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8 Rituale für die ganze Familie

Kleine Gewohnheiten, große Erleichterung: Rituale sind wahre Alleskönner.

Home » Family » Familienratgeber » 8 Rituale fürdie ganze Familie - 11.2015

Teil 2: Rituale für Eltern & Kinder

So klappt das Haarewaschen, das Zähneputzen und das Schlafengehen problemlos. Und zwischendurch achten die Eltern auch auf ihre Bedürfnisse. Wir zeigen Ihnen fünf praktische Rituale für die Kinder und drei entspannende für die Eltern.

Ritual 1: Aufstehen

Morgenmuffel brauchen in der Früh immer besonders lange. Für alles. Man kriegt sie weder aus dem Bett noch ins Badezimmer. Außer man lässt sie noch kurz in Pyjama und Kuschelsocken auf dem Sofa nachschlummern. Damit wird das Anziehen hinausgezögert, und damit die aufwändigste morgendliche Anstrengung. Oder: Man bereitet am Abend vor, was am nächsten Tag angezogen werden soll, und legt das Outfit griffbereit heraus. Kindern, die lieber selbst ihr Gewand für den Tag aussuchen, kann man drei unterschiedliche Oberteile hinlegen und sie wählen lassen. Alles schneller als in der Früh die gesamte Garderobe auf dem Bett aufzutürmen, bis eine Kombination Gnade vor den Kinderaugen gefunden hat.

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Morgen. Selber Ort, selbe Zeit, selbe Stimme. Nur immer wieder ein anderer Tag.

Ritual 2: Essen

Abwechslungsreich und mit vielen Nährstoffen, so stellen sich Eltern Ernährung vor. Pommes frites mit Ketchup und Spinat durch die Gegend schießen, das entspricht der Vorstellung ihrer Kinder. Tischt man ihnen etwas auf, von dem sie nicht wissen, was es ist, und das obendrein ausschaut, als sollte es in die Hundeschüssel, wird die Fütterung zum Kampf. Ab einem bestimmten Alter hilft es, wenn die Kinder mitkochen. Den ganz Kleinen gibt man ein Buttermesser, um die gewürfelten Paradeiser nun auch noch zu zerquetschen. Wichtige Arbeit. Oder man lässt sie das Gemüse waschen. Noch wichtigere Arbeit. Die Älteren können die Karotten schälen oder die Erdäpfel schneiden. Ganz wichtige Arbeit. Das Kochen braucht dadurch zwar mehr Zeit, wird aber auch bunter. Die Sprösslinge spielen Koch und Vorkoster und wissen bei Tisch dann schon genau, was sie erwartet. Das steigert die Vorfreude auf die Essenszeit und lässt mehr Zeit für Späße beim gemeinsamen Essen.

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Abschied.Kinder bleiben gern woanders. Wenn man ihnen sagt, wann man sie wieder abholt.

Ritual 3: Verabschieden

In jedem Kindesalter ist es eine unangenehme Situation: Mama und Papa verabschieden sich und verschwinden. Besonders bei Kindergartenkindern kommen Abschiede gleich nach Zimmeraufräumen. Die Kids wollen ihre Mama immer um sich haben, fremde Leute machen sie unsicher. Deshalb sollte man ihnen gleich, nachdem sie aufgewacht sind, versichern, was für ein schöner Tag sie erwartet und welche tollen Aktivitäten auf dem Tagesplan stehen. Man packt ihnen ihre Lieblingsjause ein und vor dem Kindergartentor gibt man ihnen einen Kuss. Man sagt nicht: „Brav bleiben, bis nachher.“ Sondern: „Einen schönen Tag wünsch ich dir, nach dem Fußballspielen hole ich dich wieder ab.“ Damit lenkt man die Aufmerksamkeit des Kindes auf das Positive und es kann sich unter der Zeitangabe etwas Konkretes vorstellen. Wenn sich die Eltern abends eine Auszeit gönnen und ihren Nachwuchs bei einer Babysitterin lassen, helfen Stichworte wie „nach der dritten Geschichte“ oder „wenn ihr schon im Träumeland seid“ den Kindern, die Zeit bis zu ihrer Heimkehr zu überbrücken

Ritual 4: Pflegen

Insekten fangen, im Sandkasten graben und im Gebüsch verstecken. Nach so viel Aufregung ist Körperpflege für die Kids völlig uninteressant. Für die Mama nicht. Also muss sie schauen, dass die Kinder, die abends oft komplett erschöpft sind, eine gewisse Begeisterung für die Pflegeroutine von Baden über Haarewaschen bis Zähneputzen aufbringen. Hygiene wird lustiger, wenn man Spielzeug mit in die Badewanne nimmt und den Kindern sagt, dass sie ihre Dinos einseifen sollen, während man bei ihnen dasselbe macht. Während der Zahnpflege kann man ihnen ein lustiges Lied vorsingen. So bringt man die Sprösslinge zum Lachen und die sonst so mühsame Prozedur im Nu hinter sich.

Schlafen.Schlafen ist kein schönes Spiel. Ins Bett gebracht werden schon.

Schlafenszeit. Schlafen ist kein schönes Spiel. Ins Bett gebracht werden schon.

Ritual 5: Schlafen

Feste Schlafenszeiten sind besser als alles Schäfchenzählen. Damit kommen Kinder nach einem Tag voller neuer Eindrücke leichter zur Ruhe. Mit spielerischen Elementen in der Bettroutine kann man den Tag recht gut ausklingen lassen. Vielleicht wickelt man sie nach dem Baden in ein Handtuch, trägt sie ins Bett und liest ihnen ihre Lieblingsgeschichte vor. Ängstlichen Kindern hilft es, wenn neben ihrem Bett ein Nachtlicht leuchtet. Oder wenn die Eltern noch einen Rundgang durchs Zimmer machen, bei dem sie alle Schranktüren und das Fenster schließen. Damit auch nachher keine Monster ins Zimmer schleichen können.

Tägliche Rituale führen uns wie eine Art Navi durch den Tag. Ohne sie muss man sich das Leben jeden Morgen neu einteilen. Jeden Morgen, jeden Morgen …

Drei Rituale für Eltern

Zeit mit dem Partner. Mädelsabend mit der besten Freundin. Ein bisschen Sport. Es gibt Dinge, die sich Eltern gar nicht mehr gönnen. Aber warum?

  1. An jedem zweiten Wochenende gönnt man sich Zeit zu zweit. Die Oma kommt vorbei oder eine Babysitterin kümmert sich um den Nachwuchs.
  2. Einmal in der Woche gehen die Kinder in der Schule zur Nachmittagsbetreuung oder bleiben länger im Kindergarten. In der Zeit kann man Dinge erledigen oder mit Arbeitskollegen einen Kaffee trinken gehen.
  3. Sonntagsausflüge einbauen. Frische Luft tut immer gut. Ob beim Wandern oder bei einem ausgiebigen Spaziergang, die Kinder toben sich aus, die Eltern tanken Energie.

Lesen Sie mehr zum Thema:

Teil 1: Darum sind Rituale wichtig
Teil 2: Rituale für Eltern & Kind

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