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Unentdeckte Adria

Das Meer, so nah.

Home » Inspiration » Unentdeckte Adria - 06.2018

Die Adria liegt vor Österreichs Haustür. Ihre Küsten bergen für viele Menschen seit ihrer Kindheit Lieblingsorte. Aber auch Raum für neue Entdeckungen.

Das Mare Adriaticum, wie die Adria auf Latein heisst, zieht die Menschen seit Jahrhunderten an. Städte wurden an seinem Ufer erbaut, Konflikte ausgetragen, aber es wurde auch zum Inbegriff von Sommerfrische und Urlaubsvergnügen. 800 Kilometer lang und durchschnittlich 160 Kilometer breit ist dieses lang gestreckte Seitenbecken des Mittelmeeres. Durch die Meerenge „Strasse von Otranto“ ist die Adria mit dem Ionischen Meer verbunden. Namensgeber für das liebste Meer der Österreicher ist die italienische Kleinstadt Adria. Die Zuneigung der Nachbarn aus dem Norden mag auch historisch bedingt sein. In Zeiten der österreichisch-ungarischen Monarchie führte ein Zug direkt von Wien nach Triest. Seebäder wie Opatija in Istrien beeindrucken auch heute noch mit Villen aus der Habsburg-Ära. Mittlerweile bedeutet die Adria für die Österreicher vor allem eines: Meerzugang innerhalb weniger Stunden. Zug oder Auto transportieren geradewegs in unbeschwerte Sommertage mit mediterranem Klima, warmem Wasser und schattigen Kiefern. Und immer mehr Menschen entdecken ihre kleinen Geheimverstecke, ganz abseits der protzigen Hotelburgen, für die die Adria lange Jahre leider auch berüchtigt war.

Bosnien und Herzegowina

24 Kilometer kurz ist der Küstenabschnitt in Bosnien-Herzegowina. Anziehungspunkt für Badeurlauber ist das Küstenoertchen Neum mit Uferpromenade und Kiesstrand. Das Meer ist hier besonders ruhig, weil die Bucht von der Halbinsel Pelješac geschützt ist. Tipp: Preislich günstiger als im benachbarten Kroatien!

BUCH TIPP Buchtipp: Die Adria

Autor Uwe Rada schwärmt in „Die Adria. Die Wiederentdeckung eines Sehnsuchtsortes“ von der Vielfalt und dem kulturellen Reichtum der Städte und Orte rund um das adriatische Meer.

Italien

Italiens Küstenlinie ist 7.600 Kilometer lang, einen Teil davon deckt die Adria ab. Auch abseits der bekannten Ferienorte im Friaul und Veneto gibt es noch Geheimtipps. Zu den sichersten und saubersten Stränden des Landes gehören jene an der Küste der Emilia-Romagna. Sie gilt als besonders familienfreundlich. Tipp: Ab der Saison 2018 bringt der Zug umweltbewusste Reisende an den Sommerwochenenden von Österreich direkt bis nach Rimini.

Friaul Julisch Venetien ist vor allem für seine Sandstrände bei Lignano und Grado bekannt. In Richtung Triest ändert die Küste ihren Charakter: Weiß-graue, mit dichter Macchia bewachsene Karstfelsen, darunter kleine Küstenorte und Strände. Tipp: Die Badebucht Baia di Sistiana befindet sich in der Nähe des Schlosses Duino.
Bibione und Jesolos sind wohl die berühmtesten Badeorte des Venetos. Es gibt aber auch noch Ursprünglichkeit zu entdecken: Chioggia wird wegen seiner farbenprächtigen Häuser, Kanäle und bunten Booten auch „Klein-Venedig“ genannt. In der Pescaria findet jeden Morgen der charakteristische Fischmarkt statt. Tipp: Der elf Kilometer lange Sandstrand im Ortsteil Sottomarina di Chioggia lädt zum Relaxen ein.

Auch die Region Marken ist von zahlreichen Sandstränden umsäumt. Zu den schönsten Abschnitten gehört die imposante Steilküste der Riviera del Conero. Die Strände sind von Felsen und üppiger Vegetation umgeben und können nur per Boot oder auf Wanderwegen erreicht werden. Die pittoreske Küste der Trabocchi verläuft entlang der Adriaküste im Süden der Abruzzen. Sie ist von den traditionellen „Trabocchi“, hölzernen Pfahlbauten zum Fischfang, geprägt. Im Naturschutzgebiet Punta Aderci ziehen kristallklares Wasser und unberührte Natur Schwimmer und Taucher an. Apulien bildet den Absatz des italienischen „Stiefels“.
Tipps: Besonders sehenswert sind die Felsformationen in der Baia delle Zagare. Baden kann man vorzüglich an den Stränden von Vignanotica und Mattinatella. Wer gerne fernab des Massentourismus baden möchte: die 35 Kilometer lange Costa Molisana mit kristallklarem Wasser, üppigen Pflanzen und gepflegten Traditionen.

In einer Woche mit dem Rad von Salzburg nach Grado: Der Ciclovia Alpe Adria Radweg führt von der Mozartstadt durch Kärnten bis Italien. Dort radelt man teilweise auf aufgelassenen Bahnstrecken geradewegs bis ans Meer. Nach 410 Kilometern belohnt ein Bad in der Adria. So sieht der Alpe Adria Radweg befahren aus.

Kroatien

Von Kroatiens 6.278 Kilometern Küste sind mehr als 4.000 Kilometer Insel-, Klippen- und Riffküste. Nur rund 50 der 1.244 Inseln Kroatiens sind bewohnt. Österreich am nächsten liegen Istrien und die Kvarnerbucht, doch es lohnt sich, auch den Süden zu erkunden.

Generell hat Kroatien nur wenige Sandstrände, darunter den Strand auf der Insel Susak, die Bucht von Lovrecina auf der Insel Brac oder Kroatiens längsten Sandstrand „Queens Beach“ (Ninska Laguna Beach) bei Nin. Der drei Kilometer lange Strand mit atemberaubendem Blick auf den Berg Velebit ist bei Familien besonders beliebt, da er in einer seichten Lagune liegt. Rab gilt als sandreichste kroatische Insel und verfügt über 22 Sandstrände. Einer der beliebtesten ist der Paradiesstrand (Rajska Plaža).

Die Makarska Riviera in Mitteldalmatien zählt zu den schönsten Teilen der Adriaküste. Auf 60 Kilometern reihen sich einladende Buchten, malerische Städte und schattige Kiefern. Die schönsten Badestellen sind der Stadtstrand von Makarska sowie die Kieselstrände Cvitacˇka und Ramova. Nahe Baška Voda, Podgora und Gradac finden sich weitere schöne Plätze. Tipp: Der Strand von Vrulja ist einzigartig, auch wegen seiner unterirdischen Frischwasserqellen. Er ist von Felsen umgeben und nur zu Fuß oder per Boot erreichbar. Die Insel Dugi otok im Zadar-Archipel ist reich an eindrucksvollen Buchten – wie jener von Sakarun mit ihrem feinen, hellen Quarzsand.

Preiswert und speziell auf die Bedürfnisse von Familien ausgerichtet: Auf der kroatischen Adria-Halbinsel Istrien werden ab sofort acht „besonders kinderfreundliche“ Ferienhäuser angeboten.

Slowenien

Nicht einmal 50 Kilometer lang ist die Adriaküste in Slowenien. Hauptort ist das mondäne Portorož mit seinen prächtigen Hotels, Wellnessanlagen und Flaniermeilen. Piran ist pittoresk, romantisch und etwas ruhiger. Auch Izola mit seinem kinderfreundlichen Strand gibt sich bescheiden, während in Koper das Altstadt- und Marktleben brodelt. Baden kann man im angrenzenden Ankaran gut, Rad fahren im Hinterland. Tipp: Slowenisches Meersalz ist für seine hohe Qualität bekannt. Die Salinen von Secovlje bei Portorož sind gleichzeitig Naturpark und Wellnessanlage: Im Thalasso-Spa lepa vida werden Bäder, Massagen und Salzpeelings unter freiem Himmel angeboten.

Im Hinterland der slowenischen Küste ist auf der Strecke der ehemaligen Schmalspurbahn Parenzana ein Radweg angelegt. Der Pfad führt entlang von Olivenhainen, Weinreben und Kakibäumen.

Albanien

Albanien gilt (noch) als Geheimtipp unter den Ländern Europas. Dabei hat das Land mehr als 360 Kilometer Küste zu bieten. Vlora, die drittgrößte Stadt, ist von zahlreichen unberührten Adriastränden umgeben. Etwas unterhalb geht die Adria an der Straße von Otranto in das Ionische Meer über. Von hier aus erstreckt sich die albanische Riviera bis weit in den Süden. Die Strände bei Ksamil, Himara, Dhërmi und Drymades gelten als besonders malerisch: türkises Wasser, silberfarbener Sand, umrahmt von Berglandschaft.

Tipp: Wandern mit Küstenblick im Nationalpark Llogara.

Montenegro

Über die 200 Kilometer lange montenegrinische Küste verteilen sich 117 Strände. Die berühmte Bucht von Kotor zählt in Teilen zum UNESCO-Welterbe. Besonders beliebt bei Badeurlaubern ist Risan. Es ist eines der ältesten mediterranen Städtchen und liegt im innersten Winkel der Bucht, umgeben von hohen Kalksteinwänden. Neben zahlreichen Stränden bietet Risan die Möglichkeit, Wanderungen ins Orjen-Gebirge zu unternehmen.

Die Bucht von Kotor ist mit 108 Kilometern Küstenlänge eine der größten und tiefsten Meeresbuchten des Mittelmeerraums. 30 Kilometer weit erstreckt sie sich in die Hochkarstzone zwischen den Gebirgen Orjen und Lovčen hinein. Mehr als 1000 Meter hohe Hänge ragen bis ins Meer. Die Stadt Kotor ist mit seinem mittelalterlichen Kern, der fast fünf Kilometer langen Stadtmauer und der Burg San Giovanni aus dem 16. Jahrhundert ein Besuchermagnet. Aber auch kleine Städte wie das hübsche und sonnige Herceg Novi, das von Inselchen und Salzbecken umgebene Tivat oder das barocke Perast sind lohnenswerte Reiseziele.

Die montenegrinische Riviera reicht von Budva bis Bar. Die Altstadt von Budva bietet venezianische Architektur, umgeben von mittelalterlichen Stadtmauern. Bei Badeurlaubern beliebt sind vor allem die Strände Mogren, Fine Sand, Jaz, Trsteno und Sveti Stefan. Familien fühlen sich im Badeörtchen Petrovac wohl: 2.000 Sonnenstunden im Jahr, Sandstrände und viel Vegetation.

Nach Bar gelangt man am schönsten bei einer 40-minütigen Autofahrt von der Hauptstadt Podgorica aus. Sie führt über die engen Straßen von Pastrovska Gora. Der Ausblick reicht auf der einen Seite über den See Skadar, auf der anderen über das adriatische Meer. Bar, das sind breite Boulevards, Promenaden, umgeben von Pinienwäldern und Sandstränden. Olivenhaine und Weinreben komplettieren die Idylle. Etwas außerhalb liegt heute die Altstadt Stari Bar, umgeben von Stadtmauern aus dem 11. und 12. Jahrhundert.

Im Süden Montenegros befindet sich eine eigene kleine Welt aus Sand, Wind und Wellen. Velika Plaža ist ein 13 Kilometer langer Sandstrand mit kleinen Dünen. Er beginnt in Ulcinj, der südlichsten Stadt des Landes. Fünf Kilometer entfernt kann man in Valdanos durch einen Olivenhain mit 17.000 Bäumen wandern.

Von Herceg Novi geht es per Boot zur „Blauen Grotte“. Hier werden die Sonnenstrahlen reflektiert und erzeugen ein außergewöhnliches Blau.

Sehenswerte Städte an der Adria

Hier finden Sie eine Übersicht über die sehenswerten Städte an der Adria und wo sie liegen zum Ausdrucken.

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