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Die richtige Pflege für die Kopfhaut

Alles über den Haarpflege-Trend Scalp-Care.

Home » Schönheit » Die richtige Pflege für die Kopfhaut - 09.2018

Die Wurzel vieler Haarprobleme liegt in der Kopfhaut. Deshalb rückt sie jetzt in den Fokus der Haarpflege. Scalp-Care ist der neue Haarpflegetrend.

Gesundes Haar bis in die Spitzen – um diesen Traum zu erreichen, setzen viele ein ganzes Arsenal von Spezial-Shampoos, Conditionern und Haarmasken ein. Trotzdem hält der Erfolg oft nicht lange an.

Denn was bei aller Pflege gern vernachlässigt wird, ist die Kopfhaut. Dabei ist sie, ganz im Wortsinne, die Basis für schönes Haar. Dichte, Volumen, Glanz und Schuppen haben ihren Ursprung genau dort, wo man vielleicht etwas zu selten hinsieht.

Zum Glück gibt es nun immer mehr Produkte, die sich der Scalp-Care (Kopfhautpflege) widmen. Öle, Seren, Peelings und Tonika kümmern sich gezielt um die Ursachen von Schuppen, Juckreiz, Trockenheit oder einem fettigen Ansatz.

Untrennbar verbunden

Denn schönes Haar hat seinen Ursprung bereits in den Haarwurzeln, also in der Kopfhaut. Sie ähnelt der Gesichtshaut, allerdings mit einem kleinen Unterschied: Sie ist noch durchlässiger und anfälliger für Einflüsse von außen. Diese sind in den Wintermonaten besonders heftig. Regelmäßiges Hitzestyling, trockene Heizungsluft, Wind – all das kann sie ganz schön aus dem Gleichgewicht bringen. Stress, hormonelle Veränderungen und ein etwaiger Nährstoffmangel tun dann das Ihre, um die natürliche Balance endgültig aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Hat sich die Feuchtigkeit erst einmal verflüchtigt, kann die Haut auch nicht mehr als Schutzschild gegen Eindringlinge fungieren. Spannende, juckende Kopfhaut sowie Mikro-Entzündungen sind die Folge. Etwa 60 Prozent der Frauen und 40 Prozent der Männer haben ihre Probleme damit. Um das Gleichgewicht wiederherzustellen, braucht die Kopfhaut neben viel Aufmerksamkeit auch die richtige Pflege. „Besonders wichtig ist es, den natürlichen Säureschutzmantel der Kopfhaut zu erhalten, dann kann sie sich selbst regulieren“, erzählt dm Qualitätstrainerin Renate Harrer aus der Praxis.

Typgerechte Pflege

Ob die Kopfhaut nun spannt oder zu viel Fett absondert oder ob es den Haaren an Dichte fehlt: Eine typgerechte Kopfhautpflege kann das Problem bei der Haarwurzel packen. „Im dm friseurstudio gehört eine Kopfhautanalyse zu jeder Beratung, damit man dann mit den richtigen Produkten arbeiten kann“, erklärt Renate Harrer.

Trockenheit: Bei sensibler, trockener und zu Juckreiz neigender Haut sollte auf jeden Fall zu einem milden, tensidarmen Shampoo gegriffen werden. Auch Parfum, Alkohol und immer wieder Silikone sind für die Haargesundheit eher kontraproduktiv. Inhaltsstoffe wie Bisabolol, Vitamin E und Urea beruhigen die Haut nachweislich. Regelmäßige Kopfhautpeelings bringen diese Region wieder ins Gleichgewicht, indem nicht nur Stylingreste, Schmutzpartikel und abgestorbene Hautschüppchen entfernt werden, sondern auch die Blutzirkulation angeregt wird. Feuchtigkeitsspendende, hochwertige Öle wie Mandel-, Jojoba- oder Arganöl werden eine halbe Stunde vor der Haarwäsche in die Kopfhaut einmassiert und gut ausgewaschen.

Fettige Kopfhaut: Hier empfiehlt sich ein klärendes Tonikum. Birkenrinde, Brennnessel und Rosmarin haben sich dafür besonders bewährt. Diese Wässerchen reduzieren die Talgproduktion, versorgen die Wurzeln mit Nährstoffen und verhindern ein allzu schnelles Nachfetten.

Fehlende Dichte: Pflegende Seren unterstützen die Kopfhaut mit Vitaminen, pflanzlichen Extrakten und Mineralien. So kann der Haarausfall verlangsamt und die Haardichte insgesamt verbessert werden. Kopfhaut-Seren eignen sich wunderbar als Overnight-Treatment, das zweimal pro Woche angewendet wird.

Tipp: Um die empfindliche Kopfhaut zu beruhigen, helfen Spülungen mit abgekühltem Kamillentee nach der Haarwäsche. Ein paar Minuten einwirken lassen und ausspülen.

Die besten Scalp-Care Produkte

Alles Gute für die Kopfhaut

Weniger ist mehr.
Sollten eine halbe Stunde nach dem Waschen Schüppchen von der Kopfhaut rieseln, waren die Tenside im Shampoo zu aggressiv. Dann heißt es: Shampoo wechseln oder viel weniger davon verwenden.

Bürsten-Behandlung.
Die Durchblutung der Kopfhaut wird angeregt, indem man die Haare vom Ansatz bis zu den Spitzen kämmt, am besten mit einer Naturhaarbürste mit sanften Noppen. Überschüssige Hautschüppchen werden dadurch entfernt, verstopfte Haarfollikel geöffnet.

Kopfmassage.
Die Kopfhaut freut sich über eine regelmäßige Massage. Denn ist die Haut entspannt, sind es die Haarwurzeln ebenfalls. Bei dieser Massage wird in kreisenden Bewegungen erst von der Stirn bis zum Nacken massiert. Anschließend wird rund um die Schläfen bis hin zum höchsten Punkt des Kopfes gearbeitet.

Routine.
Generell sollte man auf eine kopfhautfreundliche, sanfte Pflege achten, die wenige Tenside und gar keine Silikone enthält. In der Regel reicht es absolut, die Haare nur alle zwei bis drei Tage zu waschen und vor allem sehr gut auszuspülen.

Spezialbehandlung.
Eine Extraportion Feuchtigkeit tut nicht nur dem Haar gut.

10 Hausmittel

Ist die Kopfhaut aus dem Gleichgewicht, zeigt sie das in der Regel mit Trockenheit, Schuppen oder Juckreiz. Wichtig ist die richtige Behandlung, denn auch Schuppen sind nicht gleich Schuppen. Wir haben die zehn besten Hausmittel, die bei regelmäßiger Anwendung für eine gepflegte Kopfhaut sorgen.

1. Backpulver gegen fettige, juckende Kopfhaut
Backpulver wirkt wie ein mildes Peeling, entfernt abgestorbene Hautschüppchen und nimmt überschüssigen Talg auf. Man mischt einen Esslöffel Backpulver mit einem Esslöffel Wasser und vermengt das Ganze zu einer Paste. Auf die Kopfhaut auftragen und sanft verreiben. Nach einer Einwirkzeit von 5 bis 10 Minuten mit warmem Wasser gründlich ausspülen. Wichtig: Direkt danach das Haar nicht mit Shampoo waschen.

2. Pfefferminztee gegen fettige Kopfhaut
Eine Spülung mit Pfefferminztee hilft, dass die Kopfhaut nicht allzu schnell nachfettet. Dazu übergießt man eine Handvoll getrocknete oder frische Pfefferminzblätter mit einem Liter kochenden Wasser. 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und abkühlen lassen. Nach der Haarwäsche die Spülung auf die feuchten Haare und die Kopfhaut gießen und leicht einmassieren. Nach 5 Minuten mit lauwarmem Wasser ausspülen.

3. Kamillentee gegen fettige, empfindliche Kopfhaut
Kamille beruhigt empfindliche Kopfhaut und reguliert die Talgproduktion. Für die Kamillenteespülung kocht man einen Liter Wasser auf und lässt 4 Teebeutel Kamillentee ca. 5-7 Minuten lang ziehen. Sobald der Tee abgekühlt ist, die Haare und die Kopfhaut damit übergießen, ca. 10 Minuten einwirken lassen und danach mit lauwarmem Wasser ausspülen.

4. Olivenöl gegen trockene, stark juckende Kopfhaut
Olivenöl versorgt die Kopfhaut mit viel Feuchtigkeit. Am besten man träufelt das Öl mit einer Pipette auf die Kopfhaut, massiert es ein und lässt es über Nacht einwirken. Ein Handtuch rund um den Kopf schont die Bettwäsche. Am Morgen danach das Haar unbedingt mit einem milden Shampoo waschen.

5. Zitronensaft gegen trockene Schuppen und juckende Kopfhaut
Zitronensaft wirkt antiseptisch, hilft bei trockenen Schuppen und juckender Kopfhaut. Einfach frisch gepressten Zitronensaft auf die Kopfhaut auftragen und einmassieren. Nach 5 Minuten Einwirkzeit den Kopf mit einem milden Shampoo waschen. Achtung: Bei empfindlicher Kopfhaut kann purer Zitronensaft reizen.

6. Apfelessig gegen juckende Kopfhaut
Apfelessig lindert juckende Kopfhaut, denn er wirkt stark entzündungshemmend und bringt den ph-Wert wieder ins Gleichgewicht. Dazu vermischt man eine halbe Tasse Apfelessig mit derselben Menge Wasser und bringt die Mischung direkt auf die angefeuchtete Kopfhaut auf. Nach 10 Minuten Einwirkzeit werden die Haare mit einem milden Shampoo gewaschen.

7. Brennnesseltee gegen trockene, schuppende Kopfhaut
Brennnesseln fördern die Durchblutung, regen die Talgdrüsen zur Fettproduktion an und wirken so wohltuend bei trockener und schuppender Kopfhaut. Dazu brüht man eine Handvoll getrocknete Brennnesseln mit einem Liter kochenden Wasser auf und spült Haare und Kopfhaut damit. Nach ca. 10 Minuten wäscht man die Haare gründlich mit lauwarmem Wasser.

8. Honig gegen trockene, juckende Kopfhaut
Honig ist in der Naturkosmetik für seine pflegende und desinfizierende Wirkung bekannt. Auch bei trockener und juckender Kopfhaut sorgt er für wohltuende Entspannung. Man vermischt Honig mit ein wenig Olivenöl und massiert die Paste in die feuchte Kopfhaut ein. Dann lässt man das Ganze ca. 15 Minuten einwirken und spült die Haare mit lauwarmem Wasser oder einem milden Shampoo.

9. Naturjoghurt gegen trockene Kopfhaut im Winter
Besonders im Winter leidet die Kopfhaut durch die warme und trockene Heizungsluft. Da hilft eine Maske aus Naturjoghurt. Sie spendet viel Feuchtigkeit und beruhigt die gereizte Kopfhaut. Dazu trägt man das Joghurt auf die Kopfhaut auf, lässt es ca. 10 Minuten einwirken und spült es mit einem milden Shampoo wieder aus.

10. Mayonnaise gegen trockene, juckende Kopfhaut
Mayonnaise enthält Eigelb, Öl und Essig. Diese pflegenden, rückfettenden und desinfizierenden Inhaltsstoffe eignen sich perfekt, um irritierte Kopfhaut zu behandeln. Einfach eine Handvoll Mayonnaise in die Kopfhaut einmassieren, 15 Minuten einwirken lassen und danach gründlich mit einem milden Shampoo ausspülen.

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