Menü öffnen

Männer in Frauenberufen

Klischee – passé.

Home » Inspiration » Männer in Frauenberufen - 05.2018

Männer in Frauenberufen? Frauen in Männerdomänen? Bei dm geht es um Persönlichkeiten, nicht ums Geschlecht. Jeder ist willkommen. Und jede.

Rosa oder Blau, gefühlsbasiertes oder analytisches Denken, Mann oder Frau. Es ist schon einige Zeit her, da gab es starre Männer- und Frauenbilder. Heute haben sich die Geschlechterrollen neu definiert, vermischt, angeglichen. Es gibt zwar noch Aufholbedarf, aber längst heißt es nicht mehr: Das ist nur etwas für Männer. Oder: Das ist Frauen vorbehalten. Diese neue Offenheit schlägt sich auch in der Berufswahl nieder. Längst mischen Frauen in Führungspositionen mit und Männer profilieren sich in „typischen Frauenberufen“.

Gelebte Vielfalt

Bei dm drogerie markt war das nie anders. Freilich werden Berufe wie Friseurin, Kosmetikerin oder Drogistin traditionell eher als Frauenberufe wahrgenommen. Dem Unternehmen ist aber wichtig, dass sich Männer genauso angesprochen fühlen, wenn sie sich für einen dieser Berufe interessieren.

„Alle unsere Positionen stehen Männern und Frauen gleichermaßen offen“, sagt Barbara Hummer, im Unternehmen verantwortlich für den Fachbereich Mitarbeitersuche. „Wir schätzen, leben und glauben an das Potenzial von Vielfalt und streben ein – im Idealfall – ausgeglichenes Verhältnis an.“

Gerade die erst kürzlich erfolgte Expansion nach Italien habe gezeigt, wie relativ vordefinierte Geschlechtereinteilungen seien. „In Italien haben wir unglaublich viele Bewerbungen von Männern erhalten und deshalb eine entsprechend hohe Männerquote“, erzählt Hummer. In Österreich würde man sich durchaus noch etwas mehr Durchmischung wünschen.

dm geht neue Wege. Ab August wird die neue Ausbildung „Kaufmann im E-Commerce“ als Lehrberuf in der dm Zentrale in Salzburg angeboten.

Individualität anerkennen

Vor allem im Lehrlingsbereich ist das Unternehmen bemüht, auch männliche Bewerber anzusprechen. Aktuell sind 3,7 Prozent der 750 Lehrlinge männlich, sie sind vor allem im Friseurberuf und im Handel tätig. Bei der Lehrlings- und Mitarbeiterauswahl gehe es nicht ums Geschlecht, sondern um die individuelle Person, sagt Hummer. „Wir sind sehr vorsichtig mit Pauschalurteilen, denn jeder Mann bringt – genauso wie jede Frau – ganz individuelle Stärken und Eigenschaften mit. Diese Individualität anzuerkennen ist auch ein wesentlicher Grundstock unserer Philosophie.“

Interesse ist alles, was zählt

Martin Kudrna aus Wien hat es vom Lehrling zum Filialleiter geschafft. Somit ist er heute einer von insgesamt 73 männlichen Filialmitarbeitern bei dm. Er begann seine Ausbildung vor elf Jahren mit einer Lehre zum Drogisten – damals eine eher unübliche Entscheidung. „Ich habe mich aber von Anfang an wohlgefühlt“, sagt Kudrna. „Man nimmt als Mann nicht wahr, dass man in einem sehr weiblich besetzten Beruf arbeitet, weil die Kunden einen vor allem als Mensch sehen. Allerdings“, fügt er lachend hinzu, „passiert es sogar heute noch ab und zu, dass mich eine Kundin mit ‚Fräulein‘ anspricht.“

Heute ist Kudrna nicht nur Filialleiter, sondern bildet selbst Lehrlinge aus. „Wir merken, dass uns von Jahr zu Jahr mehr männliche Bewerbungen erreichen.“ Das ist auch gut so, denn schließlich interessieren sich auch immer mehr männliche Kunden für Körperpflege und Make-up. Manchen falle es leichter, mit männlichen Mitarbeitern über Hautprobleme oder dergleichen zu reden. Egal, ob Bursche oder Mädchen – für Kudrna zählt bei der Auswahl von Mitarbeitern jedenfalls nur eines: „Das Interesse am Lehrberuf und an den Produkten muss vorhanden sein.“

Hier finden Sie alle Informationen zur Lehre bei dm.

dm
Nach Oben
OKMehr Information