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Ordnung mit System

Aufräumen und ausmisten: Die KonMari Methode. Und warum es uns danach besser geht.

Home » Inspiration » Wohnen » Ordnungmit System - 12.2015

Teil 1: Die KonMari-Methode

Ausmisten. Wegschmeißen. Es sind bloß zwei Worte, und doch können sie das Leben verändern. Denn nachher lebt man nur noch mit Dingen zusammen, die einen glücklich machen. Gute Strategie fürs neue Jahr, oder?

Das Buch wurde zum New-York-Times-Bestseller und Marie Kondo berühmt. Als Großmeisterin des Wegschmeißens, schon seltsam, womit man es zu Ruhm bringen kann. Jedenfalls: Menschen auf der ganzen Welt schlichten, räumen auf, lassen los nach ihrer Methode. Die Japanerin ist zum Synonym für konsequentes Ausmisten geworden. Ihre Strategie, um Ordnung zu schaffen, ist dabei ganz simpel: „Wer seine Gewohnheiten ändern will, muss seine Einstellung verändern“, sagt sie. Und geht ans Werk.

Entscheidend ist, nur noch die Sachen zu behalten, die einem wirklich Freude machen. Und den Rest entsorgt man, am besten der Reihe nach: Kleider, Bücher, Papiere, Kleinkram, Erinnerungsstücke.

Und das konsequent und innerhalb eines kurzen Zeitraumes. Denn das stete Immer-wieder-von-Anfang-an-Herumschlichten bringt nichts. Da wird keine Veränderung im Raum sichtbar, das ist keine Motivation, sich großzügig von Dingen zu trennen, die einem eh nur den Platz verstellen.

Auswahl.Das stete Immer-wieder-von-Anfang-an-Herumschlichten bringt nichts.

Nichts wie weg

Kondo geht zielstrebig an die Arbeit. Sie räumt Kästen aus, leert Schubladen, spürt jeden Schlupfwinkel auf, in dem sich Kleidungsstücke eingenistet haben. Dann häuft sie alles auf dem Bett auf. Den Anblick muss man dann erst einmal verkraften, meist erreicht der Kleiderberg ungeahnte Höhen. Jedes einzelne Kleidungsstück muss in die Hand genommen werden.

Dann: Kopf ausschalten und hinspüren. Macht mich dieses Stück glücklich? Wenn nicht, kann man sich getrost davon trennen. Kondo bedankt und verabschiedet sich und legt das gute Stück dann weg. Mit Achtsamkeit und Wertschätzung. Schließlich hat es einen eine Zeit lang durchs Leben begleitet.

Ordnungsliebe

Marie Kondo war schon als Kind die Ordnungshüterin im Haus. Hat die Zimmer ihrer Geschwister aufgeräumt und schon in jungen Jahren jedes Ordnungssystem ausprobiert, das es gibt, um zu erkennen, dass man keines braucht. Schränke und Schuhkartons, das ist ihr ganzes Geheimnis. Da haben dann auch Ausreden keinen Platz mehr: Das war ein Geschenk, das muss man doch aufheben. Das kann ich später vielleicht noch einmal brauchen. Wenn ich abnehme, passt die Hose ja wieder. Das ist viel wert, es hat mir mal vor zehn Jahren etwas bedeutet. Nichts da.

Ballast. Ausmisten schafft Freiräume. Aufräumen in einem Rutsch ist wie ein Neuanfang.

Das Gute an der KonMari-Methode: Zieht man sie durch, ist man nur mehr von Dingen umgeben, die einen glücklich machen. Die Veränderung ist so groß, dass man dann unweigerlich beginnt, in seinem Leben aufzuräumen. Und sich von Dingen trennt oder Umstände beendet, die schon lange nicht mehr zu einem passen. Ballast abwerfen schafft eben Freiräume. Aufräumen in einem Rutsch ist wie ein Neuanfang.

So funktioniert die KonMari-Methode:

„Die Unordnung im Zimmer entspricht der Unordnung im Herzen“, sagt ein japanisches Sprichwort. Marie Kondo weiß das, beschäftigt sie sich doch schon seit ihrer Kindheit mit dem Aufräumen. Ihre KonMari-Methode beruht auf einer ganz eigenen Sichtweise: aus den Dingen, die man besitzt, jene auswählen, die man behalten möchte, nicht jene, die man loswerden sollte. Dazu gibt es eine festgelegte Reihenfolge, in der man ausmistet. Zuerst ist der Kleiderschrank dran, dann die Bücher, danach die Papiere, dann der Kleinkram, und ganz zum Schluss wagt man sich an die guten alten Erinnerungsstücke. Es wird also nach Kategorien und nicht nach Zimmern aufgeräumt. Deshalb rät der Aufräum-Coach auch dazu, beim Aussortieren für eine ruhige Atmosphäre zu sorgen.

Marie Kondo, Buchautorin

„Wenn man sich intensiv mit den einzelnen Dingen beschäftigt und seinen Empfindungen nachgeht, dann ist es fast, als ob zwischen den Dingen und einem selbst ein leiser Dialog entstehen würde.“

Mit System. Immer jedes Zimmer einzeln vornehmen. Zuerst die Küche, dann das Bad. Nie gleichzeitig.

Die 7 Schritte im Überblick

  1. Anpacken. Alles auf einmal und jetzt gleich mit dem Aufräumen beginnen.
  2. Reihen. Erst aussortieren und entsorgen, dann ans Einräumen machen.
  3. Beginnen. Mit jener Kategorie starten, die am leichtesten fällt. Dann bekommt man Übung.
  4. Sammeln. Alles aus einer Kategorie an einer Stelle versammeln.
  5. Behalten. Nur jene Dinge behalten, die einem Freude bereiten.
  6. Bedanken. Sich bei jedem Ding bedanken. Und sich dann davon verabschieden.
  7. Ordnen. Nach der KonMari-Methode ordnen: So brauchen die Dinge weniger Platz und man hat den besten Überblick.

Tipp:

Wenn dann endlich der Keller entrümpelt, der Dachboden leer und die Wohnung aufgeräumt ist, kann man den Putzteufel loslassen. Die richtigen Zutaten gibt es im dm Online-Shop.

Weitere Tipps von Marie Kondo

Marie Kondo zeigt, wie man langärmelige T-Shirts am einfachsten zusammenlegen kann.

Ein Bücherregal sortieren? mit diesen Tipps von der Aufräum-Queen kein Problem.

BUCH TIPP „Magic Cleaning“ von Marie Kondo

„Magic Cleaning: Wie Wohnung und Seele aufgeräumt bleiben“ und „Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert“, von Marie Kondo sind ein hilfreicher Begleiter zu einem ordentlichen und sauberen Zuhause. Rowohlt Verlag

Lesen Sie mehr zum Thema:

Teil 1: Die Kon-Mari-Methode
Teil 2: Feng Shui und Simplify

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