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Sport ohne falsche Vorbilder

#selflove

Home » Genuss » Sport ohne falsche Vorbilder - 04.2018

Über Sport konnte man schon immer wunderbar diskutieren, doch durch Social-Media-Plattformen wie Instagram und Facebook wurde das Konfliktpotenzial auf ein neues Level gehoben. Doch wie motivierend sind Fitnessblogger mit perfekt definierten Körpern tatsächlich?

Am Thema Sport scheiden sich seit jeher die Geister. Beginnend bei den grundlegenden Fragen nach der korrekten Dauer, Häufigkeit und Intensität bis hin zur richtigen Ernährung danach – zu jeder Kniebeuge gibt es eine unterschiedliche Meinung.

Über Sport konnte man also schon immer wunderbar diskutieren, doch durch Social-Media-Plattformen wie Instagram und Facebook wurde das Konfliktpotenzial auf ein neues Level gehoben. Egal, ob es um gestählte Muskeln geht wie unter #fitspiration, um reine Frauenpower unter #girlswholift oder um besonders extreme Formen wie #thinspiration, unter unzähligen Hashtags werden Motivationsmethoden propagiert, die diesmal aber wirklich funktionieren, versprochen!

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Laufen tut dem Körper gut 

Doch wie motivierend sind Fitnessblogger mit perfekt definierten Körpern tatsächlich? Häufig endet das Scrollen durch den Instagramfeed schließlich nicht damit, dass man in die Trainingsschuhe hüpft und lossprintet; stattdessen bleibt man frustriert auf der Couch zurück.

Insgeheim weiß man natürlich, dass unzählige dieser Fotos bis ins letzte Detail inszeniert sind und mit der wirklichen Welt wenig gemein haben. Trotzdem bewirken die Bilder etwas – bewusst und unbewusst. Anstatt auf sich selbst zu hören und darauf zu achten, was dem Körper guttut, hetzen viele von einem Fitnesstrend zum nächsten.

Die Bloggerin Angelika Resch, besser bekannt als Angie von hellopippa.com, hat ebenfalls zahlreiche Sportarten ausprobiert, weil sie gerade im Trend waren. Sie ging laufen, zum Boxen, machte Pilates und High Intensity Training, doch so richtig glücklich wurde sie erst, als sie Yoga für sich entdeckte. „Yoga war der erste Trendsport, bei dem ich nicht das Gefühl hatte, ich mache ihn, um anderen zu gefallen oder um besonders cool zu sein“, sagt Angie. „Yoga mache ich nur für mich selbst.“

Angelika Resch, Lifestylebloggerin

»Unser Körper redet unbewusst ganz, ganz viel mit uns – wir müssen nur zuhören.«

Sie spricht damit einen wichtigen Punkt an: Sport sollte man für sich selbst machen und nicht für andere. Klingt eigentlich völlig logisch und einleuchtend. Aber wie kann es dann trotzdem sein, dass der erste Gedanke bei einer neuen sportlichen Bestleistung oft nicht die eigene Belohnung danach ist, sondern, welcher Instagramfilter diesen Augenblick am besten unterstreichen würde?

„Social Media beeinflusst hier ganz bestimmt“, sagt Angie, „aber das machen ganz viele andere Aspekte im Leben auch. Wichtig ist, sich immer selbst treu zu bleiben und sich nicht zu verstellen. Sobald das passiert, weiß man, dass eine Grenze überschritten wird.“ Das heißt nicht, dass man sich nicht von anderen inspirieren lassen soll. Aber dazwischen sollte man immer wieder überprüfen, für wen man da gerade sportelt: für das nächste Instagram-Foto? Oder für sich selbst?

Gesundheit hat immer Priorität

Vorbilder und Inspirationsquellen helfen dabei, sich Ziele zu setzen und sich auf dem Weg dorthin zu motivieren. Dafür muss man aber auch die richtige Balance finden. Und: Helfen sie wirklich dabei, den Weg zu einem fitteren Ich einfacher zu gestalten, oder gaukeln sie falsche Versprechen vor?

Für Angie war es ein sehr prägendes privates Erlebnis, das ihr dabei geholfen hat, ihre innere Balance zu finden. „Dieses Erlebnis hat mich erkennen lassen, worauf es im Leben ankommt und was zählt“, erinnert sie sich. „Und das ist nicht die Idealfigur, wie viele Kalorien man am Tag zu sich nimmt oder ob man zwei- oder fünfmal pro Woche trainiert.“

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Wie sie das überprüft? „Ich glaube, solange man seine Gesundheit immer als Priorität sieht, macht man alles richtig.“ Viele Menschen müssten erst wieder lernen, auf ihren Körper zu hören. Was tut ihm gut? Wie schafft man es, dass es ihm wieder besser geht? „Ich mache immer das, worauf ich gerade Lust habe. Wenn ich das Gefühl habe, mein Körper braucht ein bisschen Herausforderung, dann mache ich eine intensive, längere Einheit. Fühle ich mich nicht so gut, bewege ich mich auch mal nur zehn Minuten auf der Yogamatte, ganz ohne Anstrengung“, sagt Angie.

Sich im eigenen Körper wohl fühlen

Diese Einstellung vertritt auch die „Body Positivity“-Bewegung. Unzählige Frauen und Männer posten in den sozialen Medien Fotos von sich, wie sie gerade sind – und zwar egal, ob mit ein paar Speckröllchen oder ohne. Ihnen geht es darum, zu zeigen, dass sie sich in ihrem Körper wohl fühlen und dankbar dafür sind, was er tagtäglich leistet.

Doch wie schafft man es, ein so entspanntes Verhältnis zu seinem Körper aufzubauen? Ein bisschen Egoismus hilft immer: sich genügend Zeit für sich selbst zu nehmen und es sich so richtig gut gehen zu lassen. Denn am wohlsten fühlt man sich, wenn man völlig entspannt ist.

In diesem Zustand stellt man sich dann vor den Spiegel und beginnt, seinen Körper ganz genau zu betrachten. Doch statt sich sofort auf seine Problemzonen einzuschießen, nimmt man nur jene Aspekte wahr, die man besonders an sich mag. Manchen hilft es, sie laut aufzuzählen oder aufzuschreiben. Anschließend widmet man sich den Stellen, die man weniger mag. Statt sich ihretwegen schlecht zu fühlen, überlegt man lieber, wie man sich mit diesen Körperbereichen versöhnen kann. Das könnte dann regelmäßiger Sport sein, eine gesündere Ernährung oder einfach eine positivere Sichtweise auf Makel, die meistens gar keine sind.

Wenn erst einmal klar ist, was die inszenierte Scheinwelt vom eigenen, realen Körper unterscheidet, steht einem neuen Trend nichts mehr im Wege. Statt #fitspiration steht ab jetzt #selflove an erster Stelle.

Lese-Tipp:Einzigartig, nicht perfekt“ ist das Schönheitsideal von heute!

Wohlfühl-Tipps beim Sport

Sich akzeptieren, wie man ist.
Unzählige Sit-ups, weil die Bauchmuskeln sich nicht zeigen wollen? Statt vermeintlicher Problemzonen lieber einmal ganz bewusst nur die Schokoladenseiten trainieren und anschließend den Knackpo in den Lieblingsjeans bewundern.

Lernen, Komplimente anzunehmen.
Statt auf das nächste Kompliment mit „Ja, aber dafür mag ich meine Oberschenkel nicht“ zu antworten, einfach bedanken, genießen und sich selbst – und anderen – auch immer wieder Komplimente machen.

Ohne Reue genießen.
Wörter wie „Cheatday“ aus dem Vokabular streichen. Wenn der Körper Pizza will, dann wird sie in vollen Zügen und ohne schlechtes Gewissen genossen. Den Sport am nächsten Tag machen wir für das Gefühl danach und nicht, um die Pizzakalorien zu verbrennen.

10 Tipps für die Sporternährung

Für einen optimalen Trainingseffekt, zählt nicht nur die richtige Ausführung der Sportübungen. Mit einer gesunden und passenden Ernährung, gibt man dem Körper alle Nährstoffe die er braucht und verbessert so auf Dauer die Muskelfunktion.

Trinken, trinken, trinken. Genügend Flüssigkeit ist beim Sport das A und O. Wenn das Training kürzer als 60 Minuten dauert, reicht es den Flüssigkeitsverlust nach dem Training auszugleichen. Wird länger als 60 Minuten trainiert, sollte man alle 20 Minuten ein wenig Flüssigkeit zu sich nehmen.

Energiebooster. Wenn die Trainingseinheit über 90 Minuten dauert, sollten kurz vor Beginn oder währenddessen kohlenhydrathaltige Getränke oder Snacks konsumiert werden um einen Leistungseinbruch zu vermeiden wie z.B. Traubenzucker, Trockenfrüchte oder Bananen.

Planen. Hier ein Weckerl, da ein Schokoriegel – wer nicht vorausplant muss oft auf Kompromisslösungen ausweichen. Ein Wochenplan hilft dabei, jeden Tag etwas Gesundes und für den Körper wertvolles zu essen. Wichtig: auch kleine Snacks zwischendurch einplanen!

Vorsorgen. 2-3 Stunden Pause sollten zwischen der letzten großen Mahlzeit und der Sport Einheit liegen – bei Kohlenhydraten darf hier zugelangt werden. Besonders fettige, eiweißreiche oder ballaststoffreiche Lebensmittel sollten vor dem Training vermieden werden, da es sonst zu Seitenstechen kommen kann.

Nüsse. Nüsse enthalten eine große Menge an pflanzlichem Eiweiß und einfach sowie mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die eine wichtige Rolle beim Fettabbau spielen. Nach dem Sport liefern sie wertvolle Energie, fördern die Muskelregeneration und Wirken der Entzündungsreaktion entgegen.

Gute Mischung. Nach dem Training sollten die Glykogenspeicher wieder aufgefüllt werden – ideal dafür ist eine Mahlzeit aus leicht verdaulichen Kohlenhydraten, etwas Eiweiß und wenig Fett.

Energieverbrauch nicht überschätzen. Egal wie hart sich die Trainingseinheit gerade angefühlt hat, nicht jede Sportart verbraucht gleich viele Kalorien. Je nachdem welches Trainingsziel man erreichen möchte, sollte man also darauf achten, seinem Körper nicht mehr Kalorien zuzuführen als er verbraucht.

Bananen. Bananen sind ideal um den Energiespeicher nach dem Training wieder aufzufüllen – Grund dafür sind die enthaltenen Kohlenhydrate und der Mikronährstoff Kalium. Kalium ist besonders wichtig für den Elektrolythaushalt und trägt zur idealen Muskelkontraktion und Energiebereitstellung bei.

Tagebuch führen. Wer ein Ernährungstagebuch führt, beginnt sich mit seinen Ernährungsgewohnheiten auseinander zu setzen. Man sieht genau was man zu sich nimmt und kann daran erkennen wo man eventuell etwas einsparen oder verbessern könnte.

Vollkornnudeln. Im Gegensatz zu „normalen“ Nudeln sind Vollkornnudeln reich an Mineral- und Ballaststoffen. Dadurch liefern sie nicht nur viel Energie für das Training, sondern sättigen auch nachhaltig.

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