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Sprechstunde: Kopfschuppen

Hautärztin Prof. Dr. Daisy Kopera gibt Tipps.

Home » Leben » Sprechstunde: Kopfschuppen - 05.2017

Hautärztin Prof. Dr. Daisy Kopera, Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie in Graz, gibt Tipps für den richtigen Umgang mit Kopfschuppen.

Gibt es einen Unterschied in der Art der Schuppen?

Grundsätzlich kann man drei Arten von Kopfschuppen unterscheiden: die trockene Schuppung bei erniedrigter Talgproduktion, die ölige, fettige Schuppung bei erhöhter Talgproduktion und Schuppen im Rahmen von Haut- oder Haarerkrankungen. Eine trockene Kopfhaut kann zu trockenen, feinen Schuppen führen. Die Auslöser dafür sind Heizungsluft, Klimaanlagen oder ein stark entfettendes Shampoo. Männer neigen eher zu fettigerer Kopfhaut und fettigen Kopfschuppen, da ihre Drüsen mehr Talg absondern. Um Hautkrankheiten wie Neurodermitis, Schuppenflechte oder eine Pilzinfektion auszuschließen, sollte man zur fachgerechten Beurteilung der Art der Schuppen und der Kopfhaut einen Hautarzt aufsuchen.

Welche Rolle spielt das Wetter bei der Entstehung von Schuppen?

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Die Intensität ist stark von saisonalen Schwankungen abhängig. Hohe Luftfeuchtigkeit – wie sie im Sommer vorherrscht – kann bewirken, dass vermehrt fettige Schuppen auftreten. Zudem können sich Pilze leichter ausbreiten. Ein Aufenthalt am Meer kann Kopfschuppen bei einigen Menschen verschwinden lassen. Eine mögliche Erklärung ist in diesem Fall die Kombination aus Sonne und salzhaltiger Luft, die sich günstig auswirkt. Trockene Kopfschuppen bereiten eher im Winter Probleme, da wir uns dann überwiegend in trockenen, beheizten Räumen aufhalten. Die Kopfhaut trocknet aus, wird empfind­licher und wehrt sich dann mit Juckreiz und Schuppenbildung.

Was sollte man bei der Auswahl von Anti-Schuppen-Shampoos beachten?

Gute Produkte machen einen Unterschied zwischen trockenen und fettigen Schuppen sowie hartnäckigen Schuppen, die meist mit Juckreiz einhergehen. Das Schuppenshampoo sollte dann als Kur angewendet werden – zum Beispiel alle zwei Monate für zwei Wochen. Dazwischen bietet sich ein mildes und hautfreundliches Shampoo an. Bei hartnäckigen Fällen kann der Hautarzt auch ein rezeptpflichtiges Shampoo mit Antipilzpräparaten verschreiben. Wer seine Haare täglich wäscht, tut übrigens der Kopfhaut nichts Gutes. Besser wäre maximal dreimal pro Woche, dazu nicht zu heißes Wasser verwenden und nur hochwertige Haarpflegeprodukte an die Kopfhaut lassen. Wenn man sich dann noch viel an der frischen Luft aufhält, ohne übermäßig zu schwitzen, sollten die lästigen Kopfschuppen bald verschwunden sein.

Antworten von:
Hautärztin Prof. Dr. Daisy Kopera
Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie in Graz

Hausmittel gegen Kopfschuppen

So entstehen Kopfschuppen: Wie jede andere Körperstelle erneuert sich auch die Kopfhaut ständig. Normalerweise brauchen neue Hautzellen vier Wochen, um als Hornzellen abgestoßen zu werden. Bei der Schuppenbildung ist dieser Vorgang deutlich beschleunigt. Die sonst winzigen abgestorbenen Hautzellen werden dann als Zellhaufen abgestoßen und äußern sich als Kopfschuppen. Neben der störenden Schuppenbildung kommt es dann zusätzlich zu Juckreiz, erhöhter Empfindlichkeit und Rötung der Kopfhaut.

Vor allem in der kalten Jahreszeit leiden viele Menschen unter irritierter Kopfhaut. Schuld daran ist zumeist die extrem trockene Heizungsluft in geschlossenen Räumen und wärmende Kopfbedeckungen. Die Kopfhaut trocknet aus, wird empfindlicher und wehrt sich dann mit Juckreiz und Schuppenbildung. Häufiges Haare waschen und Stress können das Problem verschlimmern, weil dadurch die Talgproduktion angeregt wird. Diese wiederum fördert die Vermehrung von natürlich vorkommenden Pilzen auf der Kopfhaut, die zur Schuppenbildung beitragen.

Ob Hausmittel der Schuppenbildung vorbeugen können, hängt davon ab, um welche Schuppen es sich handelt.

Bei trockenen Schuppen kann kaltgepresstes Olivenöl helfen: Das Öl in die Kopfhaut einmassieren und zwei bis acht Stunden einwirken lassen. Danach das Öl mit einem Shampoo auswaschen. Bei regelmäßiger Anwendung wird die Kopfhaut dadurch rückgefettet, so können nicht so leicht trockene Schuppen entstehen. Bei Neigung zu fetten Schuppen kann man Essigwasser probieren: Den Essig dazu im Verhältnis 1:1 mit Wasser verdünnen und gut in die Kopfhaut einmassieren, danach mit mildem Shampoo auswaschen.

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