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Nachhaltig netzwerken – ohne Netz

Man kann auch ohne World Wide Web nachhaltig leben und die Umwelt schützen.

Home » Leben » Ratgeber » Nachhaltig netzwerken –ohne Netz - 10.2015

Teil 2: Nachhaltige Nächstenliebe ohne Internet

Online-Plattformen wie Share & Care und FragNebenan machen es sehr leicht, sich nachhaltig auszutauschen. Aber Nächstenliebe geht auch ohne Internet.

Neben größeren Initiativen tun sich immer mehr Privatpersonen zusammen, um einander unter die Arme zu greifen und die Gemeinschaft zu stärken. In den sozialen Medien gibt es mittlerweile unzählige Schenkbörsen, Gruppen für gemeinsame Aktivitäten und Online-Treffpunkte für sozial Engagierte. Was schon die österreichische Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach propagierte, wird durch die digitale Vernetzung vielleicht intensiver gelebt denn je.

Marie von Ebner-Eschenbach, österreichische Schriftstellerin

„Wenn jeder dem anderen helfen wollte, wäre allen geholfen.“

Pumpipumpe

Aber man kann auch ohne Internet sozial sein. Bestes Beispiel dafür sind simple Aufkleber am Briefkasten oder der Haustür. Sie zeigen den Nachbarn anhand von Symbolbildern, was man alles besitzt und ausleihen würde: vom Zelt bis zum Schlitten, von der Luftpumpe bis zur Gugelhupfform.

Ziel ist, sinnvoll und nachhaltig mit Konsumgütern umzugehen und auch die Nachbarn besser kennenzulernen.

Die Idee dazu kommt von Schweizer Designern, die Pickerl tragen offiziell den Namen „Pumpipumpe“. Die gesamte ­Sticker-Palette kann man für eine Pauschale von 5 Euro online bestellen, das Projekt wurde über Crowdfunding finanziert und arbeitet nicht profitorientiert. Aktuell sind schon knapp 8.000 Briefkästen beklebt, verteilt auf Europa und den Rest der Welt.

Pflanze Close up, nachhaltig

Gemeinschaftlich etwas schaffen. Gibt man sich Mühe, wird aus einem Samen eine Pflanze.

Umweltschutz

Dinge zu verschenken, und einander zu helfen, ist mehr als nur ein sozialer Trend. In vielen Fällen stehen konsumkritische Überlegungen dahinter. Denn: Wer von anderen etwas bekommt, muss es nicht selbst kaufen. Damit schließt sich der Kreis zum Umweltschutz: weniger Produkte, weniger Verschwendung. Allein in Österreich landen jährlich 160.000 Tonnen Lebensmittel im Müll.

Noch mehr nachhaltige Nächstenliebe? Lesen Sie mehr zu dem Thema:

Teil 1: Teilen statt Kaufen – Angebot und Nachfrage
Teil 2: Nachhaltige Nächstenliebe ohne Internet

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