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Ab heute Natur pur!

Auf Naturkosmetik steigt man am besten Schritt für Schritt um.

Home » Schönheit » Pflege » Ab heuteNatur pur! - 11.2015

Teil 2: Mit dem natürlichen Zyklus der Haut arbeiten

Wer sich bewusst für einen Umstieg von konventioneller Kosmetik auf Naturkosmetik entscheidet, sollte sich über ein paar Dinge im Klaren sein. Und an einiges muss man sich wirklich erst gewöhnen.

In unserem Bewusstsein scheint verankert zu sein, dass alles, was schäumt, auch reinigt. Dem ist nicht so. Naturkosmetik kann aufgrund fehlender synthetischer Tenside nicht schäumen, hat aber trotzdem die gleiche reinigende Wirkung. Bei Duschgels oder Körpercremes hat man zuerst vielleicht das Gefühl, dass die Haut nicht ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt wird. Das liegt daran, dass die natürlichen Inhaltsstoffe schneller in die Haut einziehen und sich weniger auf der äußeren Hautschicht ablagern.

Schaumfrei. Naturkosmetik kann aufgrund fehlender synthetischer Tenside nicht schäumen, hat aber trotzdem die gleiche reinigende Wirkung.

Natürlich muss man auch nicht von heute auf morgen alle Kosmetika und Pflegeprodukte aus dem Badezimmerschrank verbannen. Vom Prinzip der Nachhaltigkeit her betrachtet könnte man da gleich alles beim Alten belassen. Man erinnert sich an die Politik der kleinen Schritte und arbeitet sich von Körperregion zu Körperregion vor. Hier bekommen Sie einen Einblick, wie vielfältig das Naturkosmetiksegment schon ist. Passende Produkte gibt es von Kopf bis Fuß.

Marion Mohrmann rät Naturkosmetikneulingen, bei der Körperpflege einzusteigen. Hier bekommt man die Wirkungsweise pflegender Öle oder duftender Bodylotions unweigerlich mit und fühlt sich sofort rundum wohler.

Konsequenz ist in diesem Fall aber das A und O. Hat man sich zum Beispiel im Fall der Körperpflege entschieden, auf die natürlichen Inhaltsstoffe umzusteigen, tauscht man jetzt alle dafür benötigten Produkte aus. Mischkosmetik schadet zwar nicht, bringt aber überhaupt nichts. Wenn man einen natürlichen Reinigungsschaum verwendet und danach eine Creme auf Erdölbasis schmiert, nimmt man der Naturkosmetik die Kraft, ihre Wirkungsweise zu entfalten.

Der Zyklus der Haut

Wer sich für die Naturkosmetik entscheidet, braucht anfangs etwas Geduld. Die Haut hat einen Zyklus von 28 Tagen, in dem sie sich immer wieder selbst reguliert. Wechselt man innerhalb dieser Zeit auf Naturkosmetik, kann die Haut das mit Unreinheiten quittieren. Sie kann trockener werden oder in ihrer Empörung allergische Reaktionen zeigen. Nach einem Monat sollte alles wieder im Lot sein. Um das richtige Produkt für sich zu finden, klärt man erst einmal, wie die Haut beschaffen ist, schließt eventuelle Unverträglichkeiten auf bestimmte Blüten aus und verlässt sich dann vor allem auf die Sinnesorgane und die Intuition. Die wissen über den Körper, in dem sie wohnen, gut Bescheid und geben die Richtung, in die man schmieren sollte, ganz passabel vor.

Die Haut hat einen Zyklus von 28 Tagen, in dem sie sich immer wieder selbst reguliert.

28. Die Haut hat einen Zyklus von 28 Tagen, in dem sie sich immer wieder selbst reguliert.

Wie lange hält Naturkosmetik?

Da bei Naturkosmetik keine synthetischen Konservierungsstoffe verwendet werden, um das Produkt haltbar zu machen, haben die meisten Produkte eine durchschnittliche Haltbarkeit von 12 bis 24 Monaten. Die Konservierung zertifizierter Naturkosmetik basiert auf dem wichtigen Zusammenspiel von Herstellungsverfahren, Verpackung und Multifunktionalität der Inhaltsstoffe.

Perfekt kombinierbar

Weil bei Naturkosmetik viel mit Gerüchen gearbeitet wird, ist es ganz selbstverständlich, dass die Sinnesorgane im Sommer eher auf Zitrone oder Verveine ansprechen und im Winter etwa Vanille oder Granatapfel bevorzugen. Grundsätzlich ist Naturkosmetik untereinander perfekt kombinierbar. Produkte und Marken stehen nicht in Konkurrenz. Was für eine friedliche, schöne Welt.

Nasenschmeichler. Naturkosmetik arbeitet viel mit Gerüchen. Gerade im Winter werden unsere Sinnesorgane deswegen verstärkt von Granatapfel und Vanille angesprochen.

Wie benutzt man Naturkosmetik?

Um die Lebensdauer der Produkte deutlich zu erhöhen, sollten Sie folgende Dinge beachten: Packung nur zum unmittelbaren Gebrauch öffnen. Angebrochene Produkte möglichst zügig verbrauchen, da keine synthetischen Konservierungsstoffe enthalten sind, haben sie meist eine verkürzte Haltbarkeit. Kosmetika nach jeder Anwendung wieder sorgfältig verschließen. Cremes, speziell Tiegelprodukte, nie mit ungewaschenen Händen verwenden, am besten nimmt man einen sauberen Spatel. Kosmetika kühl, trocken und dunkel aufbewahren.

Lesen Sie mehr zum Thema:

Teil 1: Warum es gut ist, auf Naturkosmetik umzusteigen
Teil 2: Mit dem natürlichen Zyklus der Haut arbeiten
Teil 3: Testen Sie Ihren Hauttyp in nur 3 Minuten

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