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Spuren- Suche: Einmal um die Welt.

Reisen. Menschen kennenlernen. Neues entdecken. Das macht uns toleranter und gelassener.

Home » Leben » Spuren- Suche: Einmal um die Welt. - 06.2016

Der kürzeste Weg zu sich selbst führt einmal um die Welt. Wer auf Reisen geht, packt Offenheit und Zuversicht, Vertrauen und Neugier in seinen Koffer. Und beginnt über seine Grenzen hinauszuwachsen.

BUCH TIPP Reise-App

Mit der Reise-App „Been“ für Android und iOS kann man sich und anderen vor Augen führen, wo man schon überall war. Man kann die Weltkarte dann auf verschiedenen Social Networks teilen.

Es gibt einen feinen Unterschied zwischen Urlaubmachen und Reisen. Das eine ist der vollklimatisierte Aufenthalt in einer Clubanlage – nur so ein Beispiel –, bei dem man rundherum verwöhnt und einem jeder Wunsch von der Nase abgelesen wird. Eine feine Sache. Hat man sich schließlich verdient. Reisen hingegen verändert. Da macht man sich auf den Weg, will nicht nur die Grenzen der Länder aufheben, sondern auch die eigenen. Sucht den Kontakt zu fremden Menschen, stillt seine Neugier in Gesprächen, öffnet die Ohren und die Augen. Und meistens auch das Herz. Das Reisen wird zur Spurensuche. „Die Begegnung mit anderen Kulturen und Menschen hat mich viel weltoffener, kommunikationsfreudiger, gelassener und toleranter gemacht“, erzählt Janine Domnick, die hinter dem Reiseblog „Bereise die Welt“ steckt. Auch der Reiseautor Andreas Altmann lässt keine Gelegenheit aus, auf seinen Reisen offen auf Menschen zuzugehen, ihnen wirklich zu begegnen. Sein Trick: Er bittet jeden, der ihm über den Weg läuft, etwas von sich und seinem Leben zu erzählen, ihm eine Geschichte zu schenken.

Frau mir Koffer

Grenzenlose Freiheit. Wer sich manchmal treiben lässt, hat stets Spannendes zu berichten.

Die anderen Souvenirs

So ist das, wenn man reist. Man sammelt Momente und Begebenheiten, erfährt etwas, das einen vielleicht verändert oder den Blickwinkel aufs Leben neu ausrichtet. Und: Man lässt auch immer etwas von sich selber an dem Ort zurück, an dem man gerade war. Geschenke, die man bekommt und verteilt, sehen dann so aus: kleine und große Lebensgeschichten, Lächeln, Vertrauen. Etwas kennenlernen, das es in der Heimat nicht gibt, Werte und Traditionen, Religionen und Bräuche. Eine Bestätigung, dass man Hilfe und Unterstützung bekommt – auch von Menschen, die man gar nicht kennt. All das bindet man ins eigene Weltbild ein.

Antoine des Saint-Exupéry

„Nur das Unbekannte ängstigt die Menschen; wenn sie erst in den Ereignissen drinstehen, fürchten sie sich nicht mehr.“

„Ich merke, dass ich offener bin für andere Kulturen und Menschen. Ich kann darauf vertrauen, dass ich mir selbst weiterhelfe oder Menschen finde, die es tun“, sagt Anja Beckmann, die mit ihrem Blog „Travelontoast“ zum Verreisen anregt und selbst bereits in über 50 Ländern unterwegs war. Der kürzeste Weg zu sich selbst führt einmal um die Welt. Am besten legt man sich dabei auf die Couch wildfremder Menschen. Denn beim Couchsurfing landet man direkt im Wohnzimmer – in welchem Eck der Welt es sich auch befinden mag. Und nicht als Tourist, sondern als Kumpel, Freund oder Gleichgesinnter. Auf diese Art kann ein Dialog zwischen den Kulturen entstehen, ein direkter Draht in eine andere Welt. Man lebt den Alltag miteinander, stellt neugierig Fragen über das Leben in einem anderen Land, feiert, trinkt und isst gemeinsam. Und wird dabei offener gegenüber neuen Dingen. Toleranter auch.

Gemeinsam kochen. Gemeinsam essen. Gemeinsam trinken. Essen ist eine Sprache, die man überall versteht.

BUCH TIPP Bei Anruf Schweden

Kennen Sie das schon? Wenn Sie eine dringende Frage zu Schweden haben, können Sie jetzt einfach Schweden anrufen. Einer von rund 500 Schweden gibt Ihnen dann Auskunft. Erfahren Sie mehr über das Projekt des schwedischen Touristenverbands, „Svenska Turistföreningen“.

Blick über den Tellerrand

Land und Leute kennenlernen geht auch fast ohne Worte. Man kann sich dabei sogar den Bauch vollschlagen. „Kulinarische Reisen sind Reisen zu den Menschen“, erklärt Philipp Boecker. „Bei kaum einer anderen Art des Reisens kann man sich so gut mit den Menschen vor Ort austauschen wie beim gemeinsamen Kochen, bei der Weinernte oder einer nächtlichen Trüffelsuche.“ Philipp Boecker hat 2005 „Sapio“ gegründet und damit kulinarische Entdeckungsreisen auf die Karte gesetzt. Hinter dem Wort steckt auch schon die ganze Philosophie: Sapio bedeutet sowohl „ich schmecke“ als auch „ich verstehe“. Miteinander kombiniert bedeutet das, sinnliches Erleben und Verstehen in einen Topf zu werfen. Das schmeckt und macht auch noch Spaß. Schnell findet man Anknüpfungspunkte, kann sich ungezwungen auf neue Situationen und Menschen einlassen. Etwa bei einem Kochkurs an der italienischen Cinque Terre, bei dem die Bauersfrau Elena Barrani am Vormittag Rezepte für Gemüsetorten, Nudeln mit Walnusssoße und gefüllte Muscheln verrät. Am Nachmittag streift man durch Pinienwälder und wandert über Weinterrassen. Am Abend sitzt man in kleiner Runde zusammen, erzählt Geschichten aus seinem Leben, hört anderen zu. Teilen verbindet. Und wenn es nur ein Stück selbst gebackenes Brot ist.

junges Pärchen isst

Schöne Aussicht. Reisen heißt, über den Tellerrand zu schauen.

Reisen mit Mehrwert

In die Töpfe anderer Länder zu schauen und dabei über den eigenen Tellerrand zu blicken ist eine gute Sache. Naomi Duguid zeigt, wie man richtig thailändisch kocht. Dabei entdeckt man, worauf es den Menschen vor Ort wirklich ankommt. Patricia Wells öffnet die Pforten ihres Hauses aus dem 18. Jahrhundert, um die Geheimnisse der Küche der Provence zu lüften, und zeigt dabei, was man aus Oliven, Öl, Käse und Wein zaubern kann. Beim gemeinsamen Essen und Trinken heben sich vermeintliche Grenzen von ganz alleine auf. Kein Wunder, dass das Projekt „Conflict Kitchen“ so populär ist. Und Food Trucks immer beliebter werden. Über das Essen findet man zueinander. Wenn der Bauch voll ist, hört man auch gerne zu. Und merkt, dass die Menschen gar nicht so unterschiedlich sind. Schnell wird einem klar, dass die meisten Barrieren nur in unseren Köpfen bestehen. Das können wir zum Glück leicht ändern: Koffer packen, fertig, los!

Tolle Wirkung. Auf Reisen lernt man Fremdes kennen und schätzen.

Tolle Wirkung. Auf Reisen lernt man Fremdes kennen und schätzen.

Kochschulen rund um den Globus: Weiterlesen

Koch-Kunst

Mexikanische Küche ist weit mehr als Tacos und Burritos. Die Kochschule Los Dos in der kolonialen Stadt Merida ist für junge Leute ein Ort des kulturellen Austauschs.

Bauern-Hof

Auf einer Farm leben, Brot backen, Butter machen, Wurst herstellen – das verändert den Blick auf die Nahrungsmittel, die man zu sich nimmt. Das alles wird auf der Blackberryfarm möglich.

Welt-Stadt

Mitten in New York die italienische Küche kennenlernen – eine großartige Kombination. Eataly macht’s möglich.

Neues erleben. Das Essen fremder Länder ist immer ein Kennenlernen fremder Kulturen.

Neues erleben. Das Essen fremder Länder ist immer ein Kennenlernen fremder Kulturen.

Jazz-Land

Eigentlich fährt man nach New Orleans der Musik wegen. Aber Essen & Kochen ist ein mindestens so großes Abenteuer. Im Langlois Supper Club werden Ihren Geschmacksnerven Augen machen.

Fisch-Fang

Wer wissen will, wie man Lobster zubereitet, verbringt am besten Zeit mit jenen Menschen, die ihn aus dem Meer fischen. Maine, New England ist ein guter Platz dafür.

Wander-Jahre

Bei Naomi Duguid lernt man die ursprüngliche thailändische Küche kennen und erfährt dabei, worauf es den Menschen in ihrem Land ankommt.

junge Frau mit Tatoo im Auto

Ohne Grenzen. Viel Reisen erweitert den Horizont …

Kuss-Mund

Patricia Wells öffnet die Pforten ihres Hauses aus dem 18. Jahrhundert, um die Geheimnisse der Küche der Provence zu lüften und zeigt dabei, was man aus Oliven, Öl, Käse und Wein zaubern kann. Beim gemeinsamen Essen und Trinken verschwinden die zwischenmenschlichen Grenzen. At home with Patricia Wells.

Land-Leben

Die Bauersfrau Elena Barrani verrät am Vormittag Rezepte für Gemüsetorten, Nudeln mit Walnusssoße und gefüllte Muscheln. Am Nachmittag streift man mit ihr durch Pinienwälder und wandert über Weinterrassen. Buchen z. B. bei Sapio.

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