhaltige und ölige Produkte im Schrank. Stattdessen setzt man auf leichte Fluids, Lotionen und Geltexturen. Idealerweise enthalten diese Öl-in-Wasser-Lösungen neben feuchtigkeitsbildenden Faktoren auch mattierende Inhaltsstoffe wie Zink oder grünen Tee. Diese wirken wie ein in die Pflege integriertes Löschpapier. Nach dem Auftragen lässt man der Haut etwa zehn Minuten Zeit, bis die Pflege restlos eingezogen ist. Erst dann folgt das Make-up.

Andrea Malessardi, Make-up Artist

»Für Sommer-Make-up gilt: Weniger ist mehr.«

Regel Nummer 2: Auf Leichtigkeit setzen

Die wichtigste Voraussetzung für sommerliches Make-up ist Leichtigkeit und Atmungsaktivität. Das Make-up soll die Poren nicht zusätzlich verstopfen und die Haut atmen lassen. Nur so ist ein frischer Teint garantiert. Die winterliche Make-up-Kombi aus Primer, Make-up und Puder wird in die Sommerpause geschickt.

Luftig leicht

Leichte, atmungsaktive Foundations, getönte Tagescremes oder BB Creams sind daher die Sommerhits. Sie sind allesamt leichter pigmentiert, tönen die Haut nur zart, decken aber trotzdem Hautunreinheiten, Unebenheiten oder Rötungen ab. Und: Sie versorgen die Haut gleichzeitig mit Feuchtigkeit. Am besten klopft man sie mit den Fingern oder einem angefeuchteten Make-up-Ei in die Haut ein. Das hilft dem Make-up, sich mit der Haut zu verbinden, und sorgt für eine längere Haltbarkeit.

Pudrig fein

Wer zu fettiger oder Mischhaut neigt, ist mit leichtem Puder-Make-up oder Mineral-Make-up in Puderform gut beraten. Denn im Unterschied zu flüssigen oder cremigen Substanzen setzen sich die Puderpartikel erst nach Stunden in den Poren ab. Schweißresistent sind sie ohnehin, zugleich mattieren sie. Fein zermahlene Mineralien wie Titandioxid oder Zinkoxid funktionieren dabei wie kleine Spiegel, die über das Gesicht verteilt sind. Sie reflektieren das Licht, wodurch die Haut weicher und strahlender wirkt.

Puder ist ohnehin ein wichtiger Bestandteil des Sommer-Make-ups. Loses, transparentes Puder sparsam nach der Foundation aufgetragen saugt überschüssigen Schweiß und Talg auf und gibt dem Make-up Halt. Kontraproduktiv ist hingegen wasserfestes Make-up. Was beim Schwimmen durchaus Sinn ergibt, ist im Alltag fehl am Platz. Diese Produkte kleistern die Haut zu und nehmen ihr sprichwörtlich die Luft zum Atmen. Dadurch kommt es erst recht zu Hitzewallungen und vermehrtem Schwitzen. Für Produkte, die Silikone enthalten, gilt dasselbe. Was im Normalfall für eine höhere Gleitfähigkeit sorgt, fördert bei hohen Temperaturen nur die Transpiration.

Extrembeispiele

Im Fall der Fälle gilt: Niemals den Schweiß mit bloßen Händen abwischen! Besser mit einem Kosmetik- oder Taschentuch leicht abtupfen.

Regel Nummer 3: Auf den Lichtschutzfaktor achten

Und das am besten gleich doppelt. Als Basis trägt man daher eine Feuchtigkeitscreme mit UV-Schutz auf. Und wenn das Make-up ebenfalls einen Lichtschutzfaktor hat, wird niemand etwas dagegen haben. Der erste Lichtschutzfaktor, der auf die Haut kommt, ist ausschlaggebend für den ganztägigen Schutz. Hat die Tagescreme einen LSF von 15, das Make-up aber einen LSF 30, ist man leider nur mit 15 geschützt – und das ist im Hochsommer zu wenig.

Produkttipps

5 einfache „Hausmittel“ gegen die Hitze

  1. Aufwachen
    Augen- und Gesichtscreme im Kühlschrank aufbewahren. Das gibt gleich morgens einen Frischekick und hinterlässt bei warmen Temperaturen ein angenehmes Hautgefühl.
  2. Kühlen
    Aloe Vera Gel in Eiswürfelformen (zum Beispiel aus Silikon) einfrieren und damit eincremen. Die ultimative Erfrischung!
  3. Hochstecken
    Ein einfacher Trick gegen Hitzewallungen im Sommer lautet: Haare aus Gesicht und Nacken! Am besten eignen sich dafür praktische Bindefrisuren.
  4. Erfrischen
    Bei geschwollenen Augen helfen eisgekühlte Kartoffelscheiben. Auflegen, einige Minuten warten und mit frischem Aussehen belohnt werden.
  5. Regenerieren
    Ein Fußbad mit Eiswürfeln wirkt nicht nur zu Hause wahre Wunder, sondern sorgt auch im Büro für Erholung. Tipp: Mit kühlenden Essenzen wie Minzöl aufpeppen.
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