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Die Abkühlung ist nah!

Sommerfrische an Österreichs schönsten Seen.

Home » Genuss » Die Abkühlung ist nah! - 07.2017

Abkühlen, abtauchen, abschalten: Die Sommerfrische hat uns wieder. Und Österreichs Seenlandschaft heißt uns willkommen.

Nichts gegen unsere Städte. Die historischen Gebäude, die Kultur, der Lebensstil – lieben wir alles! Doch sobald sich Bäume und Wiesen wieder in prächtigem Grün zeigen, die Vögel um die Wette zwitschern und die Sonne unsere Haut aufheizt, drängt sich ein anderes Gefühl dazwischen: die Sehnsucht nach einem Ort, der uns mit der Kraft seiner natürlichen Schönheit in seinen Bann zieht. Ein Ort, an dem unser Körper der Hitze der Stadt entfliehen und unser Geist zur Ruhe kommen kann.

Loslassen, mit der Natur eins sein, den angestrengten Kopf mit einem Sprung ins Wasser abkühlen – diese Lust auf Erfrischung entstand im 19. Jahrhundert mit der wachsenden Verstädterung. Wer es sich leisten konnte, stieg in Pferdeeisenbahn oder Postkutsche und fuhr aufs Land. Magisch angezogen wurden die Menschen dabei von Österreichs Seen und Bergen, die Idylle und Abkühlung versprachen.
Der Begriff „Sommerfrische“ etablierte sich. Die Gebrüder Grimm definierten die Sommerfrische in ihrem Wörterbuch als „Landlust der Städter im Sommer“.

Auch wenn seit damals Jahrzehnte vergangen sind – eines hat sich nicht geändert: In Österreich ist der nächste See nie weit. Und wir kommen noch viel schneller hin als unsere Vorfahren.

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Wasser, marsch! 

Mehr als 2.100 stehende Gewässer mit mehr als einem Hektar Fläche betten sich in die Landschaft ein. Immerhin 62 davon sind „große Seen“ mit einer Fläche von 50 Hektar oder mehr. Viele heimische Seen haben sogar Trinkwasserqualität. Eine Region gilt heute wie damals als der Inbegriff für die Sommerfrische: das Salzkammergut. Mehr als 70 größere und kleinere Seen prägen die Landschaft, die meisten von ihnen sind auch noch malerisch von Bergen umgeben.

Oberösterreichs Meer

Der Attersee gilt nicht umsonst als das „oberösterreichische Meer“, er ist zugleich Österreichs größter Binnensee. Schon anno dazumal war er Anziehungspunkt und Inspiration für Künstler und Freigeister wie den Maler Gustav Klimt. Um den Attersee in all seiner Intensität zu spüren, muss man ihm ganz nahe sein. Das heißt: weg von der viel befahrenen Uferstraße und hin zum Wasser. Zahlreiche Naturbade- und Campingplätze liegen um den See, der so hell und klar ist, dass man beim Schwimmen viele Meter in die Tiefe blickt. Dort liegen Steine und Gehölz, als hätte sie jemand zu einem natürlichen Kunstwerk arrangiert.

Das Schloss Ort am Traunsee ist nur im Fernsehen ein Hotel, aber man kann hier wunderbar essen.

Das zweite mächtige Gewässer des Bundeslandes ist der Traunsee, tiefster See Österreichs und bewacht vom mystischen Gipfel des Traunsteins. Ebenso aussichtsreich, aber dafür einfacher zu erklimmen ist der Gmundnerberg mit dem neuen Naturerlebnisweg. Programmfixpunkt fast jedes Traunsee-Ausflugs ist das auf einer winzigen Insel gelegene Seeschloss Ort, zu dem eine 123 Meter lange Brücke führt.

Ausseerland

Ein Stück weiter südlich präsentiert sich das zur Steiermark gehörende Ausseerland auf einer Drei-Seen-Tour über Grundlsee, Toplitzsee und Kammersee in seiner schönsten Pracht. Das restaurierte Motorschiff „Rudolf“ zieht langsam über den Grundlsee, im Hintergrund liegen die Gipfel des Toten Gebirges und der 1.600 Meter hohe Backenstein spiegelt sich auf der Wasseroberfläche. Baden kann man im Grundlsee auch, auf einer Uferlänge von insgesamt rund zehn Kilometern, wie der Kapitän erklärt.

Nachdem das Schiff am gegenüberliegenden Ufer angelegt hat, wandert der Besucher durch eine Naturkulisse wie aus einem Heimatfilm zum sagenumwobenen Toplitzsee, wo schon die Plätte, das traditionelle Holzboot der Region, wartet. Nach der wildromantischen Überfahrt führt ein Fußweg entlang des Traun-Ursprungs zum Kammersee. Still liegt er da, smaragdgrün und beschützt von mannshohen Felsen.

Wandern von See zu See im Salzkammergut: ab sofort möglich auf dem neuen BergeSeen Trail in 20 Etappen.

Seenland Kärnten

Das südlichste Bundesland ist mit seiner Vielzahl an Seen ebenfalls ein Paradies für Sommerfrischler. Einer der schönsten ist der Weissensee, auf mehr als 900 Meter Seehöhe gleichzeitig der höchstgelegene Badesee Österreichs. Er ist von einem Naturpark umgeben, zwei Drittel des Ufers bleiben unverbaut und die umliegenden Feuchtwiesen werden nicht gedüngt. Wildbaden ist verboten, aber alle Pensionen und Hotels haben einen eigenen Seezugang. Im Sommer badet man in bis zu 24 Grad warmem Trinkwasser – der Weissensee gilt als der reinste Badesee der Alpen.

Welcher heimische See der schönste ist? Der Sommer lädt uns ein, das herauszufinden.

 

Sommerfrische daheim

 

See-Tipps

Wanderbar

Eineinhalb Stunden sollte man für die Boot-Buchtenwanderung inklusive Frühstück am Millstätter See einplanen. Während der Wasser­wanderung erzählt die Begleitung, ein gelernter Bootsbauer, über das Leben am See. Dienstags und donnerstags von Mai bis September.

Schwungvoll

Fast wie am Meer fühlt man sich am Bodensee. Vor allem dann, wenn man sich in Bregenz auf die Sunset Stufen am Molo (Hafen) niederlässt. An schönen Sommerabenden ver­sammelt sich hier gefühlt die halbe Stadt, um der Sonne beim Unter­gehen zuzuschauen.

Historisch

Weit über 100 Jahre ist es her, dass der Tourismus am Tiroler Achensee begann. Noch immer kann man mit der Dampf-Zahnradbahn und dem Schiff den See erkunden.

Rundherum

Die etwas mehr als zehn Kilometer und dreieinhalb Stunden lohnen sich: Der Fuschlseerundweg führt durch stille Wälder und an türkis schimmernden Buchten entlang.

Einzigartig

Österreichs einziges Inselhotel liegt auf einer Insel im Faaker See. Auch wer nicht über Nacht bleibt, kann heimisches Inselfeeling genießen: Das Hotel bietet ein Package für Tagesgäste an, das unter anderem die Überfahrt mit dem Wasser-Taxi, das Laben am Frühstücksbüfett und den Eintritt ins Strandbad beinhaltet.

Wassernah

Frühstücken, frisch Gegrilltes auf der Terrasse genießen oder abends dem Geräusch von knarrendem Holzboden und sanften Wellen lauschen: Das Haus im See ist ein Holzhaus, das auf Stelzen direkt über dem Neusiedlersee gebaut ist.

Mittendrin

Falls das Sommerwetter mal ausbleibt: Seit einiger Zeit ist der Spa des Hotels Weißes Rössl am Wolfgangsee auch für Tagesgäste zugänglich. Höhepunkt ist der beheizte Seewasser-Pool, der direkt in den See eingebettet ist.

Ausgefallen

Camping am Hallstätter See geht so: Inmitten eines ökologischen Parks, alten Säulen und urigen Bäumen in einem Gipsywagen übernachten. Einen eigenen Naturstrand und eine nostalgische Sauna gibt’s auch.

Seenkarte Österreichs

 

Die Seen aus dem Artikel

Sommerfrische in Europa

 

Slowenien
Eingebettet in Sloweniens einzigen Nationalpark Triglav liegt der Bohinj-See. Sein Ufer ist größtenteils unverbaut, viele der Naturbadeplätze erreicht man per Kanu. Sehenswert ist der See auch vom Berg Vogel aus, auf den eine Gondel führt.

Mazedonien
Er ist der größte See des Landes und einer der ältesten der Erde: Ohrid. Sein einzigartiges Ökosystem beherbergt 200 endemische Arten. Bereits seit 1979 zählt der Ohrid-See zum Welterbe der UNESCO.

Italien
Der Comer See gehört zum Seengebiet Oberitaliens. Er ist umgeben von Bergen, kleinen Orten und Parklandschaften. Mit 170 Kilometer Uferlinie ist er der drittgrößte See Italiens.

Bosnien
Der Pliva-Fluss ist bekannt für seinen 20 Meter hohen Wasserfall bei Jaice. Flussaufwärts von Jaice erweitert er sich zum Großen und Kleinen Pliva-See. Dazwischen befinden sich hölzerne Wassermühlen, deren Ursprung bis ins Mittelalter zurückreicht.

Bulgarien
Auch wenn sie zu kalt zum Baden sind: Die sieben Rila-Seen in Bulgarien sind einen Ausflug wert. Sie liegen im Rila-Gebirge auf einer Höhe zwischen 2.100 und 2.500 Metern. Von Sofia aus bieten sie sich für eine perfekte Tagestour an.

Ungarn
Das „Meer Ungarns“, der Plattensee, ist das größte Binnengewässer Mitteleuropas. Das Wasser ist am Ufer sehr flach, deshalb ist der auch Balaton genannte See bei Familien ein beliebter Badesee.

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