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Kalt gestellt

So entkommt man der Hitze und verhindert Schweißausbrüche.

Home » Leben » Kaltgestellt - 07.2016

Wenn der bloße Gedanke ans Schwitzen schon Schweißausbrüche verursacht, muss man einen kühlen Kopf bewahren. Ein paar gute Tipps, um trocken zu bleiben.

Wenn die Sonne den Asphalt aufheizt. Und die Luft flackert. Wenn das Thermometer den Geist aufgibt. Und das Eis schon schmilzt, kaum dass man es in der Hand hat. Dann führt jede noch so kleine Bewegung dazu, dass der Schweiß wie ein Sturzbach aus jeder Drüse schießt. Dann nimmt auch die Leistungsfähigkeit ab, das Herz wummert, der Kreislauf schwächelt.

In der Hitze muss der Organismus nämlich viel mehr leisten. Und seine Klimaanlage aktivieren, um die Körpertemperatur stabil unter 37 Grad zu halten. Dazu weitet er die Blutgefäße in Armen und Beinen. Durch die erhöhte Durchblutung gibt er mehr Wärme ab. Zugleich bekommen die zwei bis drei Millionen Schweißdrüsen das Kommando: Schweiß absondern!

Der verdunstet auf der Haut und sorgt so für die nötige Abkühlung. Ein Deo kann natürlich dabei helfen, einen schweißnassen Körper zu verhindern. Man kann aber zusätzlich und rechtzeitig wirksame Vorsorgemaßnahmen treffen. Den Körper und die Umgebung auf Wohlfühltemperatur halten. Und so angenehmer und trockener durch den Sommer kommen.

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Erfrischt. An hitzigen Tagen sorgen kühle Bodysprays für den Temperaturausgleich.

Bitte draußen bleiben

Sobald die Temperaturen steigen, verwandeln sich viele Wohnungen in schwüle Schwitzkammern. „Um die Zimmertemperatur auf einem erträglichen Maß zu halten, reichen aber schon ein paar einfache Tricks“, sagt der Umweltmediziner Professor Hans-Peter Hutter.

Die drei wesentlichen Maßnahmen für die eigenen vier Wände: Erstens, wirksamer Sonnenschutz. Zweitens, ausreichende Belüftung. Und drittens, Verzicht auf überflüssige Wärmequellen.

„Denn alles, was an Wärme gar nicht erst ins Haus hineinkommt, muss auch nicht mühsam wieder hinausbefördert werden“, erklärt der Experte. Rollläden oder Jalousien vor den Fenstern halten die Sommerhitze am besten fern. „Innen liegender Sonnenschutz wie Vorhänge, Blenden oder Rollos sollte möglichst wenig lichtdurchlässig sein und gut abdunkeln. Helle und reflektierende Rollos reduzieren die Sonneneinstrahlung immerhin noch zu einem Drittel.“ Zusätzlich heißt es an heißen Tagen: strategisch lüften. Hutter: „Sonst heizt sich die Wohnung sehr schnell auf 27 Grad und mehr auf. Dann wird es schwierig, die Hitze wieder loszuwerden.“ Deshalb gilt: Nur dann die Fenster aufreißen und durchlüften, wenn es draußen kühler ist als drinnen – zum Beispiel frühmorgens. „Ständig gekippte Fenster sind übrigens auch keine probate Lösung: Der Durchzug sorgt zwar für angenehme Kühle auf der Haut, doch damit strömt auch warme Luft herein, die dann dauerhaft in den Wänden gespeichert bleibt“, ergänzt der Mediziner. „Die bessere Alternative für einen kühlenden Luftzug ist ein Tisch-, Decken- oder Raumventilator. Auch Pflanzen sorgen für ein angenehmeres Raumklima, da sie Flüssigkeit verdunsten.“ Und was man oft vergisst: Zusätzliche Wärmequellen wie Computer, Deckenfluter oder auch Plasmafernseher sollte man nur dann aktivieren, wenn man sie wirklich braucht. Im Büro empfiehlt sich mehrminütiges Durchlüften am Morgen. Auch hier sollten nicht oder nur selten benötigte Geräte ausgeschaltet bleiben.

Cool Bleiben

Abkühlungs-Tricks gegen Hitze-Durchhänger:

China-Ölung Waschlappen in eiskaltes Wasser tauchen, 3-5 Tropfen China-Öl daraufgeben und den ganzen Körper damit abreiben.
Erfrischungs-Getränk. Normal temperierte Buttermilch mit Mineralwasser aufgespritzt kühlt von innen.
Tee-Spray. Grünen Tee aufkochen, abkühlen lassen, in eine Kosmetik-Sprühflasche füllen und zwischendurch ins Gesicht sprühen.
Kälte-Flasche. Wärmeflasche mit kaltem Wasser füllen, in den Kühlschrank geben und zwei Stunden später zwischen die Füße legen.
Frische-Kick. Frische Minze in Wasser, Saft oder Tee unterstützt den Kühlungsprozess.
Verdunstungs-Kälte. Nasse Tücher vor die Fenster oder in den Raum hängen, kaltes Wasser in die Badewanne laufen lassen.
Haar-Wäsche. Shampoos mit Eukalyptus oder anderen ätherischen Ölen verwenden. Oder 4-5 Tropfen Teebaumöl ins Shampoo träufeln.
Hitze-Helfer. Fächer passen in jede Tasche. Auch ein Hand-Ventilator kann kühlen.
Alkohol-Verbot. Hitze und Alkohol – das passt nicht zusammen. Für den Kreislauf ist die Belastung zu groß.
Yoga-Übung. Zunge spitzen oder rollen, leicht aus dem Mund strecken, durch den offenen Mund ein-, durch die Nase ausatmen. Die Zunge kühlt ab, die Körpertemperatur sinkt.
Salbei-Tee. Wer dreimal täglich eine Tasse Salbeitee in kleinen Schlucken trinkt, schwitzt weniger. Einen Teelöffel mit kochendem Wasser übergießen, 5-10 Minuten ziehen lassen.
Elektro-Geräte. Technische Geräte wie TV und PC strahlen Wärme ab und heizen den Raum zusätzlich auf. Deshalb: abschalten
Pausen-Snack. Am besten stündlich einige Stückchen Radieschen, grünen Apfel, Salatgurke oder Paradeiser essen. Diese Vitaminbomben füllen den Wasserhaushalt auf.
Erfrischungs-Tuch. Taschentuch oder Wattepad mit Wasser befeuchten und ein paar Tropfen Franzbranntwein aus dem dm drogerie markt daraufgeben. Für unterwegs: Waschlappen-Variante mit etwas Zitronensaft in einem Frischhaltesackerl mitnehmen.
Schlaf-Maske. Die gibt's mit Kühlgel-Pad auf meindm.at. Ins Eisfach legen und abends damit die Augen kühlen. Wirkt abschwellend und beruhigend.

Nicht zu kalt

Bei Hitze verliert der Körper viel Flüssigkeit. „Deshalb sollte man pro Tag mindestens 2,5 Liter trinken, sonst drohen Kopfschmerz, Übelkeit und Schwindel“, sagt Allgemeinmedizinerin Dr. Barbara Stadler. Und auch wenn einem danach ist: Eiskalte Getränke kühlen nur kurz, treiben aber schon bald den Schweiß noch stärker aus den Poren, weil der Körper die Temperatur nachjustiert. „Angenehm temperiertes Wasser mit ein paar Spritzern Zitronensaft, gespritzte Fruchtsäfte und ungesüßter Kräutertee mit erfrischender Pfefferminze oder lauwarmer grüner Tee löschen den Durst besser“, erklärt die Ärztin.  Vorsicht bei Getränken mit Magnesiumsalz oder Süßungsmitteln: „Sie können bei empfindlichen Menschen zu Durchfall führen – und der kann in der Folge wiederum den Kreislauf belasten. Auch auf schwer Verdauliches mit viel Fett sollte man an den Hundstagen eher verzichten.“ Verträglicher sind saftiges Gemüse und Früchte, etwa Wassermelonen, Tomaten oder Gurken, und auch Blatt- und Gemüsesalate mit fettarmem Dressing oder Milchprodukte mit Topfen und Obst. Dazu kann man eine kleine Portion Nudeln, Reis oder Kartoffeln servieren.

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Durst nach mehr

Vor allem beim Workout muss man aufpassen, dass man den Körper nicht überlastet. Wer das ignoriert, riskiert Muskelkrämpfe. Durst ist übrigens ein ernstes Warnsignal, das erst gar nicht auftreten sollte: „Kopfschmerzen und Schwindelgefühl bedeuten dann schon höchste Alarmstufe.“ Um Durchhängern vorzubeugen, greift man optimalerweise schon vor der Aktivität zur Wasserflasche. Und darin ist am besten ein gespritzter Fruchtsaft mit einem Teil Saft und drei bis vier Teilen Wasser. Bei Ausdauertraining, das mehr als eine Stunde dauert, bieten sich isotonische Drinks an, um den erhöhten Mineralstoffverlust auszugleichen. Noch ein Insidertipp: Nach dem Sport alkoholfreies Bier trinken. Es erfrischt, hat weniger Kalorien als das mit Alkohol, enthält Elektrolyte und Vitamine und ist als Durstlöscher durchaus mit isotonischen Sportgetränken zu vergleichen.

Dr. Barbara Stadler, Allgemeinmedizinerin

„Schweißtreibender Sommersport schraubt den Flüssigkeitsbedarf noch weiter nach oben. Der Körper verliert dabei bis zu einem Liter Wasser pro Stunde und auch Mineralstoffe, insbesondere Natrium und Magnesium.“

Noch mehr Tipps für heiße Tage: Weiterlesen

Schlaftipps für Hundstage

  • Beruhigen. Die letzte Mahlzeit spätestens vier Stunden vor dem Schlafengehen genießen.Der beste Schlaftrunk besteht aus Milch und Bananen, beide enthalten die beruhigende Aminosäure Tryptophan.
  • Kühlen. Eine lauwarme Dusche ist der ideale Start in die Nachstunden. Danach nicht ganz abtrocknen, durch die Verdunstung kühlt der Körper weiter ab.
  • Erfrischen. Citronella-Öl sorgt für den extra Frischekick im Schafzimmer und hält noch dazu Insekten fern.
  • Auslüften. Mit einem leeren Bettbezug aus Baumwolle zudecken. Selbst nach hohen Tagestemperaturen kühlt man ohne Decke zu stark aus, weil man sich sich im Schlaf kaum bewegt.
  • Anziehen. Zum Schlafen in ein weites Nachthemd oder in einen Pyjama aus Leinen schlüpfen. Der Stoff schützt vor dem Auskühlen und nimmt gleichzeitig den Schweiß auf. Bei Erwachsenen sind das immerhin bis zu 0,5 Liter pro Nacht.
  • Wässern. Den Ventilator nicht direkt auf den Körper richten. Besser vor dem Schlafen die Hände kalt abspülen und die Stirn mit einem kühlen Waschlappen befeuchten.
  • Trinken. Bei Kindern darauf achten, dass sie den Tag über genug trinken, damit sie nachts nicht durstig aufwachen.
BUCH TIPP Kühle-Tipps

Noch mehr Tipps zum Abkühlen finden Sie im dm Online Shop.

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