Menü öffnen

Mehr Schein als Sein

Silikone wirken nur oberflächlich und verhindern tiefgreifende Pflege.

Home » Schönheit » Pflege » Mehr Schein alsSein - 12.2015

Teil 2: Was machen Silikone wirklich mit dem Haar?

In der Naturkosmetik sind sie nicht zu finden, die Silikone. Sogar in der konventionellen Haarkosmetik verzichtet man immer öfter auf sie. Und das hat gute Gründe.

Ein Silikon ist ein künstliches Lipid aus Silizium und Sauerstoff, das in der Umwelt nicht abgebaut werden kann. Daher dürfen laut Naturkosmetik-Richtlinien keine Silikone verwendet werden. Aber auch in der konventionellen Haarkosmetik wird immer öfter bewusst auf Silikone verzichtet. Silikone legen sich nämlich wie eine Art Mantel über das Haar und glätten die eigentlich schuppige Oberfläche. Dadurch wirken die Haare vordergründig gesünder, entwirrter, glänzender und seidiger.

Glanz-Effekt

Dieser Vorgang wird bei jeder weiteren Haarwäsche und jedem weiteren Stylingprozess wiederholt. Allerdings, so Marion Mohrmann, „gaukeln sie uns nur vor, unser Haar wäre seidig und glänzend“. In Wirklichkeit glätten sie nur die Haaroberfläche, verhindern aber damit das Eindringen von Feuchtigkeit und wichtigen Nährstoffen. Das Haar wird trocken und porös. Silikone beschweren nicht nur das Haar, sie machen es auch kraftloser. Sie legen sich an der Kopfhaut ab und die Haut muss atmen. Man braucht immer mehr und öfter silikonhaltige Haarprodukte, um denselben seidigen Glanzeffekt herzustellen. Das Problem wird nicht gelöst.

Natürliche Schönheit. Es geht auch ganz ohne: zertifizierte Naturkosmetik ist garantiert silikonfrei.

Silikone lassen sich nicht abwaschen

Oder nur sehr schwer. Es kann tatsächlich bis zu sechs Monate dauern, bis sich das Silikon aus den Haarsträngen und der Kopfhaut gelöst hat. Und es die Naturkosmetik schafft, bis ins Innere der Haare vorzudringen und dort ihren Dienst zu tun. Erst dann erlangen Haar und Kopfhaut ihre Natürlichkeit wieder und werden mithilfe von naturkosmetischen Haarpflegeprodukten neu aufgebaut und vitalisiert.

Im Übrigen erkennt man Silikone an der Endung „-con“ oder „-cone“, zum Beispiel Dimethicone oder Trimethicone. Auch „Cyclo-“, wie bei Cyclopen­tasiloxan, kann auf Silikone hinweisen. Zertifizierte Naturkosmetik ist garantiert silikonfrei.

Übergangs-Phase

Wenn Ihre Haare in der Umstellungsphase also mal struppig und strohig sind oder leicht nachfetten, hat das nichts mit der Wirkungslosigkeit der Naturkosmetik zu tun, sondern mit Silikon-Entzug. Um trotzdem das gleiche gepflegt aussehende Ergebnis zu bekommen, ist es durchaus sinnvoll, gerade am Anfang mehr Pflegemaßnahmen zu ergreifen und zusätzliche Produkte zu verwenden. Also: öfter mal eine Haarkur oder natürliche Öle als Leave-in anwenden. Natürlich sollten auch andere haarschädigende Praktiken wie häufiges Färben, Glätten oder heißes Föhnen reduziert werden. Auch ein Aspekt der Natürlichkeit: sich damit anfreunden, was einem die Natur geschenkt hat.

Lesen Sie mehr zum Thema

Teil 1: Konventionelle oder natürliche Haarpflege?
Teil 2: Was machen Silikone wirklich mit dem Haar?
Teil 3: Natürliche Haarpflegetipps und tolle Produkte

Naturkosmetik bis in die Spitzen
Nach Oben
OKMehr Information