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Medizin der Zukunft

Dank moderner Medizin werden wir immer älter und gesünder – ein Blick in die Zukunft

Home » Leben » Gesundheit » Medizinder Zukunft - 09.2015

Wie alt werden wir?

Der Mensch war immer schon ein Überlebenskünstler. Bald wird er ein Weiterlebenskünstler sein. Er findet immer bessere Mittel, das Leben zu erleichtern, zu verlängern, zu erhalten. Er wird Herr über Krankheit und Tod sein. Schon jetzt ist Unmögliches möglich. Und das wird in Zukunft so bleiben. Ob das gesund ist?

Alles Gute zum 120. Geburtstag. Wir schreiben das Jahr 2078. Die ältesten Menschen sind knappe 200 Jahre alt. Es gibt keine Krankheiten mehr. Und wenn doch, macht das nichts. Man erstickt sie mit modernster Medizin im Keim.

Für immer gesund?

Intelligente Tabletten erkennen Eindringlinge fast schon, bevor sie überhaupt da sind. Der Körper wird animiert, Antikörper zu produzieren. Funktioniert ein Organ nicht mehr, züchtet man ein neues im Labor. Blinde können wieder sehen, Gelähmte wieder laufen, Taube wieder hören. Den Alltag meistert man ohne körperliche Probleme. Jeder kann das Leben genießen. Der an Krebs erkrankte Vater kann seinen Kindern beim Aufwachsen zuschauen. Die verletzte Triathletin kann ihren Sport weiter ausüben. Das Kind mit Herzfehler kann ungestört studieren. Was im Jahre 2078 möglicherweise Realität ist, steckt heute schon in den Kinderschuhen.

Großmutter und Kind

Kreis-Lauf Das Leben ist ein natürlicher Kreislauf. Altes geht, Neues wächst nach.

Medikament Körper

Der beste Arzt des Menschen ist der eigene Körper. Die Devise für die Zukunft ist, den Körper anzuregen, sich selbst zu heilen. Denn im menschlichen Organismus ist dafür alles vorhanden. Es braucht nur kleine Anstöße, um es zu aktivieren. Dem Immunsystem etwa hilft man, Krebszellen zu erkennen und sich gegen sie zu wehren. Die Tumorzellen beherrschen es nämlich grandios, sich zu verstecken. Forscher haben nun entdeckt, wie man die Abwehrkörper aktivieren kann. Eine Revolution in der Medizin. Zwei der gefährlichsten Tumore werden auf diese Weise heilbar: der schwarze Hautkrebs und der Lungenkrebs. Durch die Immuntherapie werden Antikörper gebildet, die die Krebszellen bekämpfen.

Durch Immuntherapie werden in Zukunft wahrscheinlich auch die gefährlichsten Tumore heilbar.

Fremd-Körper

Wobei man die Hilfe des Arztes eher benötigt, ist die Heilung von Brüchen. In der Charité in Berlin, dem modernsten Medizininstitut Europas, braucht es dafür ein Stück Metall und Körpermasse. Ein Gerüst aus Titan, das den Maßen des kaputten oder fehlenden Knochens angepasst ist. In diese Konstruktion füllen die Chirurgen körpereigene Masse, die dort dann dazu animiert wird, wieder an eigenen Knochen zu bauen zu beginnen. Einen ähnlichen Gedanken gibt es in der Stammzellenforschung. Nur dass man hier das Organ außerhalb des Körpers züchtet und dann erst in den Körper einsetzt.

Stammzellen-Forschung

Es muss nicht gleich ein ganzes Organ sein. Zurzeit kommen die Stammzellen vorwiegend bei kleineren Hauttransplantationen zum Einsatz. Bei Verbrennungen oder Verletzungen, die nicht verheilen. Dabei nimmt man einen Teil der Haut des Patienten und vermehrt die Zellen. So lange, bis genug Zellstruktur vorhanden ist. Auch Luft und Speiseröhren können im Labor gebildet werden. Das Problem bei komplexeren Organen ist vor allem die Durchblutung, sind die kleinsten Adern, die für Blut und Sauerstoff sorgen. Operieren, ohne den Menschen aufzuschneiden. Das bedeutet: weniger Risiko bei den Eingriffen oder gar keine Eingriffe mehr. Was für eine heilsame Aussicht. Mit den jüngsten Erfindungen ist das möglich.

Lesen Sie mehr zum Thema:

Teil 1: Medizin der Zukunft
Teil 2: Gesundheit ist eine Frage der Technik
Teil 3: Praktische Handy-Apps für Ihre Gesundheit

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