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So pflegt man heute die Haare

Top 5 Trends.

Home » Schönheit » So pflegt man heute die Haare - 10.2017

Haarewaschen Next Generation. „Intelligent ­Cleansing“ beschäftigt sich mit innovativen, zielorientierten ­Haarpflegemethoden. Von Co-Wash über Pre-Wash bis zu Low-Shampoos, von Shampoo-Abstinenzlern zu Hightech-Jüngern.

Früher hat man sich einfach die Haare gewaschen. Heute bedarf es beinahe schon wissenschaft­licher Überlegungen, um die Haarpflege möglichst optimal zu gestalten. Wann soll ich waschen, wie und womit? In welcher Reihenfolge benutze ich die Pflegeprodukte? Oder soll ich überhaupt auf jegliche Form von herkömm­lichen Shampoos verzichten?
Auf alle diese Fragen gibt es Antworten. Denn auch beim Haarewaschen gilt jetzt nicht mehr: ein Shampoo für alle, sondern: ein Pflegeprogramm ganz speziell für mich.

No-Poo: Verzichtserklärung

Der neueste Trend heißt, etwas missverständlich, „No-Poo“ (von No Shampoo). Dabei verzichtet man auf sämt­liche herkömmlichen Haarpflegeprodukte. Nur Tonerde-, Roggenmehl- oder Apfelessig-Spülungen sind erlaubt. Das soll, behaupten zumindest die Fans dieses Trends, kräftiges, volles und glänzendes Haar ergeben, das nicht so schnell nachfettet. Lediglich warmes Wasser wird an den Skalp gelassen.

Wer die ersten vier bis sechs kritischen Wochen ohne Shampoo überstanden hat, bei dem soll der Selbstreinigungsmechanismus der Haare wieder greifen. ­Danach muss angeblich wesentlich seltener gewaschen werden. Was dann jedoch fehlt, ist genau das: das Gefühl frisch gewaschener Haare.

Tipp: Wer auf’s Haarewaschen nicht verzichten will, es aber lieber natürlich angehen will, für den haben wir hier interessante Infos.

Co-Wash: Schnellwaschgang

Bei „Co-Wash“ wird nur ein Produkt be­nötigt: der Conditioner. Der Verzicht auf Shampoo soll verhindern, dass das Haar ­unnötig beschwert und die natürliche ­Talgproduktion der Kopfhaut gestört wird. Bei Co-Wash wird davon ausgegangen, dass für die Reinigung der Haare der Conditioner allein genügt. Im Idealfall sollte er keine Silikone enthalten. Er wird einmassiert, darf drei bis fünf Minuten einwirken und wird mit warmem Wasser abgespült.

Nach einigen Wochen soll sich das Haar besonders weich und glänzend anfühlen. Gerade Frauen mit Locken, die auch häufiger zu trockenen Haaren tendieren, versuchen sich derzeit an dieser Art der Haarpflege, die aber auch Glatt­haarigen Vorteile bringen kann.

Produkttipps:

Duftend. Der CoCo LoCo Conditioner von Lee Stafford basiert auf der Kraft der Kokosnuss. Also: Glanz, Feuchtigkeit und wunderbarer Duft.

Glänzend. Der SugarShine ­Conditioner von Matrix Biolage punktet mit wasserlöslichen Zuckerkristallen. Sie sorgen für Glanz und Feuchtigkeit.

Low-Shampoos: Feinwaschgang

Wer trotz allem nicht auf Shampoo verzichten will, der sollte nicht auf „no“ sondern auf „low“ setzen. Sogenannte „Low-Shampoos“ kommen ebenfalls ohne Sulfate und ­Parabene aus und beweisen, dass das Haar auch ohne Schaum­bildung wunderbar sauber wird. Milde Tenside in geringer Dosis reinigen sanft und schonen die Kopfhaut. Die übermäßige Schaum­produktion fällt also in die ­Kategorie „Gewohnheit“, mehr noch: Durch das viele ­Geschrubbe und Geschäume wird das Haar sogar eher ­beansprucht und seine Schuppenschicht angegriffen.

Mit „Low-Shampoos“ werden die Haare mit nur einem Pflegeschritt, das heißt auch ohne Conditioner, maximal gereinigt und lassen sich trotzdem leicht durchkämmen. Zu diesen Produkten zählen übrigens auch Shampoos, die auf Mizellentechnologie basieren. Schönheits-Profis kennen die mikroskopisch kleinen Teilchen schon längst von der täglichen Beauty-Routine. Auch auf den Haaren sind Mizellen in der Lage, Schmutz, Stylingreste oder ganz ­einfach Haarfett wie Minimagneten an sich zu ziehen.

Tipp: Shampoos mit Mizellentechnologie sind vor allem bei sehr feinem Haar wirkungsvoll. Bei dickem, leicht fettendem Haar sind sie zu sanft.

Produkttipps:

Weniger … Das Pantene Pro-V Mizellen Shampoo hat eine stark reinigende Wirkung.

… ist mehr. Das Sensitiv Shampoo Bio-Echinacea Bio-Jojoba von alverde ist besonders sanft, da es auf synthetische Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe verzichtet.

Pre-Wash: Vorwaschgang

Beim Pre-Wash wird ausnahmsweise kein Pflegeschritt weggelassen, sondern einfach nur ver­lagert. Und zwar nach vorne. Masken, Kuren, ­Haaröle und Conditioner werden in der Regel nach dem Shampoonieren angewendet. Sie sind dafür zuständig, die Haare mit Feuchtigkeit und Nährstoffen zu versorgen. Allerdings hinterlassen sie oft eine schwere und platte Mähne. Warum diesen Vorgang also nicht vor die eigentliche Haarwäsche setzen?

Bei einem Pre-Waschgang werden Kur, Öl oder Maske ins trockene Haar eingearbeitet, denn dabei wird die größte Pflegewirkung erzielt. Außerdem kann man leicht auf die speziellen Bedürfnisse eingehen. So lässt man bei leicht fettendem Ansatz die Pflege einfach aus. Nach rund 15 Minuten wird das Produkt ausgewaschen und die Haare werden wie gewohnt shampooniert. Bei dickem, trockenem Haar könnte man anschließend noch eine leichte Spülung über die Haare laufen lassen, bei sehr feinem Haar würde das zu sehr beschweren.

Tipp: Pre-Wash funktioniert auch gut mit Kokosöl. Dabei arbeitet man rund 30 Minuten vor der Haarwäsche etwas Kokosöl in Längen und Spitzen ein.

Produkttipps:

Vorgeschoben. Das „I am Pure“ pre-shampoo treatment von UdoWalz wird vor der Haar­wäsche angewendet. Tonerde hilft dabei gegen fettige Ansätze.

Andersrum. Auch die Tiefenpflege-Maske mit Honig von Garnier Wahre Schätze kann aufgrund ihrer stark pflegenden Wirkung schon vor dem Shampoo die Haare pflegen.

Plex-Technologie: Aufbausystem

Frauen, die Haarfärbeexperimente wagen, dürften den Begriff „Olaplex“ schon kennen. Das patentierte Mittel wird als Wunderwaffe gegen Colorationsschäden gepriesen. Dabei handelt es sich um ein Aufbausystem für strapazierte Haare, die mithilfe eines speziellen chemischen Wirkstoffs repariert werden. Der Plex-Wirkstoff kittet dabei die kaputten Stellen im Inneren des Haares und stärkt sie gleichzeitig. Dieser Reparatureffekt bleibt erhalten, ohne sich allzu schnell auszuwaschen. Das Profi-Plex-Treatment besteht aus drei Phasen.

In der ­ersten Phase wird das Mittel beim Colorieren oder Bleachen beigemischt. Danach wird es beim Auswaschen aufgetragen und in Phase drei dient das Mittel als Kur für zu Hause. Baut man die Plex-Technologie also gleich beim Färben ein, sind selbst radikale Farbveränderungen wie etwa von Schwarz auf Platinblond möglich.

Falschen Blondinen kommt diese Haar-Technologie am meisten zugute, denn beim Bleachen geht am öftesten etwas zu Bruch. Durch die Plex-Behandlungen lässt sich selbst nach jahrelangem Färben beinahe die ursprüngliche Haarqualität ­zurückholen. Mittlerweile gibt es die Serie nicht mehr ausschließlich im dm friseurstudio, sondern auch im Regal.

Renate Harrer, Qualitätstrainerin bei dm

»Im dm friseurstudio verwenden wir FibrePlex, das ist in der Anwendung sehr ähnlich wie Olaplex. Dieses Treatment ist wie ein Bodyguard für die Haare. Es bewirkt, dass sie beim Colorieren oder Bleichen keinen Schaden nehmen. Das Haar bleibt in dem Zustand, in dem es auch vor dem Färben schon war.«

 

Produkttipps:

Kleine Revolution. Das Reparatur Revolution Shampoo von syoss SalonPlex funktioniert mit Plex-Technologie.

Reparatur-Service. Auch das Schwarzkopf Professional Fibreplex Shampoo sorgt für mehr Geschmeidigkeit und länger anhaltenden Farbglanz.

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