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Nachhaltig leben mit Kindern

Wie man ein gutes Vorbild wird.

Home » Family » Nachhaltig leben mit Kindern - 10.2018

Wenn unsere Kinder in einer sauberen Umwelt aufwachsen sollen, müssen Eltern als Vorbild voran gehen. Es ist gar nicht schwer.

Weg mit all dem Plastik, mehr Bioprodukte kaufen, auf Wiederverwendbares umstellen: Oft sind es Kleinigkeiten, die das Leben nachhaltiger machen, und entsprechend leicht sind sie meist umzusetzen. Bis dann ein kleiner Zwerg da ist und man sich inmitten von Wegwerfwindeln, Feuchttüchern und Plastikgeschirr wiederfindet.

So wichtig ökologische Prinzipien vor dem Kind waren, so hoch ist nun der Berg an Kleidung, die man aussortiert, weil der Nachwuchs – kaum, dass er hineinpasst – schon wieder rausgewachsen ist. Auch beim Zubehör – angefangen beim Flaschenaufsatz bis hin zum Schnuller – wird’s nicht viel umweltschonender. Weil das Kind aber später in einer Welt heranwachsen soll, die möglichst grün ist, sollte der ökologische Fußabdruck nicht schon strapaziert werden, bevor das Kleine selbst überhaupt losläuft.

Gute Planung

Spätestens wenn der Nachwuchs in den Kindergarten kommt, kann man es zugeben: Vieles von dem, was man extra für das neue Familienmitglied angeschafft hat, hätte man sich sparen können. Denn kein Neugeborenes benötigt sieben Schnuller, dreizehn Spielzeugautos, Greiflinge oder Spieluhren. Viel mehr freut es sich über ungeteilte Aufmerksamkeit und Kuschelzeit.

Dinge, die man nur einmalig oder selten braucht (etwa auf Reisen), kann man oft bei Freunden ausleihen, vieles lässt sich gebraucht erstehen. Gerade Freunde und Nachbarn, die schon ältere Kinder haben, sind froh, wenn ihr alter Stubenwagen wieder Verwendung findet, und auch mit Babyphone und ausgedienten Holzklötzen können sie vermutlich jederzeit dienen. Ebenso wird es dem Baby egal sein, ob Mama das Vorlesebuch aus der Bibliothek entliehen oder gekauft hat, solange es nur ihre Stimme hört. Das spart nicht nur Ressourcen, sondern ebenso Geld, das man in hochwertige, nachhaltige Produkte investieren kann, die dann eine längere Lebensdauer haben und im besten Fall sogar mitwachsen.

Auf mamikreisel.at findet man alles, was man für die Schwangerschaft und das Baby braucht – und kann es hier auch weiterverkaufen.

Ressourcenschonende Produktion

Auch bei der Wahl der Materialien beginnt es schon im Kleinen. Glas- statt Plastikflaschen, Holzspielzeug, Bio-Baumwolle: Sie alle belasten die Umwelt viel weniger. Schwieriger wird es bei der Hygiene. Nicht jeder kann sich mit Stoffwindeln anfreunden. Ökowindeln, die vollständig ohne Latex auskommen, sind hier eine Alternative.

Grundsätzlich gilt: Je komplizierter die Umstellung, desto größer die Gefahr, dass der Pragmatismus die Oberhand gewinnt und man aus Bequemlichkeit oder Zeitmangel doch wieder auf nachhaltige Lösungen verzichtet. Je einfacher, desto erfolgversprechender. Beim Baden reichen etwa einige Tropfen natürliches Mandelöl als Zusatz und das erste Essgeschirr kauft man aus Bambus. Bei Bodys gibt es viele Modelle, die dank Druckknöpfen mitwachsen, und auch Holzbetten sind oft für verschiedene Altersstufen adaptierbar. Achtet man dann noch beim Spielzeug auf Nachhaltigkeit, sind die ersten, leicht umsetzbaren Schritte schon getan.

Nachhaltig leben mit Kind – die ersten Schritte:

  1. Möglichst auf Plastik verzichten
  2. Leihen statt kaufen
  3. Snacks und Getränke selbst mitnehmen statt unterwegs kaufen
  4. Mitwachsende Kleidung und Möbel bevorzugen
  5. Öfter aufs Auto verzichten – gut planen
  6. Bei Kleinigkeiten ein gutes Vorbild sein – Kinder ahmen nach
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