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Neues von der Ölforschung

Energielieferant, Vitaminträger und Geschmacksverstärker – Öl hat viele Aufgaben

Home » Leben » Gesundheit » Neues von derÖlforschung - 09.2015

Teil 1: Neues von der Öl-Forschung

Richtige Fette – Gesunde Ernährung. Um sich da kurz auf den jüngsten Ölstand zu bringen: Ganz ohne Fett lebt man nicht gesund. Nur mit Fetten läuft der Körper wie geschmiert. Und zwar mit den richtigen.

Es dient unserem Organismus als Energielieferant. Als Baustoff wird es von allen Zellen des Körpers benötigt. Wie ein Polster schützt es unsere Organe und als Schicht unter der Haut bewahrt es uns vor Wärmeverlust und Austrocknung: Ohne Fett können wir nicht leben. Und dennoch hat Fett einen schlechten Ruf, denn es gilt als Ursache für Übergewicht, als Auslöser von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, als Mitverursacher von Dickdarmkrebs. Auch hier gilt: Letztendlich entscheiden die Menge und die Qualität darüber, ob etwas gesund oder schädlich ist.

Geschmacksverstärker

Magertopfen, fettarmer Käse und Null-Prozent-Joghurt in allen Ehren: Damit mag man vielleicht Kalorien einsparen, aber schmecken tut’s nicht wirklich. Denn Fett ist ein wichtiger Geschmacksträger: „Viele Geschmacksstoffe lösen sich nur in Fett gut auf und entfalten dann ihr volles Aroma“, erklärt die Ernährungswissenschaftlerin Ulrike Gonder. „Fehlt das Fett, bleiben Speisen eher fad.“ Zusätzlich sorgt Fett dafür, dass wir nach dem Essen satt und zufrieden sind: „Wenn etwas gut schmeckt, werden im Gehirn auch jene Zentren angeregt, die uns mit angenehmen Gefühlen belohnen.“ Das erklärt, wieso sich Fetthaltiges so gut als Seelentröster eignet. Bei fettlosen Chips bleibt der Körper weiterhin gierig nach Nahrung – auch wenn man das Packerl aufisst. Die Erkenntnis daraus ist tröstlich: „Man sollte Fett nicht meiden, sondern es bewusst konsumieren – denn unser Körper braucht Fett.“

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Öl-Multi Fett hat viele Berufe. Es ist Energiequelle, Vitaminlieferant, Geschmacksträger und Seelentröster.

Gesunde Schmierstoffe

Fette und Öle liefern die sogenannten essenziellen Fettsäuren, die unser Organismus nicht selbst herstellen kann, und sind Träger der wichtigen fettlöslichen Vitamine A,D,E,K. „In guten Speiseölen ist viel Vitamin E enthalten, das die Zellen vor schädlichen freien Radikalen schützt“, sagt Gonder. „Weiters unterstützen die Ölinhaltsstoffe die Bildung von Hormonen und stärken das Immunsystem.“ Kalt gepresste Öle sind außerdem reich an Pflanzeninhaltsstoffen, denen ein positiver Einfluss auf den Cholesterinspiegel und Herzerkrankungen nachgesagt wird. Apropos Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Der Grundsatz, dass eine fettreichere Ernährung das Risiko dafür erhöht, wurde mittlerweile wissenschaftlich widerlegt. Trotzdem hält er sich hartnäckig.

Ulrike Gonder

„Heute wird eher dazu geraten, Kohlenhydratreiches wie Reis, Nudeln, Backwaren im Speiseplan zu reduzieren.“

Stattdessen sollten viele Ballaststoffe aus Gemüsen, Salaten, Beeren und Früchten auf den Teller kommen, „dazu Lebensmittel, die hochwertiges Eiweiß und Fett liefern: Nüsse, Butter, Fisch, Eier, gute Speiseöle und, wer mag, zwischendurch auch Fleisch, vorzugsweise aus artgerechter Tierhaltung.“ Der positive Effekt dieser Art von Mischkost ist medizinisch belegt: „Mit dieser Ernährungsweise lassen sich, ohne abzunehmen, erhöhte Werte von Blutzucker, Insulin und Blutdruck senken.“

Alles über das Multitalent Öl

Teil 1: Neues von der Öl-Forschung
Teil 2: 6 Öle, die Ihr Leben verändern werden
Teil 3: Pflanzliche Öle für Ihre Haut

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