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Regionale Auszeit

Regionale Wellness-Behandlungen sind im Trend. Hier gibt’s entspannende Beispiele.

Home » Genuss » Regionale Auszeit - 07.2016

Steinige Zeiten bringen einen meistens weiter als gerade Wege. Und kernige Botschaften tun mitunter richtig gut. Lokale Wellness-Angebote im Überblick.

Es gab eine Zeit, da orientierten sich Wellness-Anbieter vor allem am asiatischen Raum. Indische Massagetechniken und exotische Duftessenzen waren angesagt. Heute geht der Trend in Richtung Regionalität. Man erinnert sich an altes, mündlich überliefertes Heilwissen und versucht zu nutzen, was die eigene Umgebung hergibt. Obwohl Österreich ein vergleichsweise kleines Land ist, haben viele Regionen sehr spezifische lokale Wellness-Traditionen entwickelt.

Steinige Zeiten

Die Gegend rund um den Millstätter See ist reich an natürlich vorkommenden Granatsteinen. Besonders bekannt ist der Radentheiner Granat. Dem Edelstein werden wohltuende Wirkungen auf Körper und Psyche nachgesagt. Er soll das Herz stärken, die mentale Leistungskraft fördern und sich positiv auf den Blutkreislauf auswirken. Aber auch in den Kärntner Nockbergen und im Warmbad Villach setzt man auf die Kraft von mineralhaltigem Gestein.

junge Frau liegt auf einem Felsen in der Sonne

Natürlich. Viele Regionen haben eigene Wellness-Traditionen. Man nutzt, was die Natur hergibt.

Tipps & Adressen in Kärnten

  • Das Badehaus am Millstätter See bietet eine spezielle Granatstein-Massage an. Dafür wird der Granat von Hand geschliffen, erwärmt und mit ätherischen Ölen beträufelt. Dann gleiten die warmen, glatten Steine über den gesamten Körper. Die Kombination aus Wärme, Massagetechnik und Kräuterölen entspannt mental und körperlich.
  • In der Bio-Granatsauna im Romantikhotel Seefischer in Döbriach schwitzt man bei vergleichsweise geringen 65 bis 70 Grad. Sie ist einem alten Bergstollen nachempfunden und besteht aus natürlichen Materialien wie Stein, Holz und Granatgestein.
  • Ein wahrer Geheimtipp ist der 500 Jahre alte Karlbad-Hof mit 300-jähriger Badetradition in den Kärntner Nockbergen. Das alte Bauernbad gilt als das letzte seiner Art in Österreich. Schon Stunden vor Badebeginn werden mineralienhaltige Steine erhitzt und abwechselnd mit Holz aufeinandergestapelt. Dann wird ein Feuer entfacht. Nach mehr als zwei Stunden kommen die glühenden Steine in Wannen mit eiskaltem, radonhaltigem Quellwasser.
  • Das Warmbad Villach ist für die heilende Kraft des Thermalwassers, angereichert durch Minerale wie Kalzium und Magnesium, bekannt. Vor allem für Gelenke, Muskeln, Kreislauf und Durchblutung eine Wohltat. Einzigartig ist das 29 Grad warme Maibachl, ein natürliches Heilbecken im Wald: Es tritt nur nach der Schneeschmelze und längerem Regen zutage.
    Das natürliche Quellbecken entsteht in den Hohlräumen der Villacher Alpe, wo das Wasser erwärmt und durch Mineralien veredelt wird. Auch im zur Therme gehörenden Hotel Warmbaderhof spielen Mineralien eine große Rolle: Eine speziell entwickelte Behandlung kombiniert eine Massage mit handgefertigten Kärntner Talcum-Steinstempeln und eine Körperpackung aus Bergkristallsalz, weißer Mineralheilerde und Talcumpulver.

Weinselig

Die Kerne der Weintraube enthalten antioxidative, zellschützende, hautberuhigende und entschlackende Wirkstoffe, heißt es. In Form von Traubenkernöl und Traubenkernmehl werden sie bei Wellnessbehandlungen eingesetzt, etwa als pflegende Öle oder Lotionen. Trester, die getrockneten Pressrückstände, eignen sich für Peelings.

Nass. Der Blick aufs Wasser beruhigt. Vor allem, wenn man gerade eine Massage genossen hat.

Nass. Der Blick aufs Wasser beruhigt. Vor allem, wenn man gerade eine Massage genossen hat.

Tipps & Adressen in Niederösterreich

  • Der Pool des Hotels Steigenberger in Krems liegt inmitten der Wachauer Weinberge. Da liegt es nahe, die Spa-Gäste mit „Wine Fine Treatments“ zu verwöhnen. Bei der Gesichtsbehandlung „Vino Gratia“ wird neben Traubenkernöl und gemahlenen Traubenkernen auch Weintrester verwendet, um vor Zellschäden zu schützen. Weitere Wein-Behandlungen: Die Traubenkernbutterpackung durchfeuchtet die Haut, das Traubenkernpeeling regt die Durchblutung an, das Fußbad mit Weinessenzen wirkt erfrischend. Und zum Vollbad mit Weinextrakten wird ein Glas Wein serviert.
  • Im Althof Retz im Weinviertel setzt man auf Massagen und Behandlungen mit eigens hergestellter Weinkosmetik. Sie basiert auf natürlichen Produkten direkt aus den Weinbergen: kalt gepresstes Traubenkernöl, Extrakte des Rotweins und Traubenkerne aus der Region.

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Grün hinter den Ohren

Harze, Arnika, Ringelblume. Johanniskraut, Holler, Heublumen. Wegerich, Schafgarbe, Brennnessel. Farn und Wacholder. Das ist nur ein Auszug aus der Vielfalt an Pflanzen und Ingredienzen, die in den Spas im Salzburger Land Verwendung finden. Die ätherischen Öle der Kräuter entfachen in Massageölen oder als Saunaaufguss ihre Wirkung. Möglich sind auch durchblutungsfördernde Kräuterstempelmassagen. Die Wärme und die Kraft von Kräutern wie Lavendel oder Melisse regen das Immunsystem an und tun dem Hautbild gut.

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Frieden. Auf’s Wasser schauen, die Seele baumeln und die Gedanken fliegen lassen.

Tipps & Adressen im Salzburger Land

  • Barfuß über Thymian spazieren, im von Blumen und Kräutern umgebenen Bio-Schwimmteich baden: Das Landhotel Rupertus in Leogang, Mitglied der Bio Hotels, hat sich ganz der Kräuter-Wellness verschrieben. Die für die Düfte und Aufgüsse verwendeten Pflanzen stammen von den umliegenden Almen. Und Gastgeberin Nadja Blumenkamp ist eine echte „Kräuterhexe“: Sie hat sich in „Traditioneller Europäischer Heilkunde“ (TEH) ausbilden lassen.
  • Ebenfalls in Leogang stellen die Mitarbeiter des Biohotels Forsthofalm die Produkte für die Spa-Anwendungen selber her. Zum Beispiel für die Massagen mit Kräutern, Wildpflanzen und Blüten. Kräuterexpertin Claudia Widauer weiß, wann welche Pflanze geerntet werden muss, um die beste Wirkung zu erzielen.
  • Nicht nur in die Küche, auch in den Wellnessbereich fließen die Kräuter aus der Umgebung in Ebners Waldhof am Fuschlsee ein. Dafür gibt es eine eigene „Kräuterküche“, in der alpine Kräuter durch Wasserdampfdestillation in Hydrolate und weiter zu Ölen, Salben und Tinkturen verarbeitet werden. Wer will, schaut bei der Herstellung zu, bevor er ein entspannendes Kräuterbad nimmt.

Auf dem Holzweg

Die Zirbe ist als Baum mit außergewöhnlicher Lebenskraft bekannt. Viele Hotels in ganz Österreich verwenden sie gerne als Material im Schlafzimmer, da dem Holz eine beruhigende und gleichzeitig energiefördernde Wirkung zugeschrieben wird. Die ätherischen Öle der Lärche sollen durchblutungsfördernd und schleimlösend sein.

Heiß. Die Zirbe wirkt entspannend und energiefördernd zugleich. Eine Sauna aus Zirbenholz ist besonders effektiv.

Heiß. Die Zirbe wirkt entspannend und energiefördernd zugleich. Eine Sauna aus Zirbenholz ist besonders effektiv.

Tipps & Adressen in Tirol

  • Bei 90 Grad in der Zirbenstuben-Sauna schwitzen kann man im neuen Hotel Outside in Osttirol, das die umliegende Natur zum Thema hat.
  • Die Kraft der Lärche ist im Biohotel Holzleiten auf dem Mieminger Plateau allgegenwärtig. Immerhin liegt das Haus inmitten des größten Lärchenschutzgebiets in Österreich. Im Spa werden Produkte der hauseigenen Holz-Kosmetiklinie verwendet, etwa Lärchen-Enzian-Öl oder Lärchenmilch. Die Wirkung kommt aus dem Jungfernharz, einem Balsam aus der Lärche.

Kern-Botschaften

In der steirischen Küche sind Apfel und Kürbis als regionale Zutaten hinlänglich bekannt und beliebt. Kein Wunder: Ein durchschnittlich großer Apfel trägt mehr als 30 Vitamine und Spurenelemente und wertvolle Mineralstoffe in sich. Auch der Kürbis enthält viele Vitalstoffe. Beide eignen sich deshalb nicht nur zum Kochen, sondern tun auch Körper und Geist gut.

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Genuss. Um zu entspannen muss man nicht in die Ferne schweifen.

Tipps & Adressen in der Steiermark

  • Die Heiltherme Bad Waltersdorf hat sich der „Traditionellen Steirischen Medizin“ (TSM®) verschrieben: Die Entschlackungs-Massage mit Apfelsaft-Leinöl soll etwa die Durchblutung fördern und die Haut unterstützen. Dazu wird frisch gepresster Apfelsaft mit Leinöl vermischt und erwärmt.
  • Der steirische Ölkürbis dient als Basis für eine reichhaltige Körperpackung im Hotel im Park in Bad Radkersburg: Erholungsuchende werden mit einer Mischung aus Kürbiskernmehl und Kürbiskernöl eingerieben. Und entspannen anschließend im Wasser-Schwebebett. Die Anwendung wirkt entwässernd, hautreinigend und gleichzeitig rückfettend.

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Radiumkur in Tschechien

Tschechien hat die meisten zertifizierten Kureinrichtungen innerhalb der Europäischen Union. Neben historischen Thermalbädern wie dem Karlsbad gibt es auch weniger pompöse Einrichtungen. Zwischen den Hügeln des tschechischen Erzgebirges liegt das Radiumheilbad Jachymov. 1864 stießen Arbeiter durch einen Unfall beim Erzabbau auf Wasserquellen. Erst als das Ehepaar Curie hier 1898 das Element Radium entdeckte, stieg der Wert des radonhaltigen Wassers an. Das erste und bis heute größte Radiumheilbad der Welt entstand. Die Radiumkur gilt als besonders schonend und wird vor allem bei Problemen mit dem Bewegungsapparat angewendet.

Nachbarschaftlich. Erleben Sie Entspannung mal anders.

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Heilgas-Behandlung in Ungarn

Ungarn ist vor allem aufgrund der vielen historischen und prunkvollen Thermalbäder in Budapest bekannt. Und für den Ort Heviz, wo der größte Thermalsee der Welt liegt. Einzigartig in Ungarn ist die Behandlung mit Kohlendioxid-Heilgas in Matraderecske. Das Heilgas kommt aus Tausend Metern Tiefe. Beim Kohlendioxid-Trockenbad entfaltet es seine Wirkung, indem es durch die Haut in den Blutkreislauf aufgenommen wird. Empfohlen wird die Anwendung bei chronischen Erkrankungen der Arterien.

Die Kraft des Meersalzes in Slowenien

Slowenien ist reich mit natürlichen Heilquellen gesegnet, über das ganze Land verteilt findet man zahlreiche Thermen. Entlang der knapp 50 Kilometer langen Adriaküste hat man sich mit der Thalassotherapie auf Meersalz-Anwendungen spezialisiert. Etwa im Thalassozentrum Strunjan, wo Meeresklima, Meerwasser, Meeresschlamm, Algen und Salze die Basis der Anwendungen bilden.

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