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Tipps für mehr Kreativität

Auch Erwachsene profitieren, wenn sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen.

Home » Family » Kinder » Tipps für mehr Kreativität - 11.2015

Teil 2: Ausflüge ins Reich der Fantasie

Fantasie ist wichtig für Kinder. Sie hilft bei Dingen, die unsere Kleinsten sich rational nicht erklären können. Dann wird daraus eine wahrhaft magische Vorstellung.

Für ganz junge Menschen braucht man viel Zeit. An den Wochenenden in den Wald gehen oder am Abend eine Geschichte vorlesen – das dauert genauso lange wie erwachsenere Verpflichtungen. Doch alles Neue erweitert den Blickwinkel, stärkt das Band zwischen Groß und Klein, und Ausflüge sind da besonders vielseitig. Bewegung, soziale Kontakte, neue Erfahrungen und Zeit, den Nachwuchs zu erleben. Kasperltheater, Spielplatz, Museum, Tiergarten, alles gute Ziele. Aber im Grunde ist die Natur der natürliche Lebensraum der Fantasie. Dort kann man ihr freien Lauf lassen. Also nicht wundern, wenn auf der Wiese Elfen tanzen und sich hinter dem Baum ein Waldgeist versteckt. Und um Himmels willen nicht dagegenreden oder gar die Kinder eines Besseren belehren. Fragen Sie lieber, warum sich der Waldgeist versteckt. Oder denken Sie sich gemeinsam Geschichten aus. Ein bisschen Fantasie schadet auch den Erwachsenen nicht.

kinder halten Zauberstäbe zusammen auf der Wiese

Beflügelt. Fantasie macht aus einem Leben viele. Und das auch noch gleichzeitig.

Neue Welten

Ausflüge können aber auch im Kopf stattfinden. Durch Fantasiereisen, beim Vorlesen oder indem man sich selber eine Geschichte ausdenkt. Dabei taucht das Kind nicht nur in neue Welten ein, es erweitert auch seinen Wortschatz und entwickelt Vorstellungskraft. Beim Zuhören laufen die Bilder dazu im Kopf ab – ohne visuelle Vorgaben. Neben den typischen Kindererzählungen können altersgerechte Lexika und Sachbücher die Welt erklären. Wie der Körper aufgebaut ist, welche Tiere im Regenwald leben oder wie die Menschen im Mittelalter gelebt haben. Dinge, die dann noch unklar sind, sollten in Ruhe erklärt werden.

Papa sagt, wenn man Bücher lange genug anschaut, werden sie Freunde. Man hüpft hinein und spielt mit ihnen.

Papa sagt. „Wenn man Bücher lange genug anschaut, werden sie Freunde. Man hüpft hinein und spielt mit ihnen.“

Fantasie braucht keine Technik

Fernseher, Computer und Spielkonsole sind keine Freunde der Fantasie. Unter drei Jahren, das ist angeblich wissenschaftlich erwiesen, sollen Fernsehen und Co. das Gehirnwachstum sogar beeinträchtigen. Was nicht heißt, dass man Kindern eine Welt vorgaukeln muss, die es nicht gibt. Im Kindergartenalter kann ein Spiel am Computer, das die Kreativität fördert, oder eine Sendung über die Tierwelt nicht schaden. Wichtig ist, die Zeit, in denen Kind und Technologie sich miteinander vergnügen können, zu begrenzen. Denn Kino, Fernseher und Computer „beschneiden die knospende Fantasie, weil sie die Visualisierung für Ihr Kind übernehmen“, erklärt Kinderspezialist Michael Meyerhoff. Der elektronische Babysitter ist bequem, hilft dem Nachwuchs aber nicht bei seiner freien Entfaltung. Nützen Sie die Medien gemeinsam mit Ihrem Kind. Dann weiß man, was konsumiert wird, und kann vorzeigen, wie es gemacht wird.

Kind mit selbstgebastelter Rakete

Freiflug. Fernsehen und Computer verhelfen der Fantasie nicht zu Luftsprüngen.

Zukunft fördern

Eine Studie der Case Western Reserve University hat erwiesen, dass die Fantasie mit dem Alter nicht abnimmt. Sie hilft, Probleme schneller und besser zu lösen. Testpersonen, die als Kind sehr kreativ waren, meisterten Herausforderungen und schwierige Situationen einfacher und besser. Wenn das kein Grund ist, dem eigenen Kind seine Traumwelten nicht auszureden! Und manchmal können auch die Erwachsenen von den kleinen Menschen lernen. Das gelingt allerdings nur, wenn man zuhört, mitspielt und mitdenkt. Wer weiß, was dann aus einem Stück Holz noch werden kann …

6 Tipps für mehr Kreativität

  1. Malen: Eine Mal-Ecke schaffen, in der sich das Kind ausleben kann.
  2. Basteln: Zusammen mit dem Kind basteln und bei schwierigen Anleitungen helfen.
  3. Abwechseln: Andere Kinder einladen oder gemeinsam Ausflüge machen.
  4. Erzählen: Das Ende einer Geschichte vom Kind erzählen lassen.
  5. Schauspielen: Gemeinsam in Rollen schlüpfen und sich verkleiden.
  6. Musizieren: Mit Kinderliedern und Hörbüchern die musikalische Seite des Kindes fördern.

Lesen Sie mehr zum Thema:

Teil 1: „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt …“
Teil 2: Ausflüge ins Reich der Fantasie

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