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Rituale im Alltag

Vom Aufstehen bis zum Schlafengehen: Rituale erleichtern den Alltag.

Home » Family » Familienratgeber » Ritualeim Alltag - 11.2015

Teil 1: Darum sind Rituale wichtig

Kleine Gewohnheiten, große Erleichterung. So ziemlich das Beste in der Trickkiste der Erziehung sind Rituale.

Eigentlich ist es ein schreckliches Wort: Ritual. Immer dasselbe, würde man einem Kind erklären. Urfad, würde es sofort sagen. Und doch sind Rituale eine wunderbare Erfindung. Ein Segen fürs Familienleben. Eine Erleichterung des Alltags. Rituale geben Kindern Stabilität und entlasten die Eltern. Sie fördern die Selbstständigkeit der Kids, machen Abläufe vertrauter und schaffen Sicherheit und Geborgenheit.

Tipp:

Das beste Ritual ist nur halb so gut, wenn man es zu ernst nimmt. Ein Lachen macht alles doppelt so leicht.

Rituale sind etwas, worauf sich Kinder verlassen können. Sie fördern die Konzentration. Und sorgen für Ordnung. Es sind Regeln ohne erhobenen Zeigefinger. An Ritualen können sich Kinder orientieren. Sie wissen: Nach der abendlichen Körperpflege liest mir der Papa noch eine Geschichte vor, dann gibt mir die Mama einen Gutenachtkuss und danach muss ich schlafen. Sie freuen sich die ganze Woche auf einen Sonntagsausflug und sie überwinden Ängste. Wenn jeden Abend geschaut wird, ob im Kleiderschrank auch wirklich kein Monster ist. Wenn ein Spiel vom Haarewaschen ablenkt. Was sonst nicht ohne Tränen und Geschrei funktioniert, klappt plötzlich ohne Murren. Solche Abläufe entspannen also Eltern wie Kinder.

Menschen, die sich nicht gern in ein Schema zwängen lassen, sagen gern, sie hätten keine Rituale. Bis sie die Sachen entdecken, die sie immer wieder gleich machen.

Eingliedern

Rituale ins Familienleben zu integrieren ist aber gar nicht so einfach. Weil ein Elternteil vielleicht hin und wieder länger arbeiten muss und deshalb das Abendessen verpasst. Oder weil die Mama morgens immer  ein Lied singt, dass der Zwerg vom Papa gar nicht hören will. Dann braucht es Kompromisslösungen. Die meisten Abläufe lassen sich aber problemlos wiederholen.

Kinder unter der Bettdecke

Routine.Auch die Schlafenszeit kann zur angenehmen Routine für Kinder werden.

Und viele übernehmen wir aus der eigenen Kindheit. Von Bräuchen. Auf das Christkind warten zum Beispiel. Oder vorm Aufstehen im Elternbett kuscheln. Andere Rituale ergeben sich von alleine. Man gibt vielleicht das Kind bei der Oma ab, streckt die Hand aus und sagt: „Hello, give me five!“ Dann klatscht man ab. Wenn dem Sprössling das gefällt, macht man es beim nächsten Mal wieder. Und schon hat man ein neues Ritual, das – wie alle anderen auch – Gemeinsamkeiten fördert, das Wir-Gefühl stärkt und auch einen Tag ohne Mama oder Papa zu einem guten Tag macht. Das machen sogar Rituale, mit denen man versucht, unbeliebte Aktivitäten in den Alltag zu integrieren. Das funktioniert ziemlich gut.

Lesen Sie mehr zum Thema:

Teil 1: Darum sind Rituale wichtig
Teil 2: Rituale für Eltern & Kind

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