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Sprechstunde: Mundhygiene

Vier Fragen an und vier Antworten von Zahnarzt Gert Üblagger.

Home » Leben » Sprechstunde: Mundhygiene - 10.2016

DDr. Gert Üblagger erklärt, wie man die Zähne richtig putzt und was bei der professionellen Zahnreinigung passiert.

Reicht es, zweimal täglich die Zähne zu putzen?
Auch nach sehr gründlichem Zähneputzen mit der Zahnbürste bleiben noch etwa 30 Prozent der Zahnflächen nicht gereinigt. Das schafft ideale Bedingungen für Kariesbakterien. Um die auch in den versteckten Zahnzwischenräumen zu erreichen, sollte man regelmäßig Zahnseide oder Interdentalbürstchen und Mundspül-Lösungen einsetzen. Die richtige Anwendung lässt man sich am besten beim Zahnarzt zeigen. Blutet das Zahnfleisch beim Einsatz von Zahnseide oder beim Zähneputzen, kann eine Zahnfleischentzündung der Grund sein. Das Bluten sollte aber durch die regelmäßige gründliche Zahnpflege aufhören. Wenn nicht, muss das Problem beim Zahnarzt abgeklärt werden.

jung Frau miot schönen weißen Zähnen

Weißheit. Schöne Zähne zeigt man am besten mit einem herzlichen Lachen.

Ist das Fluorid in der Zahnpasta schädlich?
Bei der richtigen Anwendung von fluoridhaltigen Zahnpflegeprodukten sind keine unerwünschten Wirkungen zu befürchten. Der in der Zahnpasta enthaltene Fluoridgehalt ist genau angepasst und grundsätzlich sehr gering. Fluorid schützt die Zähne auf mehrfache Weise. Einerseits fördern Fluoride die Einlagerung von härtenden Mineralstoffen aus dem Speichel in den Zahnschmelz. Dadurch werden kleine Schäden im Zahnschmelz repariert und das Kariesrisiko sinkt. Zum anderen sorgt Fluorid dafür, dass die Kariesbakterien in der Mundhöhle weniger Schaden anrichten, und es bildet eine Schutzschicht auf der Zahnoberfläche.

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Was passiert bei der professionellen Mundhygiene oder Zahnreinigung (PZR)?
Gegen hartnäckige bakterielle Zahnbeläge und Zahnverfärbungen kommt auch die gewissenhafteste häusliche Zahnpflege oft nicht an. Deshalb raten Zahnärzte dazu, regelmäßig eine professionelle Mundhygiene oder Zahnreinigung (PZR) in Anspruch zu nehmen. Dabei werden harte wie weiche Beläge und Verfärbungen auf Zahnoberflächen, in den Zwischenräumen und Zahnfleischtaschen mit speziellen Instrumenten entfernt. Also auch in jenen Bereichen, die man durch die häusliche Mundhygiene nur schwer erreicht. Die regelmäßige PZR erhöht auch die Haltbarkeit von Brücken, Kronen und  Implantaten. Besonders wichtig ist die professionelle Mundhygiene bei erhöhtem Kariesrisiko, Zahnfleischentzündungen, Zahnersatz (Kronen, Brücken, Implantaten etc.), Zahnregulierungen und Einschränkung der persönlichen Putzmöglichkeiten, zum Beispiel durch Verletzungen, Gelenksabnützungen, Behinderungen oder neurologische Erkrankungen wie Parkinson oder Multiple Sklerose. Die Behandlung dauert etwa 30 bis 45 Minuten und ist nicht schmerzhaft, im schlimmsten Fall nur etwas unangenehm.

kleines Mädchen putz sich die Zähne vor dem Spiegel

Frühchen. Früh übt sich, wer schöne Zähne haben will.

In welchem Alter soll mit dem Zähneputzen begonnen werden?
Milchzähne sind besonders anfällig für Kariesbakterien, daher sollten bereits die ersten Zähne regelmäßig nach den Mahlzeiten mit Wasser gereinigt werden. Dazu eignen sich spezielle Fingerlinge oder kleine weiche Kinderzahnbürsten. Spätestens ab dem zweiten Lebensjahr kann eine kleine Menge Kinderzahnpasta zum Zähneputzen verwendet werden. Wichtig ist, dass Kinder unter Aufsicht richtig putzen, spülen und ausspucken lernen. Eltern sollten übrigens immer nachputzen – solange, bis das Kind in der Volksschule flüssig schreiben gelernt hat und die Handmotorik entsprechend entwickelt ist.

Antworten von
DDr. Gert Üblagger
Facharzt für Mund- und Kieferheilkunde in Seekirchen am Wallersee

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