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Sozialer Guarbohnen-Anbau

Nachhaltig pflegend.

Home » Schönheit » Sozialer Guarbohnen-Anbau - 10.2018

Die Guarbohne, auch Guar genannt, wird öfter verwendet, als man denkt. Nicht nur deshalb ist ein bewusster Anbau besonders wichtig.

Guar – kaum jemand kennt es, aber viele benutzen es tagtäglich. Die Guarbohne, auch Guar genannt, ist eine Nutzpflanze aus der Familie der Hülsenfrüchte. Die in der Pflanze enthaltenen Inhaltsstoffe werden in der Lebensmittel-, aber sehr oft auch in der Kosmetikbranche als natürliches Verdickungsmittel eingesetzt. Vor allem in der Haar- und Hautpflege nützt man die pflegenden Eigenschaften. So soll der Rohstoff Guar die Haarstruktur verbessern sowie Elastizität und Kämmbarkeit der Haare fördern.

Eine Eigenschaft, die auch die Firma Henkel für ihre neue Nature Box-Linie nutzt. Gerade bei dieser Marke möchte das Unternehmen hohe Produktions- und Qualitätsstandards einhalten und gleichzeitig ein Verantwortungsbewusstsein für morgen kreieren. Deshalb arbeitet Henkel eng mit internationalen Entwicklungsorganisationen zusammen und unterstützt Kleinbauern beim nachhaltigen Anbau von Rohstoffen wie Guar.

Nachhaltiger Anbau

Seit Ende 2017 unterstützt Henkel den Guar-Produzenten Solvay sowie die Non-Profit-Organisation TechnoServe dabei, den Rohstoff in der Wüstenregion Bikaner im indischen Rajasthan nachhaltig anzubauen. 2015 gründete Solvay die „Nachhaltige Guar Initiative“, die aktuell 1.223 Farmer in sieben Dörfern unterstützt. Rund 25 Prozent von ihnen sind Frauen – keine Selbstverständlichkeit in dieser Region.

Ziel des Projekts ist es, den Farmern bei der ressourcenschonenden Aussaat, Aufzucht und Ernte zu helfen. Die Initiative möchte die Landwirte mit den passenden Werkzeugen und dem benötigten Wissen versorgen, um eine kontinuierliche und ertragreiche Produktion zu gewährleisten. Auch die weitere Verarbeitung der Bohne sowie der Handel damit verlaufen unter fairen Bedingungen.

Das Programm soll den Lebensunterhalt der Farmer verbessern, die lokalen Ressourcen schützen und vor allem den Guarbauern eine dauerhafte Einnahmequelle garantieren. Die Non-Profit-Organisation TechnoServe unterstützt Solvay, indem sie die lokale Umsetzung des Projekts vorantreibt. Sie stellt Experten zur Verfügung, die Landwirte schulen und ihnen zeigen, wie nachhaltige Bewirtschaftungsmethoden in der Praxis umgesetzt werden können.

Immerhin ein Viertel der unterstützten Guarbauern sind Frauen.

Gemüsegärten ernähren die Familien

Auch das tägliche Leben der Kleinbauern und ihrer Familien möchte die Initiative verbessern und hilft deshalb den Frauen, eigene Küchengärten anzulegen, von denen sie sich autark ernähren können. Der Gemüseanbau dient dabei nicht nur als Nahrungsquelle, sondern kann, wenn er genug produziert, sogar als zweite Einnahmequelle fungieren. Vor allem aber gibt er vielen Frauen die Möglichkeit, sich selbstständig etwas zu erarbeiten und so ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Denn normalerweise ist es der Mann, der die Lebensmittel einkauft. Mittlerweile wurden 70 dieser Küchengärten angelegt und 6.300 Bäume gepflanzt.

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