Menü öffnen

Naturkosmetik: Gesunde Bräune

Sonnenschutz aus der Naturkosmetik: Infos, Tipps und Produkte.

Home » Schönheit » Naturkosmetik:Gesunde Bräune - 04.2016

Die Haut braucht Schutz vor der Sonne. Auf so etwas Elementares hätte die Natur nie vergessen. Ihre natürlichen Sonnenschutzfilter arbeiten wunderbar.

Es ist schon komisch mit der Sonne. Unser Gemüt kann gar nicht genug von ihr bekommen, gleichzeitig müssen wir die Haut vor ihr verstecken, weil die UV-Strahlung für zahlreiche Schäden an der Epidermis und für vorzeitige Hautalterung mitverantwortlich ist. Noch dazu hat die Haut nicht nur ein sensationelles Erinnerungsvermögen, sie kommt auch schwer über Verletzungen hinweg. Weder vergisst sie einen Sonnenbrand, noch verzeiht sie ihn. Da bleibt nichts anderes übrig, als darauf zu schauen, dass so was gar nicht erst passiert. Und das geht auch mit Naturkosmetik. Gerade in den vergangenen Jahren wurde auf diesem Gebiet viel geforscht und experimentiert. Das Ergebnis: Der heute angebotene natürliche Sonnenschutz erfüllt alle Kriterien der Sonnenschutz-Standards. Er bietet ausgewogenen und effektiven UV-A-, UV-B- und sogar UV-C-Schutz.

Inzwischen können auch mineralische Bio-Sonnencremes hohe Lichtschutzfaktoren von 30 oder 50 erreichen.

Mineralischer Sonnenschutz, wie er auch genannt wird, hat jede Menge Vorteile. Er enthält wie alle naturkosmetischen Produkte keine synthetischen Zusätze wie Duftstoffe, Konservierungsstoffe, Silikone, Parabene, Emulgatoren, Erdölprodukte oder, wie im Fall des Sonnenschutzes, chemische Lichtschutzfilter. Die Mittel enthalten naturreine wertvolle Öle wie Pfirisichkern- oder Jojobaöl oder Aloe vera, die die Haut pflegen und vor Feuchtigkeitsverlust bewahren. Deshalb ist mineralischer Sonnenschutz in der Regel sehr gut für alle Hauttypen verträglich. Vor allem Menschen mit empfindlicher Haut können damit die Sonne wieder ausgiebiger genießen. Ein Goodie für empfindliche Kinderhaut: Mineralischer Sonnenschutz entfaltet seine schützende Wirkung sofort nach dem Eincremen.

Gleicher Schutz, andere Wirkweise

Synthetische Sonnenschutzfilter verbinden sich mit dem Hautfett und nehmen die UV-Strahlung auf, um sie dann zu zerlegen. Natürliche Filter arbeiten rein physikalisch. Fein gemahlene mineralische Pigmente legen sich wie ein Schutzfilm auf die Haut und reflektieren die im Sonnenlicht enthaltene gefährliche Strahlung wie ein Spiegel. Die Schutzwirkung basiert vor allem auf zwei Verbindungen: Einerseits Titandioxid, das besonders wirksam gegen UV-B-Strahlen ist, andererseits Zinkoxid, das eine Schutzfunktion bis weit in den UV-A-Bereich hat. Das Prinzip von mineralischen Lichtschutzfiltern wurde von der Natur übernommen. Genauer gesagt von den Elefanten. Denn diese schützen sich vor der Sonne, indem sie sich selbst mit Schlamm bedecken.

Wirkstoffe in mineralischem Sonnenschutz

Schisandrafrüchteextrakt: Die zitronenähnliche Frucht wird in der TCM verwendet. CO2-Extrakt enthält die lipophilen Wirkstoffe. Hoher Gehalt an Linolensäure hilft bei gestresster, empfindlicher Haut. ...
...Prophylaxe bei Problemhaut. Hautberuhigend. Antioxidativ. Entzündungshemmend.
Löwenzahnextrakt: Sehr anpassungsfähig. Medizinische Anwendung vor allem bei Verdauungsbeschwerden.Hautpflegend. Unterstützt die natürliche Regeneration der Haut.
Edelweißextrakt: Spielt in der traditionellen Alpenmedizin eine wichtige Rolle. Antioxidativ. Bietet Schutz vor freien Radikalen....
...Aktiver Zell- und Collagenschutz. Nachgewiesene Anti-Aging-Wirkung. Beugt lichtbedingter Hautalterung und Fältchenbildung vor. Unterstützt die natürliche Regeneration der Haut.
Camu-Camu-Frucht Wird in der Amazonasregion als Aphrodisiakum konsumiert. In Europa wird die Frucht vor allem als Nahrungsergänzungsmittel verwendet. Enthält 30-mal mehr Vitamin C als eine Zitrone. Außergewöhnlich hoher Schutz vor freien Radikalen und Hautalterung. Antioxidative Wirkung

Farbe eingehaucht

Das Auge nimmt die natürlichen Mineralien, also die Pigmente in der Sonnenschutzcreme, durch die Lichtreflexion auf der Haut als weißen Schimmer wahr. Weil die Pigmente – anders als bei synthetischem Sonnenschutz – nicht in die Haut eindringen, sondern sich nur anlegen, erscheint die Haut weißer und stumpfer. Wichtig ist es daher, die Creme immer gleichmäßig aufzutragen und einzumassieren. Den sogenannten Weißeleffekt, der noch vor einigen Jahren aufgetreten ist, hat die Wissenschaft mittlerweile gut unter Kontrolle.

Marion Mohrmann, Sortimentsmanagerin der dm Naturkosmetik

„Für mineralischen Sonnenschutz gelten die gleichen Sonnenregeln wie für chemischen: Nach dem Baden immer nachcremen, den richtigen Schutzfaktor verwenden und trotzdem nicht zu lange in der Sonne bleiben.“

Bio-Beauty-Hersteller setzen auf Farbtherapie. Es gibt nun schon Produkte, die leicht getönt sind. Oft wird auch Sanddornöl beigemengt, das von Natur aus einen Orange-Farbton hat. Man schaut also mit einem naturkosmetischen Sonnenschutz auf der Haut nicht mehr aus, als wäre man frisch aus dem Jenseits zurückgekehrt. Derzeit wird auch viel über die sogenannten Nanopartikel diskutiert. Nanopartikel aus Titandioxid dienen etwa in Sonnencremes als UV-Filter. Befindet sich zum Beispiel ein bestimmter Prozentanteil des Stoffes Titaniumdioxid oder Zinkoxid in einem Kosmetikum, ist der Hersteller verpflichtet, das Wort „Nano“ in den Inhaltsstoffen anzugeben. Wer mehr über das Thema erfahren möchte, kann sich jederzeit gerne an den dm kundenservice wenden. Ansonsten haben sich Qualität und Beschaffenheit des mineralischen Sonnenschutzes in den vergangenen zehn Jahren enorm verbessert. Die Cremes sind viel leichter zu verteilen und pflegen gleichzeitig die Haut. Der jüngste Renner sind auch hier Sonnenschutzsprays, die einfach aufgesprüht werden.

Problem-Zone

Manche Stellen am Körper werden beim Eincremen mit Vorliebe vergessen – da hilft ein kleiner Merkzettel.

Kopfhaut/Scheitel. Am besten einen Sonnenhut bzw. ein Tuch tragen. Zusätzlich spezielle Haar- und Kopfhautpflegeprodukte mit hohem UV-Schutz verwenden.
Ohren. Die Haut bei den Ohren ist besonders anfällig für einen Sonnenbrand. Daher vor dem Sonnenbad eine Creme mit hohem Lichtschutzfaktor oder einen Sunblocker auftragen.
Nacken. Bei Beach-Frisuren ist oft der Nacken und somit auch die Bahn für Sonnenbrand frei. Must-Have: wasserfeste Sonnencreme – nasse Haare tropfen kontinuierlich auf den Nacken.
Handrücken. Während die Handinnenflächen automatisch eingecremt werden, vergisst man leicht auf die Handrücken. Aber auch hier hinterlässt die Sonne ihre Spuren.
Füße. Eine heiße Sohle aufs Parkett zu legen, kann sehr schmerzhaft sein – Fußrücken, Sohle und Zehen sind sehr empfindlich und müssen eingecremt werden.
Oberarme/Innenseite. Auf der Innenseite unserer Oberarme ist die Haut besonders dünn und sensibel. Hier nicht mit Sonnencreme sparen.
Waden/Innenseite. Die Hinterseite der Beine ist oft Bühne für schlimmen Sonnenbrand. Am besten auf den Bauch drehen und sich die ganze Rückseite vom Liebsten eincremen lassen.

Was sind eigentlich UV-A-, B- und C-Strahlen?Weiterlesen

Strahlen-Kenner

Unterschiedliche Strahlenarten und was man von ihnen erwarten kann:

UV-A-Strahlen. Sie sind überall, das ganze Jahr gegenwärtig und werden auch von Fensterglas nicht aufgehalten. Diese langwelligen Strahlen (320 bis 400 Nanometer) dringen tief in die Haut ein. Sie sind für die verminderte Hautelastizität verantwortlich. Außerdem verstärken UVA-Strahlen die schädlichen Wirkungen der UVB-Strahlen und erhöhen dadurch das Risiko eines Sonnenbrands bis hin zu Hautkrebs. Sie sind es also, die irreparable Zellschäden verursachen können.

Nur ein Teil der Strahlung erreicht überhaupt die Erde. Durch das Aufbrechen der Ozonschicht ist es aber deutlich mehr.

UV-B-Strahlen. Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, wie gut ein Sonnenschutzmittel vor UVB Strahlung schützt. Die kurzwelligen UVB-Strahlen (290 bis 320 Nanometer) durchdringen die oberste Hautschicht, die Epidermis, und schädigen die Zellen. Sie bräunen unsere Haut, sind aber auch für den Sonnenbrand verantwortlich. Besondere Vorsicht ist bei Kindern geboten: Die UVB-Strahlen können das Erbgut der Zellen schädigen, und es kann zu einem erhöhten Hautkrebsrisiko in späteren Jahren kommen. Die Strahlung ist an verschiedenen Orten und zu verschiedenen Zeiten unterschiedlich intensiv.
UV-C-Strahlen. Sie sind das energiereichste Licht, gelangen jedoch gar nicht oder nur in sehr geringem Maße auf die Erdoberfläche.

Nach Oben
Zur optimalen Darstellung der Website verwenden wir Cookies. In Ihren Browsereinstellungen können Sie die Verwendung von Cookies deaktivieren.OK