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Sind ja nur die Hormone

Die ideale Pflege für Teenager.

Home » Schönheit » Sind ja nurdie Hormone - 04.2016

Teenager haben oft unreine Haut und fettiges Haar. Was sie nicht haben, ist die Geduld, darauf zu warten, bis sich das von selber gibt. Tja. Dann muss man eben nachhelfen.

Eines ist so sicher wie sonst kaum was: Ein lästiger, hässlicher Pickel kommt mit Sicherheit genau dann zum Vorschein, wenn man ihn überhaupt nicht gebrauchen kann. Vor einem wichtigen Date, einem Referat in der Schule oder einer Party, auf die man sich schon seit Monaten gefreut hat. Ganz ohne unreine und sen­sible Haut vergeht keine Pubertät. Und leider ist das nicht die einzige Plage, die einem in dieser ohnehin zutiefst aufregen­den Phase des Lebens zu schaffen macht. Auf der Agenda stehen auch unangeneh­mer, befremdlicher Körpergeruch, unreine Haut sogar am Rücken oder an den Ober­armen und ein Wechselspiel von zu tro­ckenen und zu fettigen Haaren. Es ist das Resultat von übermütigen Talgdrüsen. Man könnte es auch Zumutung nennen.

Ins Gleichgewicht kommen

Mädchen mit geschlossenen Augen

Ausgleichen.Der Überschuss an männlichen Sexualhormonen in der Pubertät sorgt für eine erhöhte Talgproduktion und verursacht so Pickel.

Das Gute daran: Es lässt sich einiges gegen diese Auswüchse unternehmen – und das ganze Drama hat ein Ablaufdatum. Spätestens vor dem 20. Geburtstag ziehen sich Pickel und Mitesser ganz von selbst zurück. Schuld an dieser hautbedingten Misere sind vor allem zwei Dinge, die genetische Veranlagung und die Hormone. Die haben in der Pubertät ihre Sturm­-und-­Drang-­Zeit. Sowohl Mädchen als auch junge Männer produzieren in einem Übermaß männliche Sexualhormone, die blöderweise auch die Talgproduktion (das Hautfett) stimulieren, die erst einmal ins Gleichgewicht gebracht werden muss. Wobei das Ausmaß der Talg­produktion individuell sehr unterschied­lich ist. Wenn in der Haut überschüssiger Talg gebildet wird und abgestorbene Hautzellen in nicht ausreichendem Maße abgestoßen werden, können Talg und Hautzellen eine Art Pfropf bilden. Durch die Verengung der Ausführungsgänge lässt sich der Talg nur schwer ausscheiden und staut sich an. Mitesser und kleine weiße Pickel bilden sich aus. Ist er nach oben hin offen, kann er eine dunkle Färbung an­nehmen und wird als schwarzer Mitesser bezeichnet. Durch die gesteigerte Talgproduktion vermehren sich leider auch die Bakterien, eine Entzündung ist die Folge. Jetzt spricht man von richtigen Pickeln. Unreine und zu Akne neigende Haut tritt im Gesicht, insbesondere in der so­ genannten T­-Zone (Stirn, Nasenrücken und Kinn), auf den Schultern, der Brust, dem Rücken und der Kopfhaut auf, weil in all diesen Bereichen Talgdrüsen zu finden sind. Allzu häufig wird unreine Haut mit mangelnder Hygiene assoziiert. Was reiner Blödsinn ist.

Wichtig ist es, im Alltag ein paar nütz­liche Tipps zu befolgen, sich regelmäßig und richtig, aber keinesfalls übermäßig zu pflegen. Eine ausgebildete Kosmetikerin an seine empfindlichen Hautstellen zu lassen, hilft ungemein. Schlagen die Pus­teln allerdings in Akne um, kann nur mehr der Arzt weiterhelfen.

Die richtige Pflege

Frau mit Gesichtsmaske

Streichen.Es gilt: Cremen und Lotionen an den Hauttyp anpassen.

Viel hilft viel ist das absolut falsche Motto, wenn es um gesunde Haut geht. Bei Teenagern steigt in dieser sensiblen Phase der Verbrauch von Duschgel und Shampoo massiv an. Wer es mit der Hygiene aber übertreibt und sich wahllos aus einem Arsenal an Reinigungs­mitteln und Cremes bedient, richtet mög­licherweise nur noch mehr Schaden an. Durch die Verwendung von aggressiven, unpassenden Mitteln laufen die Talg­drüsen erst rech zur Hochform auf, weil der äußere Hydrolipidfilm wiederhergestellt werden muss. Schon bei kleinen Störungen an den Drüsenausgängen wird in den Drüsen Druck aufgebaut, Juckreiz entsteht und durch Kratzen können Infektionen entstehen.

Die Linie „A“ von Dr. Belter ist speziell auf die Bedürfnisse von jugendlicher Problemhaut abgestimmt.

Seiner Haut Gutes tun heißt vielmehr: zurückhaltend sein und erst einmal den Hauttyp testen. Fettig, trocken, gemischt oder normal, üblicherweise unterscheidet man zwischen diesen vier Hautkategorien. Deren Pflegebedürfnisse sind zum Teil komplett verschieden. So braucht etwa trockene oder sensible Haut viel Aufmerksamkeit, denn sie ist nicht in der Lage, selbst genügend Fett zu produzieren und Feuchtigkeit zu binden. Bei fettiger Haut sollte man Produkte mit antibakteriellen Eigenschaften verwenden, deren Formeln nicht komedogen sind. Wichtig ist es, die Poren nicht zusätzlich zu verstopfen. Eine mattierende Tagescreme nimmt den unschönen Hautglanz. Inhaltsstoffe wie Aloevera, Kamille oder Hamamelis pflegen nicht nur, sondern beruhigen die Haut und lindern Entzündungen.

Ein guter Tipp für alle Pubertierenden: unbedingt auf aggressive Reinigungspro­dukte mit zu viel Seife, Parabenen, Parfum oder alkoholhaltigem Gesichtswasser ver­zichten. Sie strapazieren die Haut unnötig und schädigen den Säureschutzmantel.

Milden Waschgels und Hautpfegeprodukten, die speziell für junge, unreine Haut entwickelt wurden, sollte man den Vortritt lassen. Auch ein ein-­ oder zweimal in der Woche angewendetes Peeling ist gegen abgestorbene Hautschuppen empfehlens­wert. Aber nur, wenn keine offenen entzündeten Stellen vorliegen.

BUCH TIPP Ein Pickel? Kein Grund sich zu verstecken!

Pünktlich wie immer zieht er wieder alle Aufmerksamkeit auf sich: Ein Pickel. Ganz ohne unreine Haut vergeht leider keine Pubertät. Doch gegen die lästige Plage kann man einiges tun. Zum Beispiel: Unreine Haut richtig reinigen.

Die Sache mit den Haaren

Fettiges Haar gepaart mit trockener Kopfhaut ist einer der größten Flüche im Leben eines Teenagers. Aufgrund der raschen Verände­rungen im Hormonhaushalt haben Teen­ager eine Neigung zu fettem Haar. Eines der großen Missverständnisse bei fettigem Haar ist, dass es von fettiger Kopfhaut aus­ gelöst wird. In Wirklichkeit ist es aber die trockene Kopfhaut, die die Drüsen anregt, mehr Öl zu produzieren, um die Kopfhaut vor dem Austrocknen zu schützen. Die Struktur des Haares kann auch die Menge von Fett beeinflussen, die das Haar ver­kleben und schwer machen kann. Buben und Mädchen mit dickem Haar haben oft weniger Probleme mit fettigem Haar als Teenager mit dünnem Haar. Das liegt ein­fach nur daran, dass feines Haar die natürlichen Öle der Kopfhaut nicht ausreichend aufsaugen kann. Häufiges Waschen ist auch hier eher kontraproduktiv.

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Sparen.Auch bei fettigen Haaren ist zu häufiges Waschen eher kontraproduktiv.

Die 4 Hauttypen:Weiterlesen

Hauttyp 1: Normale Haut

Hier ist die Balance zwischen trockenen und fettigen Hautstellen ideal, da die Talgdrüsen gut arbeiten. Die Poren sind relativ fein. Die Haut ist eher matt und glänzt höchstens beim Sport. Gelegentlich treten Pickel auf, was im Teenageralter ganz natürlich und hormonell bedingt ist.
Pflegetipp: Feuchtigkeitspflege ist für die Haut ein zusätzliches Plus. Auch eine getönte BB Cream kann verwendet werden, die kleine Unebenheiten ausgleicht.

Hauttyp 2: Fettige Haut

Im Teenageralter ist fettige Haut auf die hormonelle Umstellung zurückzuführen. Die Talgproduktion läuft auf Hochtouren. Das Gesicht wirkt eher fahl, glänzt und ist großporig. Pickel und Mitesser machen sich an Stirn, Nase, Kinn, Dekolletee und Rücken breit.
Pflegetipp: Wichtig ist nicht herumzudrücken, sonst entzünden sich die Pickel und es können unschöne Narben entstehen. Hier sollte man auf Produkte speziell für unreine Haut zurückgreifen. Produkte die antibakterielle Eigenschaften aufweisen und deren Formeln nicht komedogen sind. Die Hautpflegeprodukte sollten keinesfalls weiter die Poren verstopfen. Die Haut nur leicht mattieren.

BUCH TIPP Hauttyp bestimmen

Um die eigene Haut richtig zu pflegen muss man den eigenen Hauttyp kennen. Mit diesem Test lässt er sich ganz einfach bestimmen.

Hauttyp 3: Sensible Haut

Die Haut ist zart, feinporige und ziemlich empfindlich. Sie reagiert besonders sensibel auf Umwelteinflüsse und Stress. Das kann zu leichten Rötungen und Spannungen bis hin zu allergischen Reaktionen führen. Oft schuppt die Haut auch. Pickel und Unreinheiten treten eher selten auf.
Pflegetipp: Feuchtigkeit ist das A und O dieses Hauttyps. Da der natürliche Fett- und Feuchtigkeitsgehalt sehr gering ist. Unbedingt zu Produkten für sensible Haut greifen. Am besten ohne Zusatzstoffe, Parabene, Alkohol oder Parfum.

Hauttyp 4 : Mischhaut

Das Gesicht teilt sich in normale und fettige Hautzonen. Eine unreine, grobporige und fettige Haut tritt vor allem in der T-Zone auf, also zwischen Stirn, Augenbrauen, Nase und Kinn. Um die T-Zone herum ist das Gesicht glatt und feinporig. Die Wangenpartie ist meist trocken und spannt.
Pflegetipp: Da die Haut eher feuchtigkeitsarm ist, kann eine Tagescreme mit viel Feuchtigkeit verwendet werden. Ideal ist hier eine BB Cream, die Unreinheiten leicht abdeckt und gleichzeitig die Haut vor der Sonne schützt.

Der Hauttyp und die passende Pflege

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Abstimmen.Den eigenen Hauttyp zu kennen ist besonders wichtig bei der Auswahl der Pflegeprodukte.

Um die Haut optimal zu pflegen, ist es wichtig, seinen Hauttyp zu kennen. Denn nur so kann man die richtigen Pflegeprodukte auswählen und die sogenannte Problemhaut in den Griff bekommen. Bei dem einen glänzt das Gesicht, der andere bekommt Mitesser und Pickel in der T-Zone oder beim Nächsten spannt und juckt Haut über den Wangen. Grundsätzlich wird zwischen vier Hauttypen unterschieden. Normale Haut, Mischhaut, Sensible Haut, Fettige Haut. Der Hauttyp kann sich aber im Laufe eines Lebens durch unterschiedliche Einflüsse immer wieder ändern.

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