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Richtiger Sonnenschutz

Nur nichts anbrennen lassen.

Home » Schönheit » Richtiger Sonnenschutz - 06.2016

Stichwort Sonnenschutz. Antworten auf ein paar brennende Fragen.

Sonne tut gut, das wissen wir alle. Sie steigert unser Wohlbefinden, verbessert unsere psychische Verfassung, stimuliert unsere Abwehrkräfte und bildet das für den Knochenbau wichtige Vitamin D. Gebräunte Haut wirkt hierzulande attraktiv und strahlt Gesundheit aus.
Aber wir wissen auch: Es gibt Schattenseiten. Je öfter man sich in der Sonne aufhält, desto schneller altert die Haut und desto höher ist das Hautkrebsrisiko. Darüber hinaus sind aber auch noch einige Gerüchte und Halbwahrheiten im Umlauf. Wir klären auf.

Heiß. mit der Sonne kommen auch ihre Anbeter. Der richtige Schutz ist das A und O.

Heiß. mit der Sonne kommen auch ihre Anbeter. Der richtige Schutz ist das A und O.

1. Wie wähle ich den richtigen Lichtschutzfaktor aus?

Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, wie viel mal länger man sich der Sonne aussetzen darf, ohne sich dabei zu verbrennen. Ausgehend von der Eigenschutzzeit. Also der Zeit, in der die Haut ohne Sonnenschutz keine Rötung zeigt.
Aus Eigenschutzzeit und LSF wird die eigentliche Schutzzeit berechnet. Zur Auswahl des richtigen Lichtschutzfaktors orientiert man sich vor allem am Hauttyp, dem Ort und der Jahreszeit. Bei empfindlicher Haut empfiehlt sich ein LSF 50 und höher. 30 und höher ist für Mischtypen mit vorgebräunter Haut ideal. Bei dunklen Hauttypen reicht meist ein LSF 20. Und noch wichtiger ist, dass die Sonnencreme vor U-VA- und U-VB-Strahlen schützt.

2. Was ist eigentlich UV-A- und UV-B-Schutz?

Die Sonne schickt ein ganzes Bündel verschiedener Strahlen auf die Erde. Davon sind 50 Prozent Licht, 44 Prozent Wärme und ungefähr 4 Prozent unsichtbare UV-A- und UV-B-Strahlen. Kurz gesagt sind die UV-A-Strahlen langwellige Strahlen, die tiefer in die Haut eindringen und dadurch für die vorzeitige Hautalterung verantwortlich sind. Die kurzwelligen UV-B-Strahlen sind für den Sonnenbrand zuständig. Deshalb ist es so wichtig, dass Sonnenschutzmittel UV-A- und UV-B-Schutz bieten.

UV-A-Strahlen. Sie sind überall, das ganze Jahr über. Auch Fensterglas kann sie nicht aufhalten. Die langwelligen Strahlen (320 bis 400 Nanometer) dringen tief in die Haut ein. Sie vermindern die Hautelastizität. Außerdem verstärken sie die schädliche Wirkung der UV-B-Strahlen und erhöhen dadurch das Risiko eines Sonnenbrandes bis hin zu Hautkrebs. Sie sind es also, die irreparable Zellschäden verursachen können.
UV-B-Strahlen. Die kurzwelligen UV-B-Strahlen (290 bis 320 Nanometer) durchdringen die oberste Hautschicht, die Epidermis, und schädigen die Zellen. Sie bräunen und verbrennen auch unsere Haut.Die Strahlung ist an verschiedenen Orten und zu verschiedenen Zeiten auf der Erde unterschiedlich intensiv.

Wichtig.>/strong> Die Wahl des richtigen Sonneschutzfaktors ist ausschlaggebend.

Wichtig. Die Wahl des richtigen Sonnenschutzfaktors ist ausschlaggebend.

Besondere Vorsicht ist bei Kindern geboten: Die UV-B-Strahlen können das Erbgut der Zellen schädigen und zu einem vermehrten Hautkrebsrisiko in späteren Jahren führen.

3. Verhindert Sonnenschutz, dass die Haut braun wird?

Nein, ganz und gar nicht. Sonnenschutz verhindert, dass man einen Sonnenbrand bekommt. Ein Sonnenbrand ist aber natürlich keine Vorstufe von Bräune. Eigentlich logisch. Aufgrund dieses Irrglaubens benutzen aber immer noch viele Leute Produkte mit zu niedrigem LSF. Dabei wird man auch mit einem starken Sonnenschutz braun, allerdings sanfter. Das liegt vor allem daran, dass kein Lichtschutzfaktor, egal wie hoch er sein mag, 100 Prozent der UV-Strahlung herausfiltern kann.

Langsames Bräunen ist für die Haut freilich viel gesünder, weil sie genügend Zeit hat, eine Verdickung der obersten Hautschicht aufzubauen. Und das bewirkt auch, dass die Bräune länger hält.

4. Wann ist der richtige Zeitpunkt, Sonnenschutz aufzutragen?

Eine Sonnencreme braucht etwa 30 Minuten, um ihre Wirkung zu entfalten. Deshalb sollte man sich eincremen, bevor man rausgeht. Ein Erwachsener benötigt eine Menge von zwei Esslöffeln. Alle zwei Stunden nachcremen, dadurch wird die Wirkung aufrechterhalten. Wegen der Reflexion und Streuung des Lichts muss man auch im Schatten aufpassen.

Behütet. Alles unter einen Sonnenhut zu bringen ist die eine Art, sich gegen UV-Strahlen zu schützen. Die andere hat drei Buchstaben: LSF.

Behütet. Alles unter einen Sonnenhut zu bringen ist die eine Art, sich gegen UV-Strahlen zu schützen. Die andere hat drei Buchstaben: LSF.

5. Wie schütze ich mich beim Sport?

Starkes Schwitzen kann die Wirkung von Sonnenschutzmitteln verringern. Das gilt auch beim Baden. Dafür gibt es Produkte mit der sogenannten Wet-Skin-Technologie. Das sind transparente Sprays, die wasserfest und schweißresistent sind. 

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6. Wie lange hält meine Sonnencreme? 

Sonnencremes werden mit der Zeit nicht besser. Jede hat ein Verfallsdatum. Es ist aber auch wichtig, auf den Geruch und auf Verfärbungen zu achten. Nach spätestens drei Jahren sollte man die alte Sonnencreme durch eine neue ersetzen. Außerdem werden die Technologien ständig verbessert. Was man an den vielen neuen Produkten erkennen kann.

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Ausschlaggebend. Der erste Lichtschutzfaktor, der auf die Haut kommt, ist ausschlaggebend für den ganzen Tag. Wenn Sie nicht vorgebräunt sind, beginnen Sie besser mit LSF 30.

7. Wenn ich mein T-Shirt anlasse, passiert mir doch nichts?

Textilien bieten nur einen begrenzten Schutz. Baumwolle absorbiert den UV-B-Anteil sehr schlecht, Gewebe aus Polyester schützen besser. Ein helles T-Shirt ist vergleichbar mit einem LSF 6, ein nasses mit einem LSF 3. Je dichter der Stoff, desto besser der Schutz. Weite und dunkle Kleidung schützt besser als enge und helle. Das Waschen mit Bleichmitteln beeinflusst die Wirkung positiv, weil diese Substanzen UV-Strahlen absorbieren. Seit 2006 gibt es ein verbindliches Siegel für UV-Schutzbekleidung. Eine kleine gelbe Sonne kennzeichnet Bekleidungstextilien, die einen LSF von mindestens 40 aufweisen. 

BUCH TIPP Sonnenschutz

Die kleine gelbe Sonne ist ein Piktogramm, das Kleidungsstück mit LSF 40+ kennzeichnet. Mehr Informationen zu dem Siegel könne Sie hier nachlesen!

8. Was sind eigentlich Sonnenterrassen?

Das sind besonders sonnenempfindliche Stellen, auf die man beim Eincremen oft vergisst: Ohren, Füße, Knie, Nacken und der Scheitel. Diese strahlungsexponierten Stellen bieten der Sonne hervorragende Angriffsflächen. Ein Sonnenbrand ist hier dann auch besonders schmerzhaft. Deshalb sollte man keinesfalls auf die Sonnenterrassen vergessen. Eine Kopfbedeckung kann auch nicht schaden. Hier erfahren Sie, welche Stellen genau solche Sonnenterrassen sind.

9. Kinder und Sonne – was gibt es zu beachten?

Kinderhaut ist sehr empfänglich für schädliche Strahlen und anfälliger für tiefgehende Zellschäden. Ein einziger Sonnenbrand kann schon irreparable Schäden verursachen und die Haut langfristig schwächen. Zwischen 12 und 16 Uhr sollten sich Kinder nicht in der Sonne aufhalten. Und sonst gilt: eincremen. Der LSF sollte bei 50 liegen, einen hohen Anteil an Mikropigmenten aufweisen, vor UV-A- und UV-B-Strahlen schützen, wasserfest sein und kein Parfum oder Konservierungsstoffe enthalten. Kinder unter einem Jahr sollten nicht in der direkten Sonne sein. Dann ist textiler Sonnenschutz obligatorisch.

Dabei gilt die 3-H-Regel: Hut, Hemd, Hose. Die Haut ist erst nach der Pubertät je nach Hauttyp sonnenstabil.

10. Kann ich meine Haare schützen?

Die Haare sind täglich dem Sonnenlicht und der UV-Strahlung ausgesetzt. Sie bleichen aus, werden trocken und spröde. Chlor- und Meerwasser entziehen zusätzlich Feuchtigkeit und machen das Haar angreifbar. Dagegen gibt es Sprays für die Haare, der beste Schutz ist ein Hut. Nach dem Baden sollte man die Haare immer mit klarem Wasser oder auch mit einer Spezialpflege waschen. Wenn bereits Schäden sichtbar sind, helfen spezielle Haarmasken. 

Pflege. Auch die Haare haben nach einem Sonnenbad das Bedürfnis nach Pflege.

Pflege. Auch die Haare haben nach einem Sonnenbad das Bedürfnis nach Pflege.

11. After-Sun-Pflege – hilft das wirklich?

Wie intensiv man sich auch eincremt, Sommertage hinterlassen Spuren auf unserer Haut. Hitze, Wind und Wasser trocknen sie aus. Die UV-Strahlen drosseln die hauteigene Talgproduktion, was zu einem weiteren Feuchtigkeitsverlust führt. Also verlangt die Haut nach sehr viel Feuchtigkeit und Kühlung. After-Sun-Produkte sind meist leichte Lotionen oder Gel-Texturen. Sie erfüllen diese Anforderungen und wirken oft hautberuhigend.

12. Was haben Sonne und Falten miteinander zu tun?

UV-A-Strahlen dringen tief in die Haut ein und lösen chemische Prozesse aus, die zur Freisetzung von freien Radikalen führen. Diese Moleküle fördern die Hautalterung, indem sie das Stützgerüst aus Kollagen und Elastin angreifen und teilweise sogar zersetzen. Was wiederum zu frühzeitiger Hautalterung führt. 80 Prozent aller Sonnenschäden entstehen, bevor wir dreißig Jahre alt sind. Und zwar nicht ausschließlich beim Sonnenbaden, sondern ganz nebenbei.

Das heißt: Vor der Sonne schützt man sich, vor allem im Gesicht, lieber an 365 Tagen im Jahr.

Welcher Hauttyp sind Sie? Weiterlesen

Mit unserem kleinen Überblick können Sie sicher das für Ihren Hauttyp passende Sonnenschutzmittel herausfinden.

Typ 
A

Keltischer Typ: 
Die Haut ist sehr sonnenempfindlich. Meist hat der keltische Typ rötliche Haare, sehr helle, blasse Haut, oft Sommersprossen und blaue Augen. Braun wird dieser Typ eigentlich nie, neigt aber verstärkt zu Sonnenbrand.
Max. Eigenschutzzeit: 5 – 10 Minuten
Sonnenschutzfaktor 50+

Gut zu wissen. Es ist wichtig zu wissen, welche Hauttyp man ist. Nur so kann man die richtige Sonnenpflege finden.

Gut zu wissen. Es ist wichtig zu wissen, welcher Hauttyp man ist. Nur so kann man die richtige Sonnenpflege finden.

Typ B

Nordischer Typ:
 Die Haut ist ebenfalls sonnenempfindlich. Der nordische Typ hat blonde Haare, blaue oder grüne Augen und eine helle Haut. Er wird, wenn überhaupt, sehr langsam braun und dann auch nicht besonders intensiv. Er neigt aber zu Sonnenbrand.
Eigenschutzzeit: 10 – 20 Minuten.
Sonnenschutz 30 bis 50+

Typ C

Mischtyp: Die Haut ist normal bis wenig sonnenempfindlich. Der Mischtyp ist brünett, hat braune Augen und helle bis hellbraune Haut. Er wird rasch braun, hin und wieder erwischt ihn ein Sonnenbrand.
Eigenschutzzeit: 20 – 30 Minuten.
Sonnenschutzfaktor 20 bis 30

Typ D

Mediterraner Typ:
 Die Haut ist relativ sonnenunempfindlich. Der mediterrane Typ hat dunkle Haare, braune Augen und eine ebenfalls dunkle Haut. Er wird sehr schnell braun und hat selten einen Sonnenbrand.
Eigenschutzzeit: 30 – 40 Minuten
Sonnenschutzfaktor 20

Genuss. Hat man die richtige Pflege gefunden, wir das Sonnenbaden zum Genuss ohne schlechtem Gewissen.

Genuss. Hat man die richtige Pflege gefunden, wird das Sonnenbaden zum Genuss ohne schlechtem Gewissen.

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